Gottes Weisheit für eine großartige Ehe
- Teil 6 05.04.2009
Pastor Bayless und Janet Conley
Willkommen zur heutigen Sendung, Sie sollten sich davon keine einzige Minute entgehen lassen.
Und übrigens: Einen schönen Palmsonntag! Besonders in dieser Zeit des Jahres feiern wir die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Meine Frau und ich sprechen über das Thema Ehe und jetzt sind wir im Hohelied. Meine Güte! Es gibt einige, ich will nicht sagen, gewagte, aber doch anschauliche Darstellungen der körperlichen Liebesbeziehung in diesem Buch, über das wir sprechen werden. Das ist fantastisch! Gott schuf die Liebe. Gott schuf den Sex. Gott schuf die Ehe und Er nennt die Dinge beim Namen. Ich liebe dieses Buch. Und wenn in Ihrer Beziehung die Liebe erloschen ist, kann unser Gott, der Jesus Christus von den Toten auferweckte, auch eine erstorbene Liebe wieder erwecken. Was immer sich gerade in Ihrem Leben abspielt, ich glaube, Sie werden etwas von dieser Lehre haben. Nehmen Sie sich eine Bibel, wenn Sie eine haben. Sehen wir uns gemeinsam das Hohelied an.
Ich werde mich ein paar Minuten mit dem Hohelied beschäftigen. Es ist ein Buch über Romantik und Ehe. Wir können es auf Gott und Israel und Christus und die Gemeinde beziehen, aber hauptsächlich geht es um romantische Liebe in der Ehe. Es offenbart Gottes Bestätigung der ehelichen Beziehung.
Es zeigt, dass Nähe und Sexualität in der Ehe uns sättigen, Spaß machen und erfüllen sollen. Das Buch ist voll von poetischer Sprache und bedeutsamer Symbolik und wir können unendlich viel daraus lernen.
Wir steigen im ersten Kapitel ein. Bitte schauen Sie sich mit mir das Hohelied an. Im ersten Kapitel haben wir zunächst über das junge hübsche Mädchen Sulamith gesprochen. Sie war ein Mädchen vom Lande, die in Salomos Weinbergen im Norden gearbeitet hatte. Es handelt von der Liebe zwischen ihr und König Salomo. Wenn wir das zweite Kapitel des Buches ansehen, finden wir dort ein paar praktische Ratschläge für die Ehe. Wir haben zwar momentan leider nicht die Zeit, alle Details anzusehen, aber als wir heute zusammensaßen, dachten wir, es wäre sinnvoll, folgende Dinge weiterzugeben. Das Erste: Hohelied 2:3-4.
Hohelied 2:3-4
„Sulamith: „Wie ein Apfelbaum unter den Bäumen des Waldes, so ist mein Geliebter unter den Söhnen. In seinem Schatten zu sitzen, gelüstet es mich, und seine Frucht ist meinem Gaumen süß."
Sulamith zu den Töchtern Jerusalems: "Er hat mich ins Weinhaus hineingeführt, und sein Banner über mir ist Liebe."
Erstens: Schämen Sie sich nicht, Ihre Liebe und Zuneigung zu Ihrem Ehepartner in der Öffentlichkeit zu zeigen. Ein Banner wird in aller Öffentlichkeit gezeigt. Es drückt etwas aus, was alle sehen können.
Und hier spricht Sulamith über ihre Beziehung zu Salomo. Und wissen Sie: „Er hat mich ins Weinhaus hineingeführt." Dort sind viele Menschen: „Sein Banner über mir ist Liebe." Die Living Bible gibt Vers 4 so wieder: „Er bringt mich in das Weinhaus und jeder kann sehen, wie sehr er mich liebt." Salomo verheimlichte seine Liebe zu seiner Braut nicht. Sein Verhalten zeigte, dass er sie liebte.
Im 1.Mose 26 ist von Abimelech, dem König der Philister, die Rede. Er wusste, dass Isaak mit Rebekka verheiratet war... ich liebe die alte King James Übersetzung. Dort steht, er sah, dass er mit ihr scherzte. Ich denke, die neuere Übersetzung sagt, er liebkoste sie. Er schäkerte mit ihr, küsste sie, nahm sie in den Arm und rannte ihr nach, wie sich Männer verhalten in einer gesunden Ehe.
