Gnade über Gnade - 1. Woche                                                                                   18.01.2009

Pastor Bayless Conley

Hallo, mein Freund, willkommen zur heutigen Sendung. Wir werden über etwas sprechen, was ich erstaunlich finde - über die vielen Aspekte der Gnade Gottes. Sie sollten sich keine Minute davon entgehen lassen, weil Sie herausfinden werden, dass manche Dinge nur im Zusammenhang mit der Gnade Gottes genannt werden. Sie werden erstaunt sein.

Ich möchte heute Morgen über die Gnade Gottes sprechen. Hier in 1. Petrus 4:10 steht:

1.Petrus 4:10
„Wie jeder eine Gnadengabe empfangen hat, so dient damit einander als gute Verwalter der verschiedenartigen Gnade Gottes!"

Hier ist nicht nur von Verwaltern, sondern von Verwaltern der mannigfaltigen, vielseitigen, facettenreichen Gnade Gottes die Rede. Diese Gnade zeigt sich auf vielfältige Weise. Gottes Gnade hat nicht nur eine Erscheinungsform. Gottes Gnade ist per Definition Gunst, die uns reichlich zuteil wird... oder auch Gottes Bereitschaft, zu segnen und unverdiente Gunst zu erweisen. Das hebräische Wort bedeutet, dass sich ein Überlegener einem Geringeren zuwendet und demjenigen Gunst erweist.

Diesen Gedanken finden wir im Neuen Testament wieder. Das griechische Wort hat im Grunde dieselbe Aussage. Es beinhaltet all das, was Gott in Christus für uns getan hat. Alles, was wir jemals von Gott empfangen können... sei es geistlich, emotional, physisch oder materiell... ist in diesem Wort „Gnade" enthalten. Sie ist facettenreich und mannigfaltig. Schauen wir uns das erste Kapitel des Johannesevangeliums an. Dort kommt es klar zum Ausdruck. Johannes 1:16. Das wollen wir uns ansehen. Es heißt:

Johannes 1:16
„Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade."

Wortwörtlich bedeutet das: „übereinander geschichtete Gnade." Andere Übersetzungen sagen: „Gnade über Gnade." Die Gnade Gottes ist und bedeutet nicht nur eine Sache. Aber wir haben aus Seiner Fülle empfangen: Eine Schicht der Gnade nach der anderen. Die Amplified Übersetzung sagt: „Gnade auf Gnade, ein geistlicher Segen nach dem anderen und sogar Gunst auf Gunst und ein Geschenk nach dem anderen." Schauen Sie, was der nächste Vers sagt, Johannes 1:17.

Johannes 1:17
„Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden."

Das steht in der Vergangenheit. Diese Gnade über Gnade, diese facettenreiche Gnade Gottes, die sich in vielfältigen Lebensbereichen zeigt, kam durch Jesus Christus. Sie wurde durch Seinen Opfertod, Sein Begräbnis, Seine Auferstehung und Seinen Sieg über die Mächte der Finsternis erwirkt. Die Gnade Gottes wurde gegeben.

Ich möchte jetzt über verschiedene Bereiche sprechen, in denen sich diese Gnade Gottes zeigt und erweist. Heute und wahrscheinlich noch am kommenden Wochenende werden wir über Gottes Gnade in der Errettung, im Dienst, die Gnade der Gesundheit, der Versorgung und der Kraft sprechen. Bitte schauen Sie sich mit mir zuerst Epheser, Kapitel 2, an. Wir werden über die Gnade der Errettung sprechen. Die Gnade der Errettung. Epheser 2:8.

Epheser 2:8-9
„Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme."

Gute Werke werden uns niemals vor Gott gerecht machen. Gute Werke werden uns niemals Zugang zum Himmel verschaffen. Wir können die Errettung nicht verdienen. Sie kommt aus Gnade. Sie wird uns reichlich aus Gnade durch Glauben gegeben, nicht durch Werke. Sehen Sie sich bitte die tiefen weitreichenden Auswirkungen davon an. Gehen Sie bitte zurück zum ersten Vers des zweiten Kapitels.

