Prozess oder Ereignis (2) 26.07.2009
Willkommen zur heutigen Sendung. Wir kommen zum zweiten Teil der Botschaft ‚Prozess oder Ereignis‘.
Das Leben vieler Christen dreht sich um Ereignisse. Sie haben vielleicht Schwierigkeiten in einer Beziehung oder im finanziellen Bereich und sagen: „Oh Gott! Oh Gott! Ich brauche ein Wunder."
Gott greift vielleicht in Seiner Gnade ein und tut etwas, aber normalerweise handelt Gott in Prozessen.
Er sagte Israel, dass sie ihr Erbe Stück für Stück einnehmen sollten und dass sie zahlreicher werden müssten, damit die wilden Tiere nicht in der Überzahl sind.
Daraus können wir wirklich etwas lernen. Meist bekommen wir Dinge von Gott nach und nach. Wir sprachen über Wohlstand und darüber, an einen Punkt zu kommen, wo Sie in der Lage sind, jedem etwas zu geben, dem Sie etwas geben wollen und wo Sie alle Verbindlichkeiten begleichen können. Es ist ein Prozess. Nehmen Sie Ihre Bibel. Wir wollen uns gemeinsam Gottes Wort zuwenden und ‚Prozess oder Ereignis‘ ansehen.
Ich denke, ein anderer Bereich, den Menschen wirklich bedenken müssen, ist Wohlstand. Auch hier geht es um Prozess oder Ereignis. Schauen Sie sich mit mir 1.Mose 26 an, bitte. 1.Mose, Kapitel 26.
Wir könnten uns diese Wahrheit in vielen Bibelstellen anschauen, aber diese Verse, die wir lesen werden, heben den Prozess so wunderbar hervor. 1.Mose 26:12
1.Mose 26:12-13
„Und Isaak säte in diesem Land und gewann in jenem Jahr das Hundertfache; so segnete ihn der Herr. Und der Mann wurde reich und wurde immer reicher, bis er sehr reich war."
Danach heißt es, dass die Philister neidisch auf ihn waren. Beachten Sie die Aussage: Er fing an, er machte weiter und er wurde... Er fing an reich zu werden, wurde immer reicher, bis er sehr reich war - eindeutig ein Prozess! Beachten Sie, dass harte Arbeit dazugehört. Er säte in dem Land und er erntete. Das bedeutete viel Schweiß, viel Organisation und jede Menge Arbeit. Dieser Segen... der Herr segnete ihn, aber seine Arbeit war dennoch nötig. Der Herr segnete ihn, indem Er die Arbeit segnete.
Viele Christen haben folgende Mentalität. Sie warten auf ein großes Ereignis von Gott, das ihnen aus der Patsche hilft und ihre Schulden beseitigt. Freund, Schulden sind meist die Folge eines Prozesses.
So viele warten, wie gesagt, auf das große befreiende Ereignis, aber ich sage Ihnen: meistens führt ein Prozess hinein und einer heraus. Wenn ein Prozess zu Schulden führte, wird auch ein Prozess herausführen.
Die meisten kennen Statistiken über Lotteriegewinner. Es dauert nicht lange und die meisten sind pleite oder zumindest viele. Sie erlebten ein Ereignis, lernten aber nie den Prozess des Sparens, des Investierens und des Haushaltens. Ein paar Jahre später haben sie alles verloren. Ich las sogar vor ein paar Tagen über den Mann, der den größten Lottogewinn aller Zeiten bei einer einzigen Ziehung gewann. Es waren dreihundertfünfzig Millionen Dollar. Ich zitiere aus dem Artikel, den ich las. Sein Lottogewinn zog eine Pechsträhne mit Festnahmen, Gerichtsverfahren und anderer Trübsal nach sich.
In der Regel kommt Wohlstand durch einen langen Prozess, bei dem schwer gearbeitet, gespart und investiert wird, zustande.
