Prozess oder Ereignis (1) 19.07.2009
Hallo!
Heute habe ich eine ganz besondere Botschaft für Sie. Sie heißt ‚Prozess oder Ereignis‘.
Bevor es losgeht, möchte ich einem Freund besonders danken. Er heißt Paul Scanlon und kommt aus Bradford, England. Er ist dort Pastor einer großartigen Gemeinde. Ich hatte diese Botschaft fertig und dann gab mir meine Frau ein kleines Buch von Paul. Darin spricht er viele ähnliche Themen an wie ich in meinen Botschaften auch. Mir gefielen manche Ausführungen von Paul besser als meine eigenen. Ich übernahm ein paar seiner Gedanken. Vielen Dank, mein Herr! Kommen wir gemeinsam zum Wort und werden wir erfrischt.
Mein heutiges Thema ist Prozess oder Ereignis. In den meisten Gemeinden geht es in den Predigten um Ereignisse statt um einen Prozess. Mit anderen Worten darum, Gott zu vertrauen, in unser Leben einzugreifen und alles plötzlich zu verändern, also um ein Ereignis statt einen Prozess der Genesung und Wiederherstellung, der Zeit kostet und Veränderung erfordert. Wir alle wollen das Ereignis. Wir heben das Ereignis hervor, predigen darüber und vergessen manchmal den Prozess, der zu dem Ereignis führt. Vielleicht haben wir dabei nicht vor Augen, dass Gott manchmal nur durch Prozesse handelt und dass die Resultate kleine Schritte sind.
Ich stand heute früh bei Sonnenaufgang auf und die ersten Sonnenstrahlen kamen hervor. Ich schaute hinaus und als ich hinaus zum Auto ging, um zum ersten Gottesdienst zu fahren, war es vollkommen hell. Es geschah schrittweise.
Die Bibel sagt, dass der Weg der Gerechten genau so sein soll. Es geht nicht um ein gewaltiges Ereignis, sondern um Schritte.
Sprüche 4:18 sagt:
„Aber der Pfad des Gerechten ist wie der Glanz des Morgenlichts, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag."
Ich denke, mache Menschen stehen im Zenit von Gottes Segen, Seiner Gunst und Seiner Befreiung in ihrem Leben und sie können auf kein Ereignis verweisen, das dazu geführt hat, weil ihr Sieg und der Segen schrittweise kamen. Sie hatten sich einem Prozess des täglichen Glaubens und Gehorsams verschrieben.
Ich kann Ihnen nicht sagen, wie oft ich ein Golfturnier gesehen habe. Dann kommt die letzte Runde und wer auch gewinnt... Tiger Woods, Vijay Singh, Tom Nicholson... jemand gewinnt das Turnier.
Unweigerlich sagt jemand im Raum, wenn sie ihre große Trophäe und den Scheck über mehr als eine Million Dollar als Siegesprämie erhalten: „Mensch, was für ein Leben! Nur vier Tage Arbeit auf dem Golfplatz und schon bekommt man einen Scheck über eine Million Dollar, ganz zu schweigen von all der Anerkennung." Ja, aber sie vergessen den Prozess, der zwanzig Jahre dauerte, der zu diesem Ereignis führte, dass sie sich einem Prozess des Übens, Trainierens und Spielens verschrieben haben.
Das Ereignis ist nur ein Teil eines Prozesses. Das Ereignis ist nicht alles. In dem Prozess gab es sogar jede Menge anderer Ereignisse, die sie nicht gewonnen haben. Sicher gewannen sie das Ereignis, aber manchmal sind wir so auf Ereignisse ausgerichtet, dass wir den Prozess vergessen, der dazu führte.
Das kann auch in der Gemeinde passieren. Auf der ganzen Welt fragen mich Pastoren und Leiter:
„Was sind die Schlüssel, um eine große, lebendige, gesunde und wachsende Gemeinde zu haben?"