Epheser 2:1-3
„Auch euch hat er auferweckt, die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden, in denen ihr einst wandeltet gemäß dem Zeitlauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht der Luft, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt. Unter diesen hatten auch wir einst alle unseren Verkehr in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten und von Natur Kinder des Zorns waren wie auch die anderen."

Bitte beachten Sie, dass wir von Natur aus Kinder des Zorns waren. Wir lebten früher gemäß dem Zeitlauf dieser Welt, des Systems dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht in der Luft. Das bezieht sich auf den Teufel und stimmt mit dem überein, was Johannes im 1. Johannes, Kapitel 5, sagt: Die ganze Welt ist der Macht des Bösen unterworfen. Es zeigt uns die Menschheit, uns alle, gefangen im Reich der Finsternis... unter dem Einfluss... ohne es zu wissen... von geistlichen Kräften... in der Finsternis wandelnd, geistlich tot und von Gott getrennt. Von Natur aus... buchstäblich von Natur aus!

Etwas in uns ist gegen Gott, etwas in uns kämpft gegen Gott. Von Natur aus sind wir Kinder des Zorns, wie auch die anderen. Ich liebe die nächsten zwei Worte in Vers 4: „Gott aber..." Sind das nicht wunderbare Worte?

Epheser 2:4-5
„Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat, auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht - durch Gnade seid ihr gerettet!"

Halleluja! Sehen Sie, das Christentum ist keine Religion, in der Menschen versuchen, sich zu bessern, Kontakt zu Gott oder eine gewisse Erleuchtung zu erlangen. Im Christentum hat Gott sich zu uns Menschen gebeugt und Männer und Frauen erlöst, die sich selbst nie hätten erlösen können.

Gott selbst hat Männer und Frauen verändert, die sich selbst nie hätten verändern können, weil sie von Natur aus ein Problem hatten... Etwas im Innern, das nicht durch einen Entschluss am Jahresbeginn verändert werden kann. Es kann nicht durch äußerliche Handlungen verändert werden, auch nicht durch Zeremonien oder Disziplin. Es liegt am inneren Wesen.

Wir könnten zur Rennbahn hinüber gehen. Dort gibt es Quarter-Horses. Sie könnten dort einen Maulesel hinbringen, ihn striegeln, die langen Ohren beschneiden, ihm den besten Hafer und das beste Korn vorsetzen und ihn mit den Quarter-Horses an den Start stellen. Und, Freund, wenn der Schuss fällt und die Pferde anfangen zu laufen, ist es immer noch ein Maulesel! Man kann den Maulesel nur zu einem Quarter-Horse machen, wenn man ihn von innen heraus verändert und sein Wesen verändert. Denn es wird immer ein Maulesel bleiben, egal was Sie äußerlich anstellen. So ist es auch bei Menschen, wenn Sie die Analogie verstehen können - von Natur aus Kinder des Zorns.

Gott aber!

- In Übertretungen und Sünden tot, aber Gott!
- Von Ihm getrennt, aber Gott!
- Wir wandelten gemäß dem Fürsten der Macht der Luft... Gott aber, reich an Barmherzigkeit,
  schenkte uns Seine Gnade und veränderte uns.

Die Bibel sagt, alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Und das kennen wir. Das ist Römer 3:23. Aber der nächste Vers sagt, dass wir ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch Seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Er ließ uns nicht einfach in diesem Zustand der Trennung, der Rebellion und Entfremdung zurück. Er tat etwas dagegen. Freund, Er tat es durch Seine Gnade. Das ist eine Geschichte der Gnade Gottes. Darum geht es im Evangelium.