Manche schauen das an und sagen: „Warum hat mich Gott nicht so gesegnet?" Nun, sie sind vielleicht seit 35 Jahren dabei und kein einziges Ereignis hat sie ruiniert noch hat ein einzelnes Ereignis den Erfolg ausgemacht. Es ist das Resultat eines Prozesses.
Bei uns in der Gemeinde war ein Mann, den ich total lieb hatte. Er ist jetzt im Himmel, aber lange Zeit war er mit seiner Frau bei uns. Ich liebte ihn, weil er immer so positiv war. Seine ermutigende Art war absolut ansteckend und es war großartig, mit ihm zusammen zu sein. Aber als sie Mitte sechzig waren, verloren sie aufgrund einer schlechten Kapitalanlage alles... alles! Alle Ersparnisse, ihre Rente, ihr Haus, alles! Aber wissen Sie, er wusste, dass es um einen Prozess geht und hielt nicht nach einem großen Ereignis Ausschau, das ihn herausholen würde. Er ließ nicht zu, dass dieses eine negative Ereignis ihn prägt oder begrenzt. Er ließ sich wieder auf einen Prozess ein, vertraute Gott und Gott wirkte ein paar Ereignisse in seinem Leben. Wissen Sie, keine zehn Jahre später war er wieder gesegnet und sie besaßen ein neues Haus. Als er in den Himmel ging, hatte seine Frau keinen Mangel und sie war rundum versorgt, bis auch sie schließlich heimging zu Jesus... aber es war ein Prozess.
Janet und ich leben zusammengenommen seit über 109 Jahren. Das ist eine lange Zeit. Mehr als 75 dieser Jahre wurden im Herrn verbracht. Die meiste Zeit verbrachten wir mit Planung, Arbeit, Sparen, Investieren, Zehnten geben, Säen, Ernten und damit, Gott für Gunst und Führung zu vertrauen.
Ich kann Ihnen rückblickend sagen, dass der Wohlstand, den wir genießen, das Resultat eines Prozesses ist. Schließlich arbeiten wir 109 Jahre daran. Dabei sollte doch etwas herauskommen.
Dann müssen Sie noch meinen Vater und meine Mutter mit einbeziehen. Sie halfen uns, unser erstes Haus zu kaufen. Mein Papa hat Geld für seine Enkelkinder zurückgelegt... für unsere Kinder und die meiner Schwester... für die Universität. Man muss also auch den Prozess ihrer gemeinsamen Jahre des Sparens, des Investierens, des Planens und ihrer Großzügigkeit mit einbeziehen. Wissen Sie, der Vater meiner Frau hat mir ein Erbe hinterlassen. Es war nicht sehr viel, aber es half uns. Also müssen die Jahre aller Großeltern mit einbezogen werden. Der Prozess erstreckt sich auf etwa 400 Jahre.
Es gab hier und da ein paar Ereignisse, aber der Segen, den wir genießen, ist tatsächlich das Resultat eines Prozesses.
Jemand sagt: „Mir haben meine Eltern nicht geholfen." Gut, beginnen Sie diesen Prozess für sich und Ihre Kinder. Geben Sie der nächsten Generation nicht diese ereignisorientierte Sicht weiter: „Wir warten und warten. Gott wird handeln. Ich verlasse mich auf eine Prophetie. Ich bin sicher, Gott wird etwas Großes tun." Das tut Er vielleicht, aber, Freund, ohne in diesem Prozess zu sein, behalten Sie den Segen nicht, wenn er kommt. Geben Sie Ihren Kindern ein prozessorientiertes Christentum weiter, nicht ein Leben, das auf Ereignissen basiert. Wenn Ereignisse geschehen, sollen sie wie ein Katalysator, wie ein Kickstarter wirken, aber sie sind nicht die Hauptsache.
Ich las erst gestern einen Artikel über den Erfinder des beutellosen Staubsaugers, James Dyson.