Wir sind jetzt fast 27 Jahre verheiratet und unsere Kinder sehen ständig, dass ich Janet küsse. Ich tue das seit 27 Jahren. Ich denke, es gab eine Zeit, wo sie es unangenehm fanden (lit. ekelig) und dachten: „Oooh!" Ich halte gerne ihre Hand. Ich küsse sie gerne. Wir gehen nicht weiter vor den Kindern, aber wir küssen uns, ich nehme sie in den Arm und wir zeigen unsere Zuneigung. Ich lege gern meinen Arm um sie und unsere Kinder sind in dieser Atmosphäre aufgewachsen. Es ist einfach absolut normal für mich, das zu tun und es ist eins der Dinge, die wir in diesem Buch sehen.
Sie sagt in Vers 6 des selben Kapitels sogar: „Er lege seine Linke unter mein Haupt und umarme mich mit seiner Rechten!" Männer, Ihr müsst Eure Frauen umarmen! Das ist wichtig.
Janet Conley: Das ist wirklich wichtig! Es ist wirklich wichtig für mich. Wenn er mich umarmt, vermittelt mir das Sicherheit. Und ich denke, Männer sind von Gott dafür angelegt und geschaffen, die Familie zu leiten und voraus zu denken, so ähnlich wie der Kapitän eines Schiffes. Vielleicht fährt das Schiff und die See ist stürmisch, dann kommt der Kapitän an Deck und sagt: „Alles ist in Ordnung! Das ist halb so wild. Nicht so schlimm." So geht es mir einfach, wenn seine Arme mich umfangen. Es wird alles gut werden... Ruhe und Sicherheit... und ich denke, das ist wirklich wichtig. Wenn Sie eine Weile verheiratet sind, müssen Sie sich vielleicht daran erinnern, einander weiterhin zu küssen und zu umarmen, weil Sie den Ehepartner vielleicht für selbstverständlich halten: „Ich weiß, dass er mich liebt und ich liebe ihn auch, das ist einfach so." Aber nehmen Sie doch einfach als Bestätigung seine Hand und legen Sie Ihre Hand auf sein Bein. Er liebt es, wenn ich ihn am Kopf streichele. Zum Beispiel beim Fernsehen oder so... nehmen Sie sich bei den Händen oder tun Sie irgendetwas...
Bayless Conley: Wir müssen uns etwas einfallen lassen.
Janet Conley: Den Rücken streicheln...
Bayless Conley: Liebling, was ist mit jemandem, der aus einer Familie kommt, wo der Papa Mama niemals Liebe erwiesen hat? Vielleicht kam das in der Familie einfach nicht rüber oder wurde nicht vermittelt. Manche tun das nicht einfach von sich aus, so wie ich oder manch anderer. Was würdest Du jemandem sagen, der kein solches Vorbild hatte?
Janet Conley: Derjenige soll einfach in die Bibel schauen und es als wichtig ansehen, weil Gott sagt, dass das etwas bringt und sich dann vornehmen, es umzusetzen. Und ich denke, wenn Sie es tun... wenn Sie tun, was Gott sagt, fängt es an, Ihnen Spaß zu machen. Ich wuchs in einem Haushalt auf... wir waren sehr... wir redeten miteinander und so, aber umarmten und drückten uns eher selten. Ich wurde nie geküsst. Ich wurde von einem Jungen geküsst, bevor ich jemals... mein Papa hat mir nie einen Kuss gegeben. Das war einfach... ich wusste, dass er mich mochte, dass er mich liebte und dass ich ihm wichtig war, aber er umarmte mich nie. Das war also etwas, wozu ich mich regelrecht entscheiden musste und es ist wunderbar!
Bayless Conley: Gut, tun Sie das! Hohelied 2:8 ist wirklich interessant.
Hohelied 2:8-9
„Horch, mein Geliebter! Siehe, da kommt er, springt über die Berge, hüpft über die Hügel. Mein Geliebter gleicht einer Gazelle oder einem jungen Hirsch. Siehe, da steht er vor unserer Hauswand, schaut durch die Fenster herein, blickt durch die Gitter."