D. L. Moody erzählt, dass in einer seiner Versammlungen ein älterer Herr aufstand und sagte: „Ich möchte etwas sagen." Er sagte: „Ich habe 42 Jahre gebraucht, um drei Dinge zu verstehen und ich würde sie gerne weitergeben." Moody dachte: „In den folgenden drei Minuten zu lernen, was er in 42 Jahren lernte, würde mir gefallen!" Er sagte: „Bitte sehr, mein Herr." Der ältere Herr sagte: „Erstens habe ich gelernt, dass ich nichts zu meiner eigenen Errettung beitragen kann. Zweitens fand ich heraus, dass Gott nicht verlangt, dass ich etwas tue. Und drittens fand ich heraus, dass Jesus Christus alles getan hat und dass die Errettung vollbracht ist und ich sie nur annehmen muss." 

Freund, das ist Gnade. Errettung kommt nur so zustande. Selbst unzählige gute Werke und gute menschliche Taten können Sie nicht für das Reich Gottes tauglich machen. Es geht nur durch Gnade aus Glauben. Durch Gnade aus Glauben, nichts weiter! Nicht durch Werke!

Ich weiß, dass manche Menschen brüllen werden: „Was du predigst, gibt Menschen die Freiheit zu sündigen! Sie werden denken, dass sie gefahrlos leben können, wie sie wollen."

Wissen Sie, der Apostel Paulus hatte auch damit zu kämpfen. Das wurde ihm vorgeworfen. Freund, Tatsache ist, dass die Gnade Gottes, wenn Sie sie geschmeckt haben, Sie im Innern verändert und gute Werke hervorbringt. Gute Werke, gute Taten, bewirken keine Errettung. Sie sind das Resultat der Errettung. Ich glaube an gute Werke. Ich glaube an einen neuen Lebensstil, aber aus einem veränderten Herzen heraus. Es ist nicht der Weg zu einem veränderten Herzen, sondern der Ausfluss eines veränderten Herzen. Und wenn ein Herz wirklich durch das Blut Christi gereinigt wurde, prägt Sünde nicht mehr den Lebensstil dieses Menschen, sondern er wird davor fliehen.

Titus 2:12 sagt:
„Die heilbringende Gnade Gottes unterweist uns."

Und diese Gnade unterweist uns, Gottlosigkeit und weltliche Begierden zu verleugnen und besonnen, gerecht und gottesfürchtig in dieser Welt zu leben. Dieselbe Gnade Gottes, die uns in Sein Reich brachte, wirkt in unseren Herzen und drängt uns, für Ihn zu leben.

Ich sage andererseits auch nicht, dass Gläubige nie danebenliegen und sündigen. Das wäre unsinnig.

Wir tun es. Ich sage aber, dass Sünde als normaler Lebensstil aufhört, wenn ein Mann oder eine Frau, ein Junge oder ein Mädchen tatsächlich Jesus Christus begegnet. Der Lebensstil verändert sich.

Wenn manchmal gesündigt wird,
 
1.Johannes 1:9:
„Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit."

Punkt, Schluss, aus. Ebenfalls Gnade. Wir können es nicht erarbeiten.

Ich erinnere mich an die Worte eines Predigers, eines älteren Herrn. Er sagte gute Dinge, sagte aber auch Folgendes: „Wenn ich jemals sündige, muss ich erst vier oder fünf Tage korrekt leben, bevor ich mich wieder vor Gott in Ordnung fühle und wieder mit Ihm sprechen und Gebetserhörungen erleben kann." Er demonstrierte Demut, aber auch Unwissenheit - Unwissenheit bezüglich der Gnade Gottes.

Sie basiert nicht auf unserem Verdienst. Wir können dem, was Gott tat, nichts hinzufügen. Die Gnade sagt: „Es ist vollbracht und ich strecke mich aus und empfange es. Ich verdiene es nicht, erarbeite es nicht und habe es nicht verdient. Aber ich werde es empfangen.