Sein Jahreseinkommen betrug im vergangenen Jahr fast eine Milliarde Dollar. Er ist ein sehr reicher Mann. Aber wissen Sie, er hatte nicht eines Tages eine Idee und erstickte ein halbes Jahr später im Geld. Nach dem Artikel, den ich las, kostete es ihn 5127 Prototypen, 14 Jahre Schulden und mehrere Gerichtsverfahren, um seinen Staubsauger zu entwickeln. Dann musste er vermarktet werden. Die meisten Versuche, sein Produkt zu verkaufen oder mit anderen Firmen zusammenzuarbeiten, scheiterten. Viel Frust! Schließlich verkaufte er seine Erfindung selbst und jetzt ist er der Marktführer in den U.S.A. und in Europa. Es war aber ein Prozess.
Ich denke, die Atmosphäre ist voller schöpferischer Ideen. Die meisten Dinge wurden noch nicht erfunden. Gott gibt Seinem Volk originelle Erfindungen, sagt die Bibel... die King James Übersetzung.
Aber wissen Sie, selbst wenn Sie eine dieser kreativen Ideen von Gott bekommen sollten, werden Sie nicht am nächsten Morgen aufwachen und in Finanzen schwimmen. Dazu gehört ein Prozess. Wir müssen lernen, uns in diesem Prozess zu engagieren und Ereignisse zu genießen.
Ich schätze Ereignisse, Dinge, die Gott unter uns wirkt und glaube, Gott wird sie so häufig geschehen lassen, wie wir das brauchen. Aber wir müssen uns in einem beständigen Prozess engagieren, wenn die Ereignisse uns langfristig helfen sollen.
Ich wusste vorher, dass die heutige Botschaft keinen großen Jubel auslösen würde, aber ich gebe mein Bestes, um Ihnen zu helfen. Schauen wir uns 5.Mose, Kapitel 7 an. Die Israeliten werden gleich ins Verheißene Land ziehen. Gott ermutigt sie durch Mose und sagt ihnen, dass sie fähig sein werden, ihre Feinde zu besiegen.
5.Mose 7:17-19
„Wenn du in deinem Herzen sagst: Diese Nationen sind größer als ich; wie könnte ich sie vertreiben? -fürchte dich nicht vor ihnen! Denk doch daran, was der Herr, dein Gott, dem Pharao und allen Ägyptern angetan hat, an die großen Prüfungen, die deine Augen gesehen, und an die Zeichen und die Wunder und die starke Hand und den ausgestreckten Arm, womit der Herr, dein Gott, dich herausgeführt hat! Ebenso wird der Herr, dein Gott, an all den Völkern tun, vor denen du dich fürchtest."
Sicher haben die Zuhörer an diesem Punkt gesagt: „Predige weiter, Mose, ich stehe hinter dir!"
Sie denken an den Hagel, der in Ägypten fiel, und an die Plagen mit den Fröschen und den Fliegen und daran, wie Gott das Rote Meer teilte und wie sie trockenen Fußes hindurchgingen und an den ausgestreckten Arm Gottes. Sie denken: „Ja! Ereignisse!" Und Gott sagt: „Ich werde an euren Feinden genauso handeln." Sie jubeln und rufen Amen.
5.Mose 7.20
„Und auch die Hornissen wird der Herr, dein Gott, gegen sie senden, bis alle, die übrig geblieben sind und die sich vor dir versteckt haben, umgekommen sind."
Sie rufen: „Ja!" Vers 21.
5.Mose 7:21
„Erschrick nicht vor ihnen! Denn der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein großer und furchtbarer Gott."
Vers 22.
5.Mose 7:22-23
„Und der Herr, dein Gott, wird diese Nationen nach und nach vor dir hinaustreiben."
Und sie sagen: „Wie bitte?"
„Und der Herr, dein Gott, wird diese Nationen nach und nach vor dir hinaustreiben. Du wirst sie nicht schnell vernichten können, damit sich das Wild des Feldes nicht gegen dich vermehrt. Und der Herr, dein Gott, wird sie vor dir dahingeben und sie in große Bestürzung versetzen, bis sie vernichtet sind."
Gott wird Ihnen den Sieg geben, aber dieser Sieg wird ein Prozess sein... nach und nach. „Kannst Du sie nicht einfach wegpusten wie in Sodom und Gomorrha?" Nein, nach und nach. Ihr habt den Sieg, es wird ein Prozess sein. Gott wird es tun. Es wird nach und nach passieren.