Ich denke, manchmal enttäuscht sie meine Antwort. Ich habe Mühe, ihnen Schlüssel zu nennen, weil sie meistens nach einer einzigen schnellen Lösung suchen, die alles bei ihnen verändert, nach einem gewaltigen Ereignis. Ich muss ihnen sagen: „Wir tun im Grunde genau das, was wir bei der Gemeindegründung vor einem Vierteljahrhundert taten." Es ist ein ständiger Prozess des Wachstums, der Veränderung und der Korrektur. Wir beten, predigen und lehren, bauen Beziehungen, sind gehorsam in kleinen Dingen, treffen gute Entscheidungen und lernen aus unseren Fehlentscheidungen. Ich kann auf kein Ereignis verweisen, das das bewirkte. Es war ein Prozess.
Ja, wir erlebten große Durchbrüche; wir hatten manche großartigen Konferenzen, Einweihungen von Gebäuden, erstaunliche Gastsprecher, die lebensverändernde Botschaften brachten. Diese Dinge haben uns nach vorne gebracht und inspiriert, aber sie sind doch Teil eines Prozesses. Ohne diesen Prozess gäbe es uns nicht. Es passiert nicht ohne diesen Prozess.
Das gilt nicht nur für die Gemeinde, sondern oft auch für einzelne Christen. Wenn wir nicht aufpassen, können wir Ereignisjunkies werden, die von einem Ereignis zum nächsten eilen, von einer Konferenz zur nächsten, um das Neue zu finden, was unser Leben revolutioniert: das Gebet, die Weissagung, ein besonderes Opfer, eine Fastenzeit... all das ist gut und Gott kann bei uns durch all das wirken, aber wenn es nicht Teil eines Prozesses ist, wird es keine dauerhaften Veränderungen geben.
Noch vor Ende des Monats werden wir hier in der Gemeinde den neuen Dienst ‚Wiederherstellung feiern‘ starten. Da geht es um diesen Prozess. Menschen mit bestimmten Süchten in verschiedenen Bereichen kommen mit anderen Menschen zusammen und lernen, wie sie einen Prozess durchlaufen und diese Dinge loswerden können. Darüber bin ich selbst total begeistert.
In folgenden Bereichen müssen wir mehr einen Prozess als ein Ereignis anstreben.
Nummer eins: geistliche Reife. Sie ist ein Prozess, kein Ereignis. Eine Heimsuchung Gottes wird Sie nicht plötzlich auf ein neues geistliches Niveau bringen oder Ihnen werden Hände aufgelegt oder Sie gehen zu dieser Versammlung oder jener Konferenz und alles wird anders und Sie sind auf einem ganz anderen Niveau. Freund, so funktioniert das nicht. Reife ist ein Prozess, körperlich und geistlich.
Schauen wir uns 1.Petrus 2:2 an.
1.Petrus 2:2
„Und seid als neugeborene Kindlein begierig nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit ihr durch sie heranwachst."
Wachstum, körperliches Wachstum, ist ein Prozess. Geistliches Wachstum ist ein Prozess, bei dem wir das Wort Gottes empfangen. Die Bibel sagt, wir sollen von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, von Glauben zu Glauben, gehen. Paulus schrieb den Thessalonichern in
2.Thessalonicher 1:3:
„Euer Glaube wächst über die Maßen."
Es gibt mehrere Faktoren, aber zwei der wichtigsten Komponenten... notwendig und wichtig, um geistlich zu wachsen... sind erstens das Aufnehmen des Wortes Gottes, wie wir hier in
1.Petrus 2:2 lesen:
„Und seid als neugeborene Kindlein begierig nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit ihr durch sie heranwachst."... - damit ihr den Prozess des geistlichen Wachstums durchlauft.
Schauen wir uns Römer 12 an. Es geht um genau diese Wahrheit in Römer 12:1-2. Schauen Sie es sich bitte mit mir an. Römer 12:1.
Römer 12:1
„Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst!"