Ein Mann wollte ein Bild des verlorenen Sohnes malen. Er war davon sehr inspiriert und besuchte alle sogenannten Irrenhäuser, wo Menschen mit mentalen Problemen lebten. Er ging durch die Straßen, sah sich Bettler an und interviewte sie. Er besuchte Armenhäuser, um jemanden zu finden, der ihn für dieses Bild inspirieren könnte, das er vom verlorenen Sohn malen wollte. Eines Tages traf er auf der Straße einen Bettler und dachte: „Der Mann ist perfekt." Er war verwahrlost, hatte einen leeren Blick und er dachte: „Er ist perfekt." Also sprach er ihn an und sagte: „Ich möchte ein Portrait von Ihnen malen." Er sagte: „Kommen Sie morgen früh um 10 Uhr in mein Atelier? Ich bezahle etwas, wenn Sie kommen." Und der Mann sagte: „Ja." Um 10 Uhr klopfte es an der Tür, der Künstler macht auf und der Mann sagt: „Ich bin heute mit Ihnen verabredet." Er sagt: „Ich habe Sie nie im Leben gesehen." Er sagt: „Nein, nein, nein! Wir sind heute um 10 verabredet." Er sagt: „Nein, ich bin heute um 10 mit einem Bettler verabredet, den ich auf der Straße traf." Er sagte: „Das bin ich." Er sagte: „Das können Sie nicht sein!" Er sagte: „Nun, ich dachte, ich wasche mich gründlich, bevor ich komme und Sie mein Portrait malen." Der Künstler schaute ihn an und sagte: „Ich kann Sie nicht mehr gebrauchen," und schickte ihn weg.

Freund, sobald wir zu Gott kommen und denken: „Ich muss mich erst zurechtmachen, dann kann ich zu Gott kommen," sagt Gott: „Tut mir leid, so kann ich dich nicht annehmen. Du versuchst, eine Gegenleistung zu bringen und meinem Werk etwas hinzuzufügen." Sie können sich nicht herausputzen und dann zu Gott kommen. Sie können nicht selbst ein paar Flecken entfernen und dann zu Gott kommen. Selbst wenn Sie gesündigt haben: „Gut, Gott, ich werde etwas ins Opfer legen, ich werde den Hund nicht treten, ich werde etwas zur Rettung der Wale geben, ich werde zur Nachbarin nett sein, ich werde ihren Rasen mähen und dann..." Und Gott sagt: „Tut mir leid, so kann ich dich nicht annehmen." Solange Sie im Vertrauen auf eigene Werke kommen: „Ich habe ein Opfer gegeben, ich habe diese Woche mehr gebetet," sagt Gott: „Tut mir leid, ich muss dich abweisen." Durch Gnade aus Glauben, nichts weiter! Nichts! Sie können nichts hinzufügen.

Die Bibel sagt, dass Gottes Güte Menschen zur Umkehr leitet. Er ist erstaunlich gut! Er ist so gut, ich kann es nicht fassen. Er ist so gut... ich sitze einfach nur da... mir kommen fast jeden Tag die Tränen, wenn ich darüber nachdenke, wie gut Gott ist und wie wunderbar Seine Gnade tatsächlich ist. Wir können nichts dazu beitragen. Wenn Sie zu Gott kamen und dachten: „Ich weiß, Gott wird mich nicht erhören. Nicht, bis ich mehr bete und jeden Gottesdienst besuche..." und wir möchten, dass Sie zu den Gottesdiensten kommen. Wir wollen nicht, dass Sie die Gottesdienste schwänzen. Aber hören Sie: Sie empfangen von Gott nichts auf der Grundlage Ihres Gottesdienstbesuches. Natürlich passieren hier Dinge, die für Sie wichtig sind, wenn Sie zum Haus Gottes kommen. Und wer gepflanzt ist im Hause Gottes, wird gedeihen. Aber sobald Sie meinen, sich für Ihren Gottesdienstbesuch bei Gott Pluspunkte zu verdienen, die bei Gott zählen würden, werden Sie nichts von Ihm bekommen.