Schauen wir uns 2.Mose 23 an... im Grunde die gleiche Geschichte, die gleiche Ermahnung, aber etwas Wichtiges wird zusätzlich gesagt.
2.Mose 23:28-30
„Auch werde ich Angst vor dir hersenden, damit sie die Hewiter, Kanaaniter und Hetiter vor dir vertreibt. Nicht in einem Jahr werde ich sie vor dir vertreiben, damit das Land nicht eine Öde wird und die wilden Tiere zu deinem Schaden überhandnehmen. Nach und nach werde ich sie vor dir vertreiben, bis du so fruchtbar geworden bist, dass du das Land in Besitz nehmen kannst."
Er wird es nicht einmal in einem Jahr tun! Nach und nach, bis du soweit bist. Und Fruchtbarkeit ist das Ergebnis eines Prozesses. Wenn wir uns nicht für den Prozess des Wachstums und des täglichen Wandels mit Gott entschieden haben, der uns geistlich voranbringt, werden wir niemals den Sieg halten können, der durch ein Ereignis kommt. Sie können Land, das Gott durch ein Ereignis gibt, nicht behaupten, ohne sich zuerst dem Prozess hingegeben zu haben.
Die wilden Tiere werden zu zahlreich. Interessant, dass Gott das an beiden Stellen sagt. „Ich werde es nicht sofort tun. Es wird nach und nach geschehen. Sonst werden die wilden Tiere in der Überzahl sein. Sie werden zu zahlreich sein."
Gut, die wilden Tiere: Es gab Löwen, es gab Bären, es gab Wölfe, Schlangen und Skorpione. Diese sind fast ausschließlich Symbole für den Teufel und böse Geister, die durch Menschen wirken.
Der Apostel Paulus und der Herr Jesus sprachen von reißenden Wölfen. Sie werden kommen und die Herde nicht schonen. Petrus sprach über unseren Widersacher, den Teufel, der umhergeht wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Jesus nannte Schlangen und Skorpione als Abbilder des Teufels. Dahinter steht: Wenn Sie etwas durch ein Ereignis bekommen und Gott Ihnen das ganze Land gibt, Sie sich aber nicht verbindlich dem Prozess verpflichten, wird Ihnen ein Löwe das stehlen, was Gott Ihnen gab... wird versuchen, Ihre Segnungen von Gott zu verschlingen.
Die wilden Tiere werden sich vermehren und sie werden nicht fähig sein, das zu behalten, was Gott Ihnen gibt. Aber so viele Menschen suchen das Ereignis. Selbst wenn jemand den Prozess predigt, sagen Sie: „Das nehme ich nicht an." Aber sie erleben einen Durchbruch und können ihn nicht halten. Der Feind raubt ihn. Der Löwe dringt ein und sie sind wieder depressiv. Sie werden total befreit, aber zwei Wochen später haben sie wieder mit derselben Depression zu kämpfen. Schon sind sie zu dem nächsten unterwegs, der mit einem Ereignis hausieren geht. Kein Prozess... ein ewiges geistliches Baby... niemals in der Lage, einen Sieg aufrechtzuerhalten. Freund, Wachstum und Fruchtbarkeit sind unverzichtbar. Dahin führt nur ein Prozess!
Jemand sagt: „Ich weiß nicht, ob das stimmt." Jesus lehrte darüber. Schauen Sie bei Lukas und Matthäus nach. Er sprach darüber. Er trieb einen Dämon aus. Die damaligen religiösen Leiter beschuldigten Ihn, Er täte es durch die Macht des Teufels und Jesus sagte: „Wenn ein böser Geist einen Menschen verlässt, zieht er durch einsame Gegenden, sucht Ruhe, findet sie nicht, und sagt dann: ‚Ich kehre in mein Haus zurück.‘ Er kehrt zurück und sieht, dass das Haus gesäubert wurde."