Sie ist im Innern des Hauses. Er blickt hinein. Es heißt, er kommt, springt über die Berge, hüpft über die Hügel. Jemand, der einen anderen jagt, kann über Berge und Hügel kommen, aber nicht über eine Wand. Sehr interessant. Die Person hinter der Mauer muss freiwillig herauskommen. Schauen Sie, was er ihr sagt, seinem Mädchen Sulamith hinter der Mauer. Er kam über Berge und Hügel, um sie zu holen, aber jetzt gibt es eine Barriere. Er sagt in Hohelied 2:10:
Hohelied 2:10
„Mein Geliebter erhebt seine Stimme und spricht zu mir: "Mach dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm!"
Komm hinter der Mauer hervor. Lesen wir weiter, Vers 11.
Hohelied 2:11-14
„Denn siehe, der Winter ist vorbei, die Regenzeit ist vorüber, ist vergangen. Die Blumen zeigen sich im Lande, die Zeit des Singens ist gekommen, und die Stimme der Turteltaube lässt sich hören in unserm Land. Der Feigenbaum rötet seine Feigen, und die Reben, die in Blüte stehen, geben Duft. Mach dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm! Meine Taube in den Schlupfwinkeln der Felsen, im Versteck an den Felsstufen, lass mich deine Gestalt sehen, lass mich deine Stimme hören! Denn deine Stimme ist süß und deine Gestalt anmutig."
Er sehnt sich nach persönlichem Austausch. Er sagt: „Schau, du bist hinter der Mauer. Du musst herauskommen. Der Winter ist vorüber, es regnet nicht mehr. Die Schwierigkeiten, die dich dazu gebracht haben, die Mauer zu errichten und dich dahinter zurückzuziehen, sind weg. Komm heraus und lass uns reden."
Und wenn wir nicht hervorkommen und reden, hervor aus unseren Mauern, können unsere Ehen niemals wachsen, blühen und für Gott ein Wohlgeruch sein. Er gebraucht eine wunderbare Bildersprache: „Der Winter ist vorüber. Gut, einiges ging schief, manches geschah in der Vergangenheit, aber es ist vorüber. Ich kam über die Berge und Hügel und tat mein Bestes, um zu dir zu gelangen. Aber du musst hinter der Mauer hervorkommen und bereit sein zu reden, wenn wir da durchkommen wollen und es besser werden soll."
Vielleicht sind Sie heute hier und Sie wurden verletzt in der letzten Beziehung. Vielleicht sogar in einer früheren Ehe. Vielleicht waren Sie mit einem Idioten verheiratet, der Sie missbraucht und verlassen hat. Dann haben Sie neu geheiratet, aber Ihr jetziger Ehepartner muss immer noch für das büßen, was Ihr ehemaliger Ehepartner getan oder unterlassen hat. Also gibt es eine Mauer, die so aussieht:
„Ich lasse dich an mich heran, aber nur bis hierher." Es ist vielleicht nicht wirklich sichtbar, aber so sicher vorhanden wie dieser Tisch. Es kann eine Mauer geben, selbst wegen vergangener Dinge... wegen des früheren Regens, des vergangenen Winters.
Ich erinnere mich an ehemalige Freunde, und wir... das kam durch Gespräche mit ihnen heraus. Sie war vorher mit jemandem verheiratet, der Drogen nahm, sie sehr misshandelte und verließ. Jahre später heiratete sie einen wunderbaren Mann, der Gott liebte, aber ihre Ehe wurde total monoton.
Sie kamen und er sagte: „Schau mal..." Er hatte mir schon früher erzählt: „Bayless, ich versuche sie zu lieben, aber eine Kühle umgibt sie. Und ich komme nur so nah und nicht näher. Das schlug sich auf unsere sexuelle Beziehung nieder und auf alle Bereiche des Lebens." Wir sprachen mit ihnen und schließlich brachte sie es ans Licht und sagte: „Nun, wisst ihr, ich habe einfach kein Vertrauen. Mein früherer Mann hat mich verlassen, mich im Stich gelassen, missbraucht und mit kleinen Kindern zurückgelassen. Ich war am Ende. Es ist einfach schwer für mich... und ich weiß, dass er nicht mein früherer Mann ist. Es ist ein neuer Mann, aber es ist schwer für mich, ihn an mich heran zu lassen."