Gut, sehen Sie sich bitte mit mir Epheser, Kapitel 3, an. Wir werden über einen weiteren Bereich sprechen, in dem Gottes Gnade zum Ausdruck kommt. Es hat mit Berufung und Ausrüstung zum Dienst zu tun. Wir alle sind berufen, Gott auf die eine oder andere Art zu dienen, indem wir Menschen dienen. Der Dienst und die Berufung des Paulus hatte viel mit Predigen zu tun. Schauen Sie, was er über seine Begabung und Berufung sagt. Epheser 3:7... lesen Sie auch die letzten zwei Worte aus Vers 6, um den Kontext zu verstehen:

Epheser 3: 6-8
„... das Evangelium, dessen Diener ich geworden bin nach der Gabe der Gnade Gottes, die mir nach der Wirksamkeit seiner Kraft gegeben ist. Mir, dem allergeringsten von allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben worden, den Nationen den unausforschlichen Reichtum des Christus zu verkündigen."

Paulus sprach von einer Gnadengabe, die ihm gegeben wurde und die ihn durch das starke Wirken der Kraft Gottes zu einem Prediger machte. Mit anderen Worten, der Heilige Geist wirkte in ihm gemäß der Gnade, die ihm gegeben wurde und machte dementsprechend einen Prediger aus ihm.

Er nannte es Gnade. Er hat sich nicht selbst erwählt, sich nicht selbst berufen oder befähigt. Gott tat das. Diese Gnadengabe muss vorhanden sein, bevor man ein Diener Gottes oder Prediger werden kann, wie Paulus ihn beschreibt. Sie können zum besten Seminar der Welt gehen, die besten Lehrer der Welt hören und viel beten, aber dadurch werden Sie kein Geistlicher, kein Prediger. Wenn die Gnadengabe nicht vorhanden ist, kann der Heilige Geist damit nicht arbeiten. Ich bete und studiere viel, aber mir ist auch klar, dass etwas in mir ist, was Gott in mich legte.

Manchmal fragen Leute: „Wie kommen sie auf all diese Gedanken? Woher haben sie das alles?"

Antwort: keine Ahnung. Es ist wie beim Atmen, ich weiß es nicht, es ist einfach da. Was soll ich sagen? Es ist da. Natürlich müssen wir mitarbeiten und es entwickeln, aber der Heilige Geist arbeitet mit etwas, was Gott in mich legte. Warum hat Gott das getan? Mir fällt dazu nur ein, dass Gott gerne törichte Dinge gebraucht, wenigstens in meinem Fall. Aber hören Sie: Jeder von Ihnen... Sie mögen vielleicht nicht zum Vollzeit-Predigtdienst berufen sein... aber in jeden von Ihnen wurde Gnade hineingelegt. Sie haben eine Gnadengabe in Ihrem Leben, die nicht weniger wichtig ist. Der Heilige Geist ist bereit, damit zu arbeiten und aus Ihnen etwas zu machen. Sie müssen mitarbeiten, alles tun, um sie zu entwickeln. Aber in Ihnen steckt etwas vom Himmel, von Gott aus Gnade in Sie hineingelegt, was Sie niemals allein durch menschliche Anstrengungen bewirken könnten.

Schauen Sie sich bitte mit mir Epheser 4:7 an.

Epheser 4:7
„Jedem Einzelnen von uns aber ist die Gnade nach dem Maß der Gabe Christi gegeben worden."

Jedem von uns! Schauen Sie sich mit mir Römer, Kapitel 12, an. Hier listet er einige der Gnadengaben und ihre Wirkung auf. Ich denke wirklich, dass jede von diesen mehrere Auswirkungen hat, fast wie mehrere Trauben an einer Rebe. Hier nennt er uns wenigstens den Rahmen. Römer 12:3 ... das ist so wichtig! Römer 12:3.