Aber es ist nichts darin. Es wurde nicht mit geistlicher Kraft, Erkenntnis oder anderen Segnungen Gottes erfüllt. Es wurde nur gesäubert. Die Person erlebte ein Ereignis, aber es folgt kein Prozess.
Der böse Geist holt sich sieben Geister, die böser sind als er selbst, kehrt zurück und wohnt in diesem Mann. Der Mann ist schlimmer dran als vorher. Er wurde durch ein Ereignis total befreit, verlor aber alles, weil er den Prozess ignorierte. Das Haus wurde durch ein Ereignis gereinigt, aber nie durch einen Prozess gefüllt. Und daher war er schlimmer dran als vorher. Er verlor alles, was Gott ihm gab und es ging ihm schlechter als vorher. Daraus können wir so viel lernen!
Ich kannte Menschen, die Gott wunderbar befreit hat. Manche waren todkrank und wurden durch Gebete anderer geheilt. Sie fielen hinterher ab und lebten ein elendes Leben, fern von Gott. Das Ereignis allein trug sie nicht. Und, Freund, das tut es nie! Gott sei Dank für das Ereignis. Ich liebe Ereignisse. Gott wirkt Ereignisse, aber sie müssen in einen Lebensstil des Prozesses eingebettet sein, um auf lange Sicht ein Segen zu sein. Es geht nicht anders!
Errettung ist ein Ereignis. Es ist das Ereignis schlechthin im Leben eines Menschen. Aber ich denke, wir vergessen manchmal, dass meist ein Prozess zu diesem Ereignis führte. Und danach muss ohnehin ein Lebensstil der Veränderung und des Gehorsams folgen, der auch ein Prozess ist.
Sie haben mich sicher schon oft von der kleinen Missionsstation in Medford, Oregon, erzählen hören, wo ich Jesus Christus fand. Was für ein Ereignis! Es öffnete meine Augen für Jesus. Ich wurde errettet und von Drogen befreit. Ich ging als Drogensüchtiger hinein und kam total befreit heraus. Phänomenal! Ich wurde von diesen Dingen befreit und hatte plötzlich eine Beziehung zu Gott. Ich suchte mein ganzes Leben danach. Aber wissen Sie, ein langer schmerzhafter Prozess führte zu diesem Ereignis. Jahrelang suchte ich Gott... jahrelang... an den falschen Orten. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie viele versiegte Quellen ich auf meiner Suche nach Gott aufgrub und was ich alles durchmachte. Schließlich erzählte mir ein Christ von Jesus. Ich hörte das Evangelium erst, als ich über zwanzig war. Dann beteten er und seine Familie für mich... ein Prozess. Ich wurde nicht sofort errettet. Ich verbrachte viel Zeit mit ihnen. Als ich das erste Mal davon hörte, nahm ich noch Drogen, alles mögliche. Ich zog nach Mexiko City. Ich hatte alles, was ich meinte, zu meinem Glück zu brauchen. Wir hatten Mädchen, alle möglichen Drogen, ausreichend Geld - und mir ging es miserabel.
Immer wieder dachte ich an die Worte, die sie mir über Jesus erzählt hatten. Sie hatten ernsthaft für mich gebetet... auch ein Prozess. Schließlich ging es mir so schlecht, dass ich in meinen LKW stieg und fast 5000 Kilometer zu ihnen fuhr. Ich landete in der kleinen Missionsstation, wo das Ereignis stattfand. Ich nahm Jesus an, wurde von Drogen befreit und erlebte einen herrlichen Frieden, wo vorher das blanke Chaos herrschte. Mein Leben wurde verändert! Aber wissen Sie, das war nicht die Ziellinie, sondern der Anfang eines Weges.