Er sagt also: „Komm doch heraus, lass uns reden." Diese Dinge können nur so geklärt werden. Und ich nehme an, dass ein paar unsichtbare Mauern in bestimmten Beziehungen vorhanden sind. Janet und ich wissen... wir sprachen heute darüber. Was sagst Du zu dieser Thematik?
Janet Conley: Es steht fest, dass der Einzige, der hinter der Mauer hervorkommen kann, Sie selbst sind. Mein Ehepartner, Ihr Ehepartner, kann Ihnen nicht helfen... nun, Sie können helfen, können Sie aber nicht hinter dieser Mauer hervorholen. Wir müssen eine Entscheidung treffen. Mir gefällt das, es heißt in Vers 10... beachten Sie die Worte und die Formulierung. Es heißt: „Mein Geliebter erhebt seine Stimme und spricht zu mir: "Mach dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm!"
Ich denke, die Worte ihres Mannes, ihres Ehepartners, ihres Liebhabers, waren bestätigend und ermutigend und liebevoll. Und „Mach dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm! Denn siehe, der Winter ist vorbei. Jetzt ist die Lage verändert, es ist eine neue Situation."
Und man... alle Worte sind einfach sehr ermutigend. Ich denke, das ist sehr bedeutend. Und wenn Sie sich Epheser 5 ansehen... wir sprachen vor kurzem darüber... darüber, wie wichtig Worte für eine Frau sind. Und diese Worte sind ermutigend, liebevoll und bestätigend. Ich denke, dass kann jemanden dazu ermutigen, hinter der Mauer hervor zu kommen. Wenn Sie sagen: „Komm doch, der Regen ist vorüber. Die Situation hat sich verändert. Ich bin nicht dein Papa. Ich bin nicht dein Ex."
Solche Dinge... ich denke auch an meinen eigenen Vater. Ich hatte einen wunderbaren Vater, der uns sehr gut versorgte. Er arbeitete sehr hart. Er war moralisch einwandfrei, er war integer und hielt sein Wort. Er war allerdings etwas kritisch und eher kühl. Als wir heirateten, hatte ich etwas Angst, bestimmte Dinge zu sagen und zu tun, da ich darauf gefasst war, Kritik und Missfallen zu ernten.
Es ähnelt dem, was der Mann hier sagt: „Der Winter ist doch vorbei. Weißt du, es ist ein neuer Tag.
Diese Situation ist anders. Lass uns vorangehen, komm doch!"
Das sind liebevolle bestätigende Worte: „Komm, lass uns gehen. Das ist jetzt wirklich anders. Wir können das hinter uns lassen. Der Winter ist vorüber. Lass uns vorangehen."
Ich denke, Worte können eine große Rolle dabei spielen, jemandem zu helfen, hinter seiner Mauer hervorzukommen... Worte, die sich an eine Frau richten. Mir gefällt das, weil ich denke, dass er ihr Potential sah und es zutage förderte. Er sagte nur: „Liebling, dies ist ein neuer Tag. Du packst es. Komm, lass uns gehen." Und... komm mit mir mit...
Bayless Conley: Das ist gut. Es bringt nicht viel, gegen die Wand zu schlagen. Normalerweise ziehen sie sich dann noch mehr zurück. Wir sollten mit bestätigenden Worten versuchen, die Person hervorzulocken. Hören Sie: Wenn Sie hinter einer Mauer sind und Ihr Partner vielleicht für die Sünden eines anderen bezahlen muss, kommen Sie hervor. Wie gesagt, beeinträchtigt es das ganze Leben.