Gut, das ist ein Prozess. Wenn er sagt „bringt eure Leiber dar", ist das keine einmalige Sache. Im Griechischen steht dort ein Infinitiv. Mit anderen Worten ist es eine fortwährende Handlung, etwas, was wir jeden Tag entsprechend unserer Situation tun. Wir kommen zu einer Gabelung, bestimmte Kräfte ziehen mich in diese Richtung, doch ich weiß, dass Gottes Weg dieser ist. Ich muss Gott erneut meinen Leib als ein heiliges Opfer darbringen. Es ist ein ständiger Prozess. Vers 2.
Römer 12:2
„Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt (oder erlebt), was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene."
Wieder ein Prozess. Anders als die Welt zu sein in unserem Denken, Reden und Handeln. Das ist ein Prozess: werdet verwandelt... und das Wort ‚gleichförmig sein‘ bedeutet, in die Form der Welt gepresst zu werden, während ‚verwandelt‘ bedeutet, die innere Veränderung nach außen dringen zu lassen.
Von dem griechischen Wort Methamorpho stammt das Wort Metamorphose. Aus einer Raupe wird ein Schmetterling - durch Metamorphose.
Als Sie errettet wurden, kam Gottes Leben in Sie hinein. Ihr Geist wurde verändert. Der Apostel Paulus sagte in Römer, Kapitel 7, ich erfreue mich an Gottes Gesetz nach dem inneren Menschen, aber ich sehe ein anderes Gesetz, das in meinen Gliedern wirkt und das mich knechten möchte.
Als ich errettet wurde, als ich wiedergeboren wurde, wurde mein Geist wiedergeboren, aber mein Fleisch wurde nicht wiedergeboren. Es hat immer noch die sündige Natur, das gefallene Wesen.
Eines Tages werde ich, Gott sei Dank, einen neuen Körper bekommen, genauso wie Sie, der Seinem herrlichen Leib gleicht, aber in der Zwischenzeit haben wir diesen Schatz in irdenen Gefäßen.
Mein Körper ist sehr geübt im Ausüben von Bösem. Er hat jahrelang gottlose Dinge getan und er beherbergt mein gefallenes Wesen. Wenn ich auf mein Fleisch höre, wird es mich in Sünde hineinziehen.
Im Galaterbrief und im Römerbrief ist von diesem Kampf die Rede. Das Fleisch kämpft gegen den Geist, der Geist gegen das Fleisch. Zwischen diesen beiden ist etwas Kleines - nämlich Ihr Denken, der ewige Kriegsschauplatz. Wie meistern wir diesen Prozess, uns im Denken, Reden und Handeln nicht der Welt anzupassen? Wie geben wir dem Leben Gottes in unserem Innern mehr Raum, damit dadurch unser Reden und unser Lebensstil verändert werden? Indem wir unser Denken erneuern.
Seid nicht gleichförmig, sondern werdet verändert durch die Erneuerung eures Denkens. Wiederum ein Prozess. Wir erneuern unser Denken mit dem Wort Gottes. Das geschieht, indem wir täglich mit Christus leben und unter Gebet das Wort Gottes studieren und darüber nachsinnen. Ihr Denken ist quasi das Scharnier zwischen Ihrem Körper und Ihrem Geist.
Bei der Errettung wird Ihr Geist wiedergeboren und ist begeistert über das Gesetz Gottes, Ihr Herz möchte Gott folgen. Aber wenn Sie sich keine Zeit nehmen, das Wort Gottes in Ihrem Denken zu etablieren und nicht unter Gebet studieren und nachsinnen, wissen Sie, was dann passiert? Ihr unerneuertes Denken wird sich eins machen mit Ihrem Körper und Ihr Körper und Ihr unerneuertes Denken werden sich gegen Ihren Geist verbünden und Sie werden in die falsche Richtung gehen.