Ich sage Ihnen, unterwegs hat Gott ein paar Ereignisse gewirkt, aber überwiegend setzte ich einfach einen Fuß vor den anderen, gab täglich mein Bestes und versuchte Ihm zu gehorchen, Ihn zu lieben und Ihn besser kennenzulernen. Auf dem Weg wurde etwas geweint und sehr viel gelacht, es gab ein paar großartige Höhepunkte, Siege und ein paar Rückschläge, aber Er war treu. Ich sage Ihnen, warum ich nie wieder Drogen nahm: Ich engagierte mich in einem Prozess. Ich fing sofort an, meine Bibel zu lesen. Ich hatte nicht einmal eine Glühbirne in meiner Wohnung. Ich musste bei Kerzenlicht lesen. Ich blieb jeden Abend auf und las.
Ich weiß nicht, wie viele Kerzen ich brauchte, um die Bibel durchzulesen, aber ich engagierte mich in einem Prozess. Ich suchte Kontakt zu anderen Christen, was ein weiterer sehr, sehr wichtiger Schritt ist, wenn wir wachsen und den Prozess erleben wollen.
Paulus schrieb den Ephesern und sagte ihnen im vierten Kapitel Folgendes: „Ihr müsst in Christus reif werden und das geschieht nur, wenn ihr mit dem Leib verbunden seid und euch auf verschiedene Art und Weise dienen lasst, weil der Leib sich selbst auferbaut und Wachstum bewirkt."
Ich tat diese Dinge. Gott sei Dank für das Ereignis! Ich blicke auf diesen Tag zurück und mein Leben hat sich verändert. Ich änderte meine Ausrichtung in einem Moment. Eben noch unterwegs zur Hölle und plötzlich zum Himmel. Ich stand unter dem Einfluss des Teufels und jetzt bin ich im Reich des Sohnes Seiner Liebe. Alles veränderte sich und es geschah teilweise durch einen Prozess, eigentlich größtenteils dadurch.
Sie sind heute vielleicht nicht zufällig hier, sondern ich würde sagen durch göttliche Fügung. Am Sonntag kann man viele andere Dinge tun statt zur Kirche zu gehen. Ich denke, Sie würden nicht hier sein, wenn Sie keinen geistlichen Hunger hätten. Manche sind heute hier, die ein langer Prozess an diesen Punkt brachte. Sie haben gesucht, Sie haben viele Fehler gemacht, viele Fehlentscheidungen getroffen. Sie sind vielen falschen Pfaden gefolgt... vielleicht haben Sie wie ich viele versiegte Quellen aufgegraben, Gott gesucht und nie Wasser gefunden. Nun, Heureka! , Sie können Ihn heute finden.
Sein Name ist Jesus.
Neigen Sie bitte kurz Ihr Haupt und schließen Sie die Augen. Wir werden beten. Wir werden beten.
Die Bibel sagt, wenn Sie im Herzen glauben, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat und wenn Sie Ihn mit Ihrem Mund als Herrn bekennen, geschieht etwas in Ihrem Leben. Sie werden errettet. Sie verändern sich buchstäblich im Innern. Gottes Wesen kommt in Sie hinein und Ihr wirkliches Ich, das Geistwesen, das in dem Haus lebt, das Sie Körper nennen, wird sofort verwandelt.
Es ist so radikal, dass Jesus es Wiedergeburt nennt.
Der Apostel Paulus hatte verschiedene Bezeichnungen dafür, unter anderem ‚eine neue Schöpfung in Christus werden‘. Er sprach auch von Erneuerung. Das geschieht mit Ihrem Geist, er verändert sich buchstäblich. Gott wird Ihr Vater, nicht nur ein Gott, der weit weg und nicht erfahrbar ist, sondern so nah wie Ihr nächster Atemzug. Er wird Ihr Vater und Er weist Sie nicht ab. Er wird Sie nicht abweisen.
Jesus sagte: „Wer zu mir kommt, den werden ich nicht abweisen." Egal, was Sie getan haben, wie schlecht Sie waren und wie sehr Sie sündigten. Er liebt Sie und Jesus starb für Ihre Sünden.