Römer 12:3-6
„Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben wurde, jedem, der unter euch ist, nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern darauf bedacht zu sein, dass er besonnen sei, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat. Denn wie wir in einem Leib viele Glieder haben, aber die Glieder nicht alle dieselbe Tätigkeit haben, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, einzeln aber Glieder voneinander. Da wir aber verschiedene Gnadengaben haben nach der uns gegebenen Gnade..."

Stopp mal. Ist Ihnen klar, was er sagt? Zuerst sagt er: „Werdet nicht stolz. Es ist eine Gnadengabe."

(Denkt nicht höher von euch als zu denken sich gebührt.) Jeder von uns hat eine andere Berufung, verschiedene Gaben nach der Gnade, die uns gegeben wurde. Die Gnade, die Gott in Ihr Leben gelegt hat - in der Weise, wie wir es gerade besprechen - sieht anders aus als die Gnade Gottes in meinem Leben. Gott hat in Sie etwas Besonderes gelegt. In den Psalmen heißt es: „Gott schaut vom Himmel auf alle Bewohner der Erde. Er formt jedes Herz individuell." Bedenken Sie das! Jedes Herz ist ganz speziell geformt. Und der Rest, die zweite Hälfte dieses Verses, sagt, dass Er all ihre Werke anschaut. Das bedeutet, dass unsere Werke und die Art und Weise, wie wir leben, aus diesem besonders geformten Herzen hervorgehen sollen. Aus diesem individuellen Depot, was Gott in uns legte, sollte unser Leben und unsere Arbeit hervorgehen. Wieder zurück an die Stelle von vorhin, Römer 12:6.

Römer 12:6
„Da wir aber verschiedene Gnadengaben haben nach der uns gegebenen Gnade, so lasst sie uns gebrauchen: Es sei Weissagung, in der Entsprechung zum Glauben."

Manche haben eine prophetische Gnadengabe in ihrem Leben. Oder...

Römer 12:7
„... es sei Dienst, im Dienen..."

Das bedeutet, Menschen durch praktische Dienste zu helfen. Das sind jene, die von Herzen und tatkräftig das Evangelium praktisch weitergeben. Das ist mehr als ein Handwerk zu lernen; mehr, als jemandem praktisch zu helfen. Bestimmte Einsicht ist damit verbunden. Eine bestimmte Salbung geht damit einher. Etwas Himmlisches schwingt mit und öffnet Menschen die Augen für die Güte Jesu Christi. Manchen Menschen entspricht das total. Herz und Hände werden eins, sie lieben es einfach, praktisch zu dienen. Und Jesus wird darin sichtbar, wie gesagt. Machen wir weiter.

Römer 12:7b
„... es sei, der lehrt, in der Lehre."

Manche haben eine Gnadengabe im Bereich von Lehre.

Römer 12:8a
„... es sei, der ermahnt, in der Ermahnung; der abgibt, in Einfalt..."

Manche haben eine Gnadengabe, ganz speziell um zu geben. Ich denke, damit geht einher, dass sie fähig sind, das Geld oder die Mittel, die sie geben wollen, zu bekommen.

Neulich sprach ich mit einem Freund. Er ist ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann. Ich begreife es einfach nicht. Er tut erstaunliche Dinge und verdient dabei haufenweise Geld. Er selbst sagt nur: „Nun ja, Bayless." Und ich denke: „Ich kann nicht begreifen, was er tut." Aber für ihn ist das so einfach wie das Atmen. Er arbeitet hart. Nicht, dass er nicht arbeiten, Hand anlegen oder beten würde und das alles. Aber es ist so... er sieht Dinge, die ich nicht sehe und setzt sie um.

