Leiterschaft im Alltag
- Teil 1 29.11.2009
Ich hoffe, Sie sind bereit, etwas zu hören, was Ihrer Seele gut tun wird. Wir beschäftigen uns gerade in der Bibel mit dem Thema, wie Gott uns Verständnis und Erleuchtung gibt und ich bete, dass Er Ihnen heute die Augen Ihres Verständnisses öffnet, wenn wir gleich gemeinsam das Wort Gottes hören werden. Wenn Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie. Wir wollen herausfinden, was dort steht.
Als der Apostel Paulus im 2.Timotheus an Timotheus schrieb, gab er ihm drei Illustrationen. Eine beinhaltete einen Soldaten, eine einen Sportler und die letzte einen Farmer. Dann sagte er: "Bedenke, was ich sage, und der Herr wird dir Verständnis geben in allen Dingen." Die Verbindung zwischen dem Hören und dem Verstehen ist das Bedenken. Bedenke, was ich sage. Brüte darüber. Bewege es in deinem Herzen. Wörtlich bedeutet es, den Verstand trainieren, um Dinge zu verstehen. Bedenke, was ich sage, und der Herr wird dir Verständnis geben.
Jesus sprach über den Sämann, der das Wort Gottes aussäte. Bei einigen kam Satan und stahl das Wort, bei anderen brachte das Wort in ihrem Leben viel Frucht hervor. Und ob der Teufel im Leben von Menschen die Oberhand hat oder ob Gott die Oberhand hat, das ist eben von dem Verständnis abhängig. Es heißt, die erste Gruppe hörte das Wort und verstand es nicht. Von der letzten Gruppe heißt es, sie nahmen das Wort an und verstanden es. Wir kommen vom Hören zum Verstehen, indem wir Dinge bedenken.
Selbst als die Jünger im Boot waren, fürchteten sie sich, denn sie hatten nur einen Laib Brot dabei, obwohl Christus gerade die Vermehrungswunder für fünftausend Männer - Frauen und Kinder nicht eingerechnet - und direkt danach für viertausend Männer, nebst Frauen und Kindern, wirkte. Und als Er merkte, was den Jüngern so zusetzte, sagte Er: "Wie kommt es, dass ihr kein Verständnis habt? Erinnert ihr euch nicht an die Fünftausend... und wie viele Brote? Und die Viertausend... und wie viele Brote? Und ihr seid gestresst, weil nur ein Brot für uns 13 da ist? Warum habt ihr kein Verständnis?"
Es lag daran, dass sie nicht über die Wunder nachgedacht hatten. Obwohl sie unmittelbar an den Wundern beteiligt waren, bedachten sie die damit verbundenen Lektionen nicht und hatten deswegen Angst. Ich denke, Gott spricht vielleicht durch Sein Wort oder Seinen Geist zu uns, vielleicht erleben wir ein Wunder und sind kurz darauf voller Angst, Sorge, Panik und Unglaube, weil wir nicht darüber nachdachten. Galater 6:1.
Galater 6:1
"Brüder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt wird, so bringt ihr, die Geistlichen, einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht. Und dabei gib auf dich selbst acht, dass nicht auch du versucht wirst!"
Im Zusammenhang mit der Korrektur eines Bruders oder einer Schwester, die gefallen sind, sollen wir auf uns selbst achten. Das Wort übereilt bedeutet wörtlich: überrascht werden und plötzlich hinfallen. Hier ist keine vorsätzliche Sünde, die schon in Gedanken vollzogen wurde, gemeint, sondern jemand, der in eine Sünde hineingerät und von ihr überwunden wird. Er sagte, bringt ihn zurecht. Das Wort zurechtbringen entstammt der Medizin. Im Griechischen beschreibt es das Einrenken eines ausgerenkten Knochens, wo etwas wieder an den richtigen Platz kommt.