Wenn da eine Mauer ist... Sie können sogar Sex haben, aber wenn da eine Mauer ist, spürt der Partner das. Und so entgeht uns vieles. Der Reichtum und die Fülle, die Gott für unser Leben hat, kann sich dadurch nicht voll manifestieren. Wir wollen Sie einfach ermutigen. Liebe Männer, falls Ihre Frauen hinter der Wand sind; liebe Frauen, falls Ihre Männer hinter der Wand sind, seien Sie geduldig, beten Sie... Geben verändert Dinge... und sagen Sie die richtigen Dinge, ermutigen Sie sie. Und wenn Sie selbst hinter einer Wand sind, kommen Sie hervor. Tatsache ist, wenn Sie im Leben weiterkommen wollen, müssen Sie erneut vertrauen und werden auch erneut in irgendeiner Weise verletzt werden. Das gehört zum Leben dazu. Janet und ich tun das nicht absichtlich, und doch verletzen wir einander manchmal und enttäuschen einander manchmal. Aber das geht allen Menschen so. Niemand ist vollkommen, aber wir arbeiten daran.
Janet Conley: Ich will noch betonen, ... nun, er sagte es bereits... wir müssen wirklich geduldig sein, denn manche Dinge verändern sich nicht über Nacht. Aber liebevolle Worte... die Bibel sagt, Liebe hört niemals auf. Liebevolle Worte werden das Herz des Menschen verändern und Hoffnung hervorbringen: „Ja, ich schaffe es!" Sie werden vorankommen. Ich ermutige Sie von ganzem Herzen:
Geben Sie nicht auf und machen Sie Ihrem Partner deutlich, dass Sie ihn nicht aufgegeben haben.
Wenn es darum geht, Menschen zu lieben, gefällt mir Epheser 5:1 nach der Message Bible. Es handelt von der Liebe Gottes uns gegenüber. Es ist wunderbar formuliert. Ich möchte das einfach lesen. Epheser 5:1 aus der Message Bible. Es heißt: Seine Liebe war nicht zögerlich, sondern überschwänglich. Er liebte nicht, um etwas von uns zu bekommen, sondern um sich uns völlig hinzugeben."
Ich denke, wenn unsere Liebe so ist, wird sie nicht versagen. Das was im Innern ist... wie gesagt, ist in jedem Menschen Gold... wird schließlich hervorkommen durch Liebe und Ermutigung.
Bayless Conley: Das ist gut. Der nächste Vers ist wirklich wichtig, besonders in diesem Zusammenhang. Hohelied 2:15 sagt:
Hohelied 2:15
„Fangt uns die Füchse, die kleinen Füchse, die die Weinberge verderben! Denn unsere Weinberge stehen in Blüte."
Hat jemand schon mal den Satz gehört: „Kleine Füchse verderben den Wein?" Gut, er kommt offensichtlich aus der Bibel und bezieht sich auf die Ehe. In Psalm 128:3 heißt es; „Deine Frau gleicht einem fruchtbaren Weinstock im Innern deines Hauses."
Das ist der Kontext. Wir können die kleinen Füchse nur dann fangen, wenn wir hinter der Mauer hervorkommen und aufrichtig, offen und ehrlich miteinander sprechen. Meistens handelt es sich nicht um große Dinge... manchmal doch, aber oft sind es nicht große Differenzen, die eine Ehe zerstören.
Es sind die kleinen Dinge, um die sich keiner kümmert... sie summieren sich und es entsteht Bitterkeit und Groll. Wissen Sie, was mit dem Wein passierte? Ein größerer Fuchs kam, der hochspringen und sich die Trauben schnappen konnte. Aber die kleinen Füchse konnte die Trauben nicht erreichen, die weiter oben hingen. Was die kleinen Füchse taten, wenn sie an den Wein herankamen, war, den Weinstock unten anzuknabbern, um den Weinstock zu Fall zu bringen. Dann holten sie sich die Trauben. Ein größerer Fuchs zerstörte den Weinstock nicht, ein kleinerer schon. Das ist in der Ehe auch so. Manchmal sind es unbewältigte Kleinigkeiten, Bereiche unseres Lebens, Unstimmigkeiten, Dinge, die wir abtun und nicht verändern. Sie können die Beziehung eines Ehepaares zerstören.