Aber hier sitzen Menschen, die eine Gnadengabe Gottes in ihrem Leben haben. Sie haben ein Händchen fürs Geschäft, für Finanzen oder etwas anderes und Gott möchte Sie gebrauchen, um Sein Reich zu fördern. Alle diese Gaben sind dazu da, das Reich Gottes voranzubringen. Wir kommen in den Genuss, persönlich dadurch gesegnet zu werden - was es auch sein mag - aber das, was Er uns gegeben hat, ist hauptsächlich dazu da, anderen Menschen zu helfen. Können Sie dazu amen sagen?

Es geht weiter.

Römer 12b
„... wer vorsteht, mit Fleiß..."

Hier sind organisatorische Fähigkeiten gemeint. Die Living Bible sagt: „Wenn Gott euch administrative Fähigkeiten gab und euch Verantwortung über andere gab, nehmt diese Verantwortung ernst."

Römer 12:8b
„... der Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit."

Solche mit der Gnadengabe der Barmherzigkeit haben Mitgefühl. Sie dienen den Trauernden, den Bedrückten und Entrechteten voller Barmherzigkeit. Da entsteht einfach eine Beziehung. Und sie bringen dabei etwas vom Himmel mit.

Ich habe einen Freund. Krankenhausbesuche bauen ihn mehr auf als alles andere. Das, was er mitbringt, selbst angesichts großer Trauer oder Bedrückung, erhellt den Raum. Meistens geht damit eine Gabe der Heilung einher, die vielleicht ein Bestandteil dieser Gnadengabe ist, der Gabe der Barmherzigkeit.

Das trifft vielleicht auf Sie zu. Natürlich gibt es auch andere Dinge. Vielleicht ist es eine Ausprägung einer dieser Dinge. Aber ich halte es für wichtig... nehmen Sie sich das bitte zu Herzen, bevor ich den letzten Punkt für heute anspreche... was Gott auch in uns hineingelegt hat, ob es eine Gnade ist, wie sie der Apostel Paulus nannte, die ihn zu einem Mann Gottes, der predigen konnte, machte; ob es eine Gnadengabe ist, die mit Geben, Geschäften, Lehre, Erweisen von Barmherzigkeit, Organisation oder anderen genannten Dingen zu tun hat, wir müssen uns davor hüten, uns auf unsere Stärken und unsere Weisheit zu verlassen. Ich denke, diese Gefahr besteht. Menschen, selbst gute Leute, leben tendenziell aus eigener Kraft. Sie bitten Gott nicht um Weisheit und beten nicht über Dinge, sondern haben gelernt, bestimmte Dinge zu tun, ohne sich auf diese Gnadengabe zu verlassen. Sie leben in der Kraft des Fleisches, sie verlassen sich auf den Arm des Fleisches statt auf die Hand des Geistes Gottes... dass Gott sie leitet und stärkt und kräftigt und ihnen neue Horizonte eröffnet. Sollten Sie entdeckt haben, dass Dinge durch Sie fließen, die Gott in Sie hineinlegte - Freund, lassen Sie sich nicht dazu verleiten, sich auf die Kraft Ihres Fleisches zu verlassen. Vertrauen Sie in allem, was Sie tun, auf Gott.

Ich hoffe, diese Sendung hat Ihnen etwas gebracht. Besonders jenen unter Ihnen, die in bestimmten Dingen besonders gut sind und wissen, wie man sie tut. Wenn wir in einem Bereich begabt sind, verlassen wir uns leicht auf diese Begabung und bitten Gott nicht um Seine Hilfe, um Seine Salbung und Seine Führung. Freund, Gott kann uns viel weiter führen als wir aus eigener Kraft kämen. Und zwar durch Gnade. Sie sollten die nächste Woche nicht verpassen, weil wir diese Serie ‚Gnade über Gnade‘ fortsetzen werden. Wir werden uns mit weiteren Facetten der Gnade Gottes beschäftigen.

Diese Facetten sind faszinierend und auch freisetzend. Hören Sie, ich bete, dass Gott Sie segnet.

Besuchen Sie uns bei answersbc.org und wir sehen uns nächste Woche, wenn wir über Gnade sprechen.

 

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