Ich erinnere mich, mein Vater hatte als Kind ein paar Footballunfälle, die ihn bis ins Erwachsenenalter verfolgten. Unter anderem kugelte sich seine Schulter ab und zu aus. Ich weiß noch, eines Tages waren wir bei Freunden und er war im Garten, lief auf seinen Händen und plötzlich kugelte sich seine Schulter aus. Mann, er lag am Boden und erlaubte niemandem, ihn zu berühren. Ungefähr zehn Minuten... er war total durchgeschwitzt... schaffte er es, seine Schulter unter großer Mühe wieder einzurenken.
Und hier heißt es: „Bringt eine Person wieder zurecht, die nicht mehr in der rechten Spur ist." Sie haben nicht die Beziehung zu Gott, die sie haben sollten. Sie sind nicht Teil einer Gemeinde. Sie haben nicht die richtige Beziehung zum Rest des Leibes. Und wir müssen ihnen helfen, wieder an ihren Platz zu kommen, um sie zurechtzubringen.
Interessant ist auch, dass das Wort "zurechtbringen" im Griechischen in der Verlaufsform steht. Das ist ein Hinweis darauf, dass es vielleicht kein kleines "Oh, Jesus, kläre das" - Gebet ist, wo Sie weitergehen und der Person geht es gut, sondern höchstwahrscheinlich ist es ein Prozess, bei dem Sie Geduld, Einfühlungsvermögen und etwas Barmherzigkeit brauchen und mit der Person daran arbeiten müssen, damit sie zurechtgebracht wird. Sie stehen alleine da, sind quasi ausgekugelt, aufgrund von Scham, Verdammnis und Unwissenheit. Und ihr, die Geistlichen, heißt es, "bringt sie zurecht im Geist der Sanftmut." Nicht hart und richtend, sodass sie sich schlechter fühlen als vorher: "Du Idiot, was dachtest du dir dabei?!" Das bringt meist nichts. Vielmehr sollen wir im Prozess der Wiederherstellung, während wir sie aufbauen und ermutigen, auf uns selbst achten, damit wir nicht versucht werden.
Ich denke, zunächst, weil wir alle versucht werden können. Sobald Sie eine stolze Haltung haben..." Oh, dass würde mir nie passieren!"... werden Ihre Füße dort sein, wo eben noch Ihr Kopf war.
Ich erinnere mich an die Geschichte eines Mannes, der aus Kalifornien in den mittleren Westen zog. Da er die dortigen Winter nicht kannte, war ihm nicht klar, dass er etwas langsamer auf der vereisten Straße fahren sollte. Er fährt also, tritt auf die Bremse und sein Auto stoppt nicht. Es rutscht und er landet mit seinem Vorderwagen im Straßengraben. Er denkt: "Was mache ich jetzt?" Ein alter Knabe kommt mit einem LKW vorbei, sieht das Kalifornien-Kennzeichen und denkt: "Wieder so einer!" Er steigt aus, sagt dem kalifornischen Umsiedler ein paar auserlesene Dinge, wie: "Keiner von euch Kaliforniern kann Auto fahren. Idiot! Ich zieh dich raus!" Er hat eine Winde und zieht das Auto heraus. Der LKW fährt weiter und der kalifornische Umsiedler fährt jetzt viel vorsichtiger, weil er weiß, dass die Straßen etwas anders sind als hier im Süden. Er fährt weiter und nach ungefähr 15 Kilometern, siehe da - wer lag jetzt im Graben? Genau, der LKW dieses Mannes.
Die Bibel sagt, wenn Sie jemanden zurechtbringen, seien Sie nicht hart und hochmütig. Tun Sie es im Geist der Sanftmut und achten Sie auf sich selbst, damit Sie nicht auch versucht werden.
Ich denke, hier ist noch eine sehr brauchbare Lektion. Denn während dieses Prozesses der Wiederherstellung werden Sie höchstwahrscheinlich nicht nur hören, was derjenige tat, sondern auch wie und wann es geschah, vielleicht mehr Informationen, als Ihr kleiner Verstand wirklich braucht. Und es ist interessant, wie durch eine Unterhaltung Samen gesät werden können, die Sie dazu bringen, Dinge in Betracht zu ziehen, die Sie eigentlich meiden sollten.