Während Er zwischen Himmel und Erde am Kreuz hing, dachte Er an Sie und nahm buchstäblich Ihren Platz ein. Aus Gottes Sicht hingen Sie dort. Jesus wurde Ihr Stellvertreter und nahm die Strafe für Ihre Sünde auf sich und die Strafe für meine Sünde. Nachdem Gottes ewiger Rechtsanspruch erfüllt war, nach drei Tagen und Nächten, ließ Gott Seinen Sohn von den Toten auferstehen.
Und, Er lebt, Freund. Die Bibel sagt, wenn Sie das glauben, Ihm Ihr Leben hingeben und Ihn als Herrn bekennen (das bedeutet Chef), werden Sie errettet werden. Gott bringt Sie in Beziehung mit sich selbst. Und dann muss der Prozess beginnen... oder sollte ich sagen, weitergehen. Aber jetzt setzen Sie den Prozess aus einer ganz neuen Perspektive fort. Jetzt beginnt geistliches Wachstum und Vertrautheit mit Gott. Es geht darum, Seine Wege kennenzulernen und gehorsam zu sein und zu lernen, Seine Segnungen zu genießen und seine Verheißungen zu glauben. Und Er ist so treu!
Niemand schaut herum... jedes Haupt ist geneigt, jedes Auge geschlossen. Wenn jemand hier im Saal sagt: „Weißt du, ich brauche wirklich eine Beziehung zu Gott und ich möchte dieses Ereignis erleben," möchte ich Sie einladen, mit mir zu beten. Wenn Sie abgefallen sind und sagen: „Weißt du, ich hatte eine Begegnung mit Christus, bin aber weit weg von Gott. Mein Leben passt nicht mehr mit meinem Bekenntnis zusammen. Ich bin abgedriftet." Ich habe gute Nachrichten. Gott ist nicht böse auf Sie, mein Freund. Er liebt Sie. Er ist nicht zornig. Er liebt Sie. Aber wie in der Geschichte vom verlorenen Sohn müssen Sie zur Besinnung kommen und zum Haus des Vaters zurückkehren. Sie sollten nicht da draußen in gefährlichem Territorium wohnen. Sie müssen von ganzem Herzen zu Ihm zurückkommen. Lassen Sie uns beten. Legen Sie Ihre Hand auf Ihr Herz. Gott ist jetzt Ehrlichkeit wichtig. Sprechen Sie mir nach. Sagen Sie:
Oh, Gott, ich weiß, ich könnte mich niemals selbst retten. Auch die größten eigenen Leistungen, gute Werke oder persönliche Opfer können mich nicht vor Dir gerecht machen. Es geschieht allein aus Glauben. Ich vertraue auf Deinen Sohn Jesus, der an meiner Stelle am Kreuz starb, der die Strafe für all meine Sünden trug und der am dritten Tag von den Toten auferweckt wurde. Jesus, komm in mein Leben. Sei mein Herr und Retter. Ich gebe mein Herz Dir hin. Von diesem Moment an gehört mein Leben nicht mehr mir selbst. Alles, was ich bin und habe, gebe ich Dir, Jesus. Hilf mir jetzt dazuzulernen. Ich entscheide mich, mich in dem Prozess der Erneuerung meines Denkens und des geistlichen Wachstums und des Lernens Deiner Wege zu engagieren. Lehre mich, Herr. Hilf mir zu wachsen. Hilf mir voranzugehen. Ich bete in Deinem Namen, amen.
Freund, ich hoffe, Sie haben eben das Gebet im Gottesdienst mitgebetet. Wenn Sie es taten und es im Herzen ernst meinten, hat Gott Ihr Gebet erhört. Es ist kein Zufall, dass Sie gerade diese Sendung sehen oder mir zuhören. Ihr Leben sollte nicht ohne Sinn und Zweck sein. Gott hat ein bestimmtes Ziel. Sie wurden aus einem bestimmten Grund geboren. Vielleicht kennen Sie weder Ihre Mutter noch Ihren Vater, aber Gott kennt Sie und Gott liebt Sie. Freund, rufen Sie mich an, schicken Sie mir eine Email, lassen Sie mich wissen, dass Jesus Christus in Ihr Leben gekommen ist. Bis zur nächsten Woche. Gott segne Sie.
drucken