Wenn Sie aber durch diesen Prozess Ihr Denken erneuern, wird sich Ihr erneuertes Denken mit Ihrem Geist gegen Ihren Körper verbünden und Sie werden in der Lage sein, Ihren Körper Gott als ein lebendiges Opfer darzubringen und Sie werden Gottes Weg gehen. Aber es ist ein Prozess! Das alles passiert nicht auf einen Schlag.
Ich sprach vor Kurzem mit einem befreundeten Pastor, dessen Schwiegertochter eine Affäre mit einem Mann in der Gemeinde hatte und selbst nach dem Ehebruch bestand die emotionale Bindung fort. Es war sehr schmerzhaft für die Familie und für die Gemeinde, weil es ans Licht kam. Er sagte mir, dass ein paar Neubekehrte zu ihm kamen... diese Jungs wurden gerade auf der Straße errettet... und sagten: „Pastor, wenn du willst, wir haben immer noch viele Freunde in der Nachbarschaft. Wir können ein paar Freunde bitten, diesen Typen zu besuchen." Sie meinten es ernst. Mit anderen Worten: unsere Freunde werden ihm etwas körperlich antun, wovon er sich vielleicht nicht erholt. Und der Pastor sagte: „Wisst Ihr, ich denke, wir werden das etwas anders angehen." Dann sah er mich an, kicherte und sagte: „Weißt du, Bayless, ihr Denken ist noch nicht erneuert."
Das ist so wahr! Man wird errettet und liebt Jesus in seinem Innern, aber wenn man sein Denken nicht erneuert hat und solche Umstände, eine Krise oder Druck kommen, wird man in alte Denkmuster zurückfallen... es mag Zorn, Gewalt, Lust oder ein anderes Suchtverhalten sein. Der Schlüssel ist, dass Sie diesen Prozess angehen müssen, Ihr Denken durch das Wort Gottes zu erneuern.
Es gibt noch etwas, was Menschen oft nicht als einen Prozess ansehen, obwohl ein Prozess damit verbunden ist. Wir bezeichnen es als Erweckung.
Viele Menschen verweisen auf ein Ereignis, eine besondere Heimsuchung Gottes in einem bestimmten Gottesdienst, die plötzlich spürbare Gegenwart Gottes, die eine Welle von Buße auslöste:
„Wir waren in diesem Gottesdienst und die Gegenwart Gottes kam einfach! Menschen knieten weinend nieder und taten Buße und etwas ging über auf den Campus der Kirche. Jedes Mal, wenn jemand über den Campus lief, fiel derjenige nieder und fing an zu weinen. Bald darauf konnte man in der Umgebung Gottes Gegenwart spüren." Das bezeichnen wir als Erweckung. Und wie sehr sehnen wir uns nach so etwas!
Menschen weisen vielleicht auf ein Ereignis hin, wissen Sie? Etwas, was in einem Gottesdienst geschah oder so. Manchmal kommt Gott ganz von sich aus und tut Dinge. Er ist schließlich Gott und das ist wirklich stark! Was immer Er will, tut Er, wann Er will. Aber normalerweise, wenn Sie eine Erweckung erleben oder sogar vergangene Erweckungen studieren, ging dem Ereignis, das die Ausgießung auslöste, ein langer Prozess des Gebets, des Suchens nach Seinem Angesicht, der Buße, des Fastens und Predigens voraus, der vielleicht sogar mehrere Jahre dauerte. Wir zeigen auf das Ereignis und blenden den Prozess aus und erweisen uns selbst damit keinen guten Dienst.
Wir verstehen nicht, wie Gott wirkt. Denn, Freund, fast immer sieht man im Verborgenen Menschen knien, die zu Gott schreien und Sein Angesicht suchen, bevor etwas Besonderes geschieht.
Manchmal sind wir so auf Ereignisse fixiert, dass wir diesen Prozess vergessen.
Lassen Sie uns doch bitte in die Apostelgeschichte schauen, und zwar Kapitel 18... nein, Kapitel 19.