Janet, ich weiß, dass ich Dich bat, ein paar kleine Füchse anzusprechen. Sag nichts über meine Füchse, okay? Sprich nur generell über Füchse.
Janet Conley: So, so, ganz generell, nicht wahr? Ich erinnere mich, einmal... eigentlich ein paar Mal ... damals waren die Kinder ganz klein. Wir waren mit dem Abendessen fertig, alles musste abgewaschen werden, die Kinder mussten gebadet und ins Bett gebracht werden und dergleichen.
Ich mache die Küche klar und denke: „Mensch, warum macht er die Kinder nicht fertig zum ins Bett gehen? Er sitzt nur da und sieht fern." Ich weiß, das ging sicherlich nur mir allein so!?
Bayless Conley: Das habe ich einfach nicht bedacht. Entschuldige bitte.
Janet Conley: Moment, ich erzähl es ihnen. Mir kamen bestimmte Gedanken... das passiert... es stört einen eben: „Kann er nicht einfach... wir wollen doch halbwegs früh schlafen gehen... hätte er mir nicht helfen können?" Man könnte Schranktüren knallen und etwas Krach machen. Vielleicht kommt ihm der Gedanke, dass man Unterstützung brauchen könnte. Eines Abends dachte ich mir: „Ich werde ihn einfach darum bitten." Ich bat ihn: „Weißt Du, könntest Du vielleicht Rebekah und Spencer beim Baden helfen, während ich mich um die Küche kümmere?" Und er sagt: „Sicher, kein Problem." Er bedachte das einfach nicht!
Bayless Conley: Ich dachte einfach nicht daran.
Janet Conley: Wir als Frauen sind so angelegt, dass wir helfen. Wir fragen von uns aus: „Kann ich dir irgendwie helfen? Was kann ich tun?" Männer sind eher zum Leiten geschaffen und nicht so sehr, um Details zu bedenken, sondern das Ganze. Nur: „Heute abend gehen wir alle schlafen." Für mich wäre es normal zu fragen: „Wie kann ich dir helfen?" Bei ihnen läuft das etwas anders. Bitten Sie ihn einfach probehalber. Ich weiß nicht, wie er reagieren wird, aber...
Bayless Conley: Ich sehe das Problem immer noch nicht. Es geht um einen Dreijährigen und einjährige Zwillinge...
Janet Conley: Da gibt es viel zu tun, weißt Du. Ich wollte nur sagen, diese Probleme können sich auf die Kinder beziehen. Ich habe ihn einfach direkt angesprochen und gefragt - Kommunikation. Auch andere Dinge können zu kleinen Füchsen werden und wenn wir sie nicht klären, können sie größer werden. Wenn sie nicht ausgeräumt werden, gehen sie Ihnen ständig auf die Nerven. Das wird immer schlimmer. Vielleicht die Art, wie er Geld ausgibt. Vielleicht ist das etwas, was Sie wirklich stört. Oder vielleicht die Art und Weise, wie er das Toilettenpapier einhängt. Manchmal... ist das wirklich von Bedeutung? Es gibt schon eine richtige Methode, Toilettenpapier aufzuhängen, weil man dadurch Papier spart. Nun gut... vielleicht betrifft es die Kinder und die Erziehung. Vielleicht ist er strenger mit den Kindern oder auch nachgiebiger und es stört sie sehr. Ab und zu kommt es hoch, aber Sie sprechen nicht wirklich darüber. Oder Sie sprechen darüber und es endet immer im Streit und Sie können sich nicht einigen.
Es ist sehr wichtig, sich über die kleinen Dinge, die den Weinstock verderben können, ausgiebig zu unterhalten. Das mag manchmal nicht angenehm sein, sondern eher aufreibend, wie ich bereits per Video sagte. Aber nehmen Sie sich dafür Zeit! Wenn Sie das besprechen, geht es darum, einander zu verstehen und nicht: „Du hast Recht und ich liege falsch." oder „Ich habe Recht und du liegst falsch!"
Bemühen wir uns, einander zu verstehen. Versuchen Sie, die Sicht des anderen nachzuvollziehen.