Wenn jemand zum Beispiel in die Sünde des Tratschens und Verleumdens verstrickt ist, was Sünde ist... vielleicht fühlten sie sich von jemandem in der Gemeinde ungerecht behandelt... jemand versäumte, etwas für sie zu tun, was er hätte tun sollen oder jemand behandelte sie so, wie er es nicht hätte tun sollen und sie gehen herum und sprechen mit diesem und jenem: "Unfassbar, dass die Leitung das zulässt. Was ist das für eine Gemeinde?" Und: "In dieser Gemeinde fehlt die Liebe." Und sie merken: Derjenige lebt weder in Gemeinschaft mit Gott noch in Gemeinschaft mit der Gemeinde. Sie wollen denjenigen zurechtbringen. Vielleicht fängt es mit einer kleinen Ermahnung an und derjenige sagt: "Weißt du, Soundso hat mir das und das angetan." Und Sie sagen: "Du musst weiterkommen und du musst vergeben.
Die Gemeinde ist voll von unvollkommenen Menschen. Du kannst nicht dich selbst nach deinen Motiven beurteilen und alle anderen nach deren Verhalten. Das ist ungerecht." "Ja, aber..." "Nein, du musst es einfach loslassen." Sie gehen durch diesen Prozess durch und helfen denjenigen loszulassen und wieder Teil der Gemeinschaft zu werden. Aber dabei haben Sie viele Dinge gehört. Und wenn Sie nicht aufpassen, sagen Sie sich: "Unglaublich, dass derjenige das zugelassen hat." Und wenn Sie nicht aufpassen, kommen Sie in Versuchung, die gleiche Sünde zu begehen und entwickeln eine Haltung und sagen Dinge, die Sie nicht sagen sollten.
Deswegen sagt die Bibel: "Befreunde dich nicht mit einem Zornigen und meide Gemeinschaft mit einem Wütenden, damit du nicht seine Wege lernst und sie eine Falle für deine Seele werden." Ein klassisches Beispiel ist jemand, der unmoralisch gehandelt hat. Wenn Sie denjenigen zurechtbringen, werden Sie wohl mehr Details hören als nötig, besonders, wenn es ein längerer Prozess ist.
Ich erinnere mich, vor vielen, vielen Jahren war ein Mann in der Gemeinde, den ich kannte. Es hatte keine Vorgeschichte. Er war einfach plötzlich in diesem Umfeld. Eins kam zum anderen und schließlich beging er Ehebruch mit der Frau seines Bruders. Beide bekannten es hinterher, aber er war total überwältigt von Scham und Schuld wegen der Auswirkungen auf die Ehe seines Bruders, die Beziehung zwischen seinem Bruder und ihm und auf seine eigene Ehe. Also arbeitete ich mit ihm daran und betete mit ihm und er weinte viel. Ich bat auch seine Frau dazu, um ihm zu helfen. Und ich sage Ihnen, währenddessen sagte er mir weitaus mehr als ich hören musste. Er nannte Details und einmal ertappte ich mich dabei, dass ich über Dinge nachdachte, die er mir sagte und einen kleinen Film abspulte. Und als ich merkte, wohin meine Gedanken abschweiften, schloss ich die Türen meiner Gedankenwelt und verschloss sie! Und ich denke, das ist einer der praktischen Gründe dafür, dass er sagt: "Wenn ihr jemanden zurechtbringt, der von einer Sünde überwältigt wurde, achtet auf euch selbst, damit ihr nicht auch versucht werdet."
Auch aus diesem Grund sagt er: "Ihr, die Geistlichen, sollt das tun." Ihr müsst wissen, wie ihr eure eigenen Gedanken bewahrt und wie ihr diesen Dingen keinen Raum gebt und Dinge aussortiert und verwerft, die ihr nicht in euren Sinn einpflanzen sollt. Und dann sagt er in Galater 6:2:
Galater 6:2
"Einer trage des anderen Lasten, und so werdet ihr das Gesetz des Christus erfüllen."