Wir beginnen dort. Der Apostel Paulus schrieb den Epheserbrief an die Menschen, von denen wir jetzt hören werden. Der Epheserbrief richtete sich an sie. Wir werden über eine Erweckung lesen, die in der Stadt Ephesus ausbrach.
Apostelgeschichte 19:13-20
„Aber auch einige von den umherziehenden jüdischen Beschwörern unternahmen es, über die, welche böse Geister hatten, den Namen des Herrn Jesus anzurufen, indem sie sagten: Ich beschwöre euch bei dem Jesus, den Paulus predigt! Es waren aber sieben Söhne eines jüdischen Hohenpriesters Skevas, die dies taten. Der böse Geist aber antwortete und sprach zu ihnen: Jesus kenne ich, und von Paulus weiß ich. Aber ihr, wer seid ihr? Und der Mensch, in dem der böse Geist war, sprang auf sie los und bezwang sie miteinander und überwältigte sie, sodass sie nackt und verwundet aus jenem Haus entflohen. Dies aber wurde allen bekannt, sowohl Juden als auch Griechen, die zu Ephesus wohnten; und Furcht fiel auf sie alle, und der Name des Herrn Jesus wurde erhoben. Viele aber von denen, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten und gestanden ihre Taten. Zahlreiche aber von denen, die Zauberei getrieben hatten, trugen die Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen; und sie berechneten ihren Wert und kamen auf 50 000 Silberdrachmen.
So wuchs das Wort des Herrn mit Macht und erwies sich kräftig."
Gut, das würden wir Erweckung nennen. Plötzlich weiß die ganze Stadt von Jesus! Es heißt, dass Furcht auf alle fiel. Wissen Sie, was das griechische Wort für ‚fiel‘ in der deutschen Übersetzung bedeutet? Es bedeutet: Sie fiel. Es passierte einfach. Plötzlich war Gott spürbar da und eine tiefe Furcht Gottes breitete sich in der ganzen Gegend aus. Alle Menschen, die mit Zauberei zu tun hatten, bringen ihre Zauberbücher, ihre Ouijaboards und ihren ganzen Kram, verbrennen alles, und der Name Jesu wird verherrlicht. Das Wort Gottes hat die Oberhand. Das nennen wir Erweckung.
Viele Menschen hätten auf das Ereignis verwiesen: „Es geschah, als die sieben Söhne des Skevas versuchten aus diesem Mann einen Dämon auszutreiben. Das war der Auslöser, der Katalysator der Erweckung." Das hat sie vielleicht ausgelöst, aber wissen Sie was? Sie fing lange vorher an. Ein langer Prozess ging diesem Ereignis voraus. Wenn wir zu Apostelgeschichte 18 zurückgehen, lesen wir über Paulus in Ephesus. Er predigt. Er sät Samen des Evangeliums. Nachdem er geht, kommt ein Mann namens Apollos, auch im Kapitel 18, und predigt das Wort. Er ist vollmächtig in der Lehre und predigt über Jesus in der Stadt Ephesus. Dann, in Kapitel 19, Vers 1, sehen wir, dass Paulus nach Ephesus zurückkehrt. Apostelgeschichte 19:1.
Apostelgeschichte 19:1
„Es geschah aber, während Apollos in Korinth war, dass Paulus, nachdem er die höher gelegenen Gegenden durchzogen hatte, nach Ephesus kam. Und er fand einige Jünger und sprach zu ihnen:
Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig geworden seid? Sie aber sprachen zu ihm:
Wir haben nicht einmal gehört, ob der Heilige Geist überhaupt da ist."
Paulus führt sie in die Erfahrung der Geistestaufe und dann kommen wir zu Apostelgeschichte 19:8.
Apostelgeschichte 19:8-12
„Er ging aber in die Synagoge und sprach freimütig drei Monate lang (wie lange? - drei Monate!), indem er sich mit ihnen unterredete und sie von den Dingen des Reiches Gottes überzeugte. Als aber einige sich verhärteten und ungehorsam blieben und vor der Menge schlecht redeten von dem Weg, trennte er sich von ihnen und sonderte die Jünger ab und redete täglich in der Schule des Tyrannus.