Wenn Sie sich dann darüber austauschen, können Sie eine Lösung finden, die beide Seiten berücksichtigt und zeigt, dass Sie einander aufmerksam zugehört haben. Sie warten nicht nur, dass Ihr Partner zum Schluss kommt, damit Sie Ihre Sicht bringen können. Sie haben sich eingehend mit der anderen Sicht beschäftigt und können dann eine gemeinsame Strategie verfolgen statt passiv zu bleiben und es vor sich hin gären zu lassen.
Bayless Conley: Amen. Ich bin nachsichtiger im Hinblick auf die Kinder. Nun, sie sind jetzt alle schon erwachsen, aber ich war immer viel nachsichtiger als Janet, was die Kinder angeht. Das war einer der Bereiche, über die wir sprechen mussten. Manches waren Kleinigkeiten, aber wenn Sie nicht darüber sprechen, entsteht Groll. Es kann kleine Füchse geben, selbst im Bereich des Aussehens. Wir werden offensichtlich älter. Ich sehe nicht mehr genauso aus wie der Bayless, den sie vor fast 27 Jahren heiratete. Ich habe nicht mehr so viele Haare... wir haben uns verändert. Wir sind älter. Aber dennoch ähneln wir den Menschen, die wir vor fast 27 Jahren heirateten.
Janet Conley: Du siehst super aus!
Bayless Conley: Danke, Liebling! Vielleicht achten Sie weniger auf Äußerlichkeiten und es ist Ihnen nicht so wichtig, aber sprechen Sie wenigstens miteinander darüber. Wenn Sie etwas am Aussehen des Ehepartners stört und Sie es verdrängen, wird daraus eine Abneigung. Dieser kleine Fuchs kann den Weinstock Ihrer Ehe verderben. So verrückt es auch klingen mag: Mundgeruch kann eine Ehe zerstören. Sie sprechen nicht darüber und denken: „Warum tut er nichts dagegen?" Sagen Sie es ihm! Besorgen Sie ihm ein Mundwasser. Keine Ahnung - tun Sie irgendetwas!
Wenn Sie pausenlos reden und den anderen unterbrechen, kann daraus ein kleiner Fuchs werden.
Zu viel fernsehen kann ein kleiner Fuchs sein. Wie gesagt, verderben die kleinen Füchse den Weinstock. Der Punkt ist: Wenn Sie diese kleinen Dinge nicht klären, kann daraus Groll werden.
Selbst wenn Sie später, nachdem Sie es gesagt haben, denken: „Wie dumm von mir, mich darüber zu ärgern." Aber bis Sie darüber sprechen, können Sie dem Teufel in einem wirklich läppischen Bereich Raum geben und das kann an anderer Stelle zu völlig unverhältnismäßigen Konflikten führen. Es ist sehr wichtig zu lernen, gemeinsam über diese Dinge zu sprechen. Kleine Füchse verderben den Weinstock. Ich denke, in der Ehe und in vielen anderen Bereichen entwickeln sich die kleinen ungeklärten Dinge zu großen Problemen. Manchmal kann ein kleiner Anstoß zu einer dicken Wurzel der Bitterkeit werden, die giftige Frucht in unsere Beziehungen hineinbringt.
Wir werden die Serie fortsetzen, doch da nächste Woche Ostern ist, haben wir eine besondere Ostersendung für Sie. In der folgenden Woche werden wir wieder anhand des Hoheliedes über die Ehe sprechen. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen, aber die nächste Woche auch nicht!
Wenn Sie jetzt die Sendung sehen und wirklich zu kämpfen haben, weiß Gott das und ist nicht eine Million Kilometer entfernt. Er ist nicht desinteressiert. Er weiß, was Sie durchmachen. Er liebt Sie und möchte Ihnen helfen. Ich bin überzeugt, wenn Sie ehrlichen Herzens zu Ihm rufen, wird Er Hilfe schicken, Ihnen die nötige Weisheit geben, Ihnen die nötige Kraft geben oder was es sonst sein mag.
Er ist ein sehr realer Helfer in Zeiten der Not. Und, Freund, Sie müssen wissen, dass Gott Sie liebt.
Bis zur nächsten Woche.
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