Jesus trug die Last unserer Sünden. Es geht darum, dass wir helfen sollen, anderen Lasten abzunehmen und ihnen dabei zu helfen, schwere Lasten loszuwerden. Das Wort "Last" bedeutet, eine unerträgliche schwere Last, die niemand alleine tragen kann. In den folgenden Versen steht:
Galater 6:3-5
"Denn wenn jemand meint, etwas zu sein, während er doch nichts ist, so betrügt er sich selbst. Ein jeder aber prüfe sein eigenes Werk, und dann wird er nur im Blick auf sich selbst Ruhm haben und nicht im Blick auf den anderen; denn jeder wird seine eigene Bürde tragen."
Wieder geht es darum, nicht stolz zu werden. Denkt nicht, dass ihr besser als andere seid, weil ihr nicht in dieselbe Sünde gefallen seid wie sie. Vergleicht euch nicht mit ihnen. Betrachtet nur euer eigenes Leben. Und wenn ihr richtig handelt und ein gutes Gewissen vor Gott habt, freut euch darüber. Freut euch nicht, weil ihr weniger gesündigt habt als andere.
Und der Vers 5 ist interessant. Er sagt: "Jeder wird seine eigene Bürde tragen." Das gleiche Wort wird an anderen Stellen im Neuen Testament als Last übersetzt und die alte King James Übersetzung sagt: "Jeder wird seine eigene Last tragen." Und auf den ersten Blick sieht es aus, als hätten wir einen Widerspruch in unserer Bibel gefunden, denn Vers 2 sagt: "Einer trage des anderen Last." In Vers 5 heißt es: "Denn jeder wird seine eigene Last tragen." Gut, wie bringen wir das zusammen?
Nun, es werden zwei verschiedene griechische Worte verwendet. Das erste, wie ich vor kurzem sagte, bezieht sich auf eine schwere, unerträgliche Last. Es ist eine Last von Schuld, Scham und Sünde. Es ist das Joch, das der Feind auf Gottes Volk legen möchte, damit sie entwurzelt, unbrauchbar und im Hinblick auf das Leben des Reiches Gottes unfruchtbar werden. Und wir müssen Menschen helfen, dieses Joch abzulegen. Das zweite Wort ist aber ein anderes griechisches Wort und bezeichnet eine Aufgabe, eine leichte Last. Es ist das Wort, das Jesus gebrauchte, als Er sagte: "Nehmt mein Joch auf euch und lernt von Mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht."
Mit anderen Worten: die Aufgabe, die Ich euch gebe. Es hat mit dem Auftrag zu tun, den Gott uns gibt. Die komplette Aussage ist: wenn wir versuchen, andere zurechtzubringen, die von irgendeiner Übertretung überwältigt wurden, müssen wir es im Geist der Sanftmut tun und auf uns selbst achten, damit wir nicht auch versucht werden. Letztlich ist unser Ziel, Menschen dabei zu helfen, das schwere Joch des Feindes abzulegen und wieder unter das Joch Christi zu kommen und weiter an dem Auftrag zu arbeiten, den Gott ihnen gegeben hat, den ausgekugelten Knochen, den "ausgekugelten" Gläubigen wieder einzurenken, damit derjenige wieder das tun kann, was Jesus will. Und ich denke, viele von uns kennen Menschen, die momentan unter dem falschen Joch arbeiten. Das Joch des Feindes ist auf ihnen und sie wissen nicht, wie sie es loswerden können. Deswegen müssen die Geistlichen helfen, sie zurechtzubringen. Sie leben unter Verdammnis und Schuld, sind unwissend, haben aber einen Auftrag und eine Aufgabe von Gott. Wir müssen gemeinsam diese Last anpacken, sie ihnen abnehmen und sie wieder unter das Joch Christi bringen. Wer hält das für eine gute Idee?