Dies aber geschah zwei Jahre lang, so dass alle, die in Asien wohnten, sowohl Juden als auch Griechen, das Wort des Herrn hörten. Und ungewöhnliche Wunderwerke tat Gott durch die Hände des Paulus, so dass man sogar Schweißtücher oder Schurze von seinem Leib weg auf die Kranken legte und die Krankheiten von ihnen wichen und die bösen Geister ausfuhren."
Dann brach die Erweckung aus. Das Ereignis mit den sieben Söhnen des Scevas findet statt. Aber vorher war Paulus dort und predigte, Apollos war dort und predigte. Samen des Evangeliums wurden gesät. Und dann, zwei Jahre und drei Monate lang, predigt er ihnen fast täglich das Wort.
Sicher geschah dies unter Tränen, denn Paulus schreibt an eine andere Gemeinde, wie er unter Tränen predigte und ihnen den ganzen Willen Gottes eröffnete. Es wurde viel gebetet und geweint in dieser Zeit und Gott wurde intensiv gesucht. Jeden Tag säte er Samen des Evangeliums, säte er Samen des Evangeliums. Menschen werden vom Heiligen Geist erfüllt, Heilungen geschehen, Wunder geschehen. Plötzlich geschieht das Ereignis. Alle wollen auf das Ereignis verweisen. Aber, Freund, ich sage Ihnen, ein langer Prozess führte zu diesem Ereignis.
Wenn Sie den Prozess ausblenden, geschieht gar nichts. Wenn wir nur das Ereignis registrieren und betonen und den Prozess vergessen, verstehen wir nicht, wie Gott tatsächlich wirkte, denn die wirkliche Kraft steckt mehr in dem Prozess als in dem Ereignis.
Es lohnt sich, einen weiteren Bereich zu betrachten... Prozess oder Ereignis... und zwar körperliche Heilung. Gott sei Dank für Spontanheilungen. Die Bibel ist voller Beispiele, wo Menschen spontan geheilt wurden und wir selbst haben das auch schon oft erlebt. Aber ich lese selbst unter dem Dienst von Jesus, dass zehn Aussätzige auf dem Weg geheilt wurden. Der Sohn des Hauptmannes..., nachdem Jesus das Wort sprach, heißt es nach King James, begann sein Sohn zu genesen. Selbst in Markus 16, wo Jesus die letzten Anweisungen an Seine Jünger gibt, in aller Welt das Evangelium zu verkünden. „Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben. In meinem Namen werden sie Kranken Hände auflegen und sie werden genesen."
Allein das Wort ‚genesen‘ deutet auf einen Prozess hin. Ich denke, manche Menschen kommen nach vorne, lassen für sich beten oder rufen die Ältesten zu sich... sie lesen in
Jakobus 5:14
„Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde. Sie mögen für ihn beten und das Gebet des Glaubens, nachdem sie im Namen des Herrn mit Öl gesalbt wurden, wird den Kranken heilen und der Herr wird ihn aufrichten."
Also werden sie mit Öl gesalbt, empfangen Gebet und sagen dann: „Nun, es ist nichts passiert.
Etwas stimmt nicht. Gott hat mein Gebet wohl nicht gehört."
Einen Moment mal! Wie steht es mit dem Prozess? Manchmal ist es ein Prozess. Ich denke, es bringt meistens mehr, wenn es ein Prozess ist. Wissen Sie, was der Prozess bewirkt, wenn wir schließlich an den Punkt kommen, dass wir total wiederhergestellt sind?
Meistens kommen unterwegs viele verborgene Dinge ans Licht und unnötiger Ballast wird abgeworfen. Vergebung wurde dort ausgesprochen, wo es nötig war. Beziehungen wurden unterwegs geheilt.
Es gab Zeiten, wo unser Herz durchforscht wurde und wo wir uns Gott nahten. Und als die Heilung geschah, erwies sich der Prozess, der geschah und die innere Veränderung, die Er in uns bewirkte, als viel wertvoller als die Heilung selbst. Natürlich ist Gott unser Körper wichtig. Der Herr für den Leib und der Leib für den Herrn. Aber ich sage Ihnen etwas. Genauso wichtig, wenn nicht noch wichtiger, ist Gott unsere geistliche Reife und unser geistliches Wachstum. Es zählt also nicht nur das Ereignis!
Ich denke, ein anderer Bereich, den Menschen wirklich bedenken müssen, ist Wohlstand. Auch hier geht es um Prozess oder Ereignis. Schauen Sie sich mit mir 1.Mose 26 an, bitte. 1.Mose, Kapitel 26. Wir könnten uns diese Wahrheit in vielen Bibelstellen anschauen, aber diese Verse, die wir lesen werden, heben den Prozess so wunderbar hervor. 1.Mose 26:12.
1.Mose 26:12-13
„Und Isaak säte in diesem Land und gewann in jenem Jahr das Hundertfache; so segnete ihn der Herr. Und der Mann wurde reich und wurde immer reicher, bis er sehr reich war."
Danach heißt es, dass die Philister neidisch auf ihn waren. Beachten Sie die Aussage: Er fing an, er machte weiter und er wurde... Er fing an reich zu werden, wurde immer reicher, bis er sehr reich war - eindeutig ein Prozess! Beachten Sie, dass harte Arbeit dazugehört. Er säte in dem Land und er erntete. Das bedeutete viel Schweiß, viel Organisation und jede Menge Arbeit. Dieser Segen... der Herr segnete ihn, aber seine Arbeit war dennoch nötig. Der Herr segnete ihn, indem Er die Arbeit segnete.
Viele Christen haben folgende Mentalität. Sie warten auf ein großes Ereignis von Gott, das ihnen aus der Patsche hilft und ihre Schulden beseitigt. Freund, Schulden sind meist die Folge eines Prozesses.
So viele warten, wie gesagt, auf das große befreiende Ereignis, aber ich sage Ihnen: meistens führt ein Prozess hinein und einer heraus. Wenn ein Prozess zu Schulden führte, wird auch ein Prozess herausführen.
Diese Botschaft ist so aktuell und praktisch. Die Gemeinde braucht sie, weil so viele Menschen von einem Ereignis zum nächsten leben und auf den nächsten Durchbruch warten.
Über die Jahre habe ich so viele Menschen gesehen, die von einer Konferenz zur nächsten rennen oder zu dem nächsten Menschen, der etwas Neues zu bieten hat, statt tagtäglich mit Jesus Christus zu leben. In den Bereichen, die wir angesprochen haben... und am Ende haben wir über den Wohlstand gesprochen, den Gott gibt... ist es ein Prozess.
Generell kommen Probleme durch einen Prozess zustande. Meist kommen wir durch einen Prozess aus Problemen heraus. Ich denke wirklich, dass das eine der wichtigsten Botschaften ist, die Sie als Christ hören und umsetzen können. Wenn Sie gerade schwere Zeiten durchmachen, haben Sie keine Angst. Sie sind vielleicht nicht im Nu befreit worden, aber das bedeutet nicht, dass Gott mit Ihnen fertig ist oder dass er in Ihrer Situation nicht wirkt. Er sieht genau, was passiert und Sie müssen einfach geduldig sein und Gottes Wort in Ihrem Leben umsetzen. Füllen Sie Ihr Herz und Ihren Mund damit und lassen Sie es durch Ihre Taten Tag für Tag für Tag sichtbar werden. Sie werden eine Veränderung sehen. Sie haben uns noch nie geschrieben? Tun Sie es doch einfach - answersbc.org.
Schicken Sie mir eine Email. Ich würde gerne erfahren, ob die Sendung ein Segen für Sie war.
Bis zur nächsten Woche, wenn wir diese Botschaft beenden werden... bis dann!
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