Gut, was werden wir jetzt tun? Kennen Sie so jemanden, wie wir ihn gerade beschrieben haben? Sind Sie geistlich genug, um denjenigen zurechtzubringen? Wir müssen auf Gottes Wort reagieren und wir müssen in einem Geist der Sanftmut herangehen und damit rechnen, dass es vielleicht ein längerer Prozess ist, jemanden zurechtzubringen. Sie dürfen sich nicht immer darüber ärgern, dass Ihr Gebet von zehn Sekunden nicht all das im Leben des anderen bewirkt hat, was Sie selbst erlebt haben.
Wissen Sie, ich habe erzählt, wie ich in einem Moment in der kleinen Missionsstation in Medford, Oregon, von Drogen frei wurde. Als ich mein Leben Christus gab, fiel der jahrelange Drogenmissbrauch von mir ab. Die Ketten waren zerbrochen. Ich nahm nie wieder irgendeine Droge und das ist über 30 Jahre her. Aber ich kenne andere, bei denen es ein Prozess war. Wir brauchen Geduld, Liebe und Barmherzigkeit und müssen auf uns selbst achten, während wir anderen bei dem Prozess helfen, wiederhergestellt zu werden.
Gut, das zweite "achtet darauf" ist ähnlich: achtet auf eure Wege. Schauen wir uns das Buch Haggai an. Das vorletzte Buch des Alten Testaments. Haggai, Kapitel 1... das vorvorletzte Buch des Alten Testaments. Haggai, Kapitel 1. Das Umfeld ist folgendes: die babylonische Gefangenschaft ist lange vorüber, eine große Anzahl Juden kehrte nach Jerusalem zurück und sie begannen den Tempel wiederherzustellen. Doch nach 16 Jahren sind sie noch nicht fertig. Und die Arbeit war nach 16 Jahren noch nicht fertig, weil ihnen persönliche Anliegen wichtiger wurden als Gottes Anliegen. Ihre Prioritäten waren total daneben. Haggai 1:2.
Haggai 1:2-6
"So spricht der Herr der Heerscharen: Dieses Volk sagt: Es ist noch nicht die Zeit, zu kommen, die Zeit, um das Haus des Herrn zu bauen! Da erging das Wort des Herrn durch den Propheten Haggai folgendermaßen: Ist es aber für euch an der Zeit, in euren getäfelten Häusern zu wohnen, während dieses Haus in Trümmern liegt? Und nun, so spricht der Herr der Heerscharen: Achtet doch aufmerksam auf eure Wege! Lassen Sie uns das sagen: Achtet aufmerksam auf eure Wege! Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und habt doch nicht genug; ihr kleidet euch und werdet doch nicht warm und wer einen Lohn verdient, der legt ihn in einen durchlöcherten Beutel!"
Findet sich jemand in Vers 6 wieder? "Ich weiß nicht, wo das Geld bleibt, das ich verdiene? Meine Einkünfte verdunsten fast, bevor ich zur Bank komme." Er spricht über diese Unzufriedenheit: "Das erfüllt mich nicht. Ich habe nicht genug Ressourcen, um meinen Bedarf zu decken. Ich weiß nicht, was los ist. Gott, sagst Du etwas dazu?" Das tut Er. Vers 7. Haggai 1:7.
Haggai 1:7-11
"So spricht der Herr der Heerscharen: achtet doch aufmerksam auf eure Wege! Geht auf das Bergland und holt Holz und baut das Haus! Dann werde ich Wohlgefallen daran haben und verherrlicht werden, spricht der Herr. Ihr habt viel erwartet, doch siehe, es wurde wenig daraus; und brachtet ihr es heim, so blies ich es weg! Warum das? So spricht der Herr der Heerscharen: um meines Hauses willen, das in Trümmern liegt, während jeder von euch eilt, um für sein eigenes Haus zu sorgen! Darum hat der Himmel über euch seinen Tau zurückgehalten, und die Erde hat ihren Ertrag zurückgehalten. Und ich habe die Dürre gerufen über das Land und über die Berge, über Korn, Most und Öl und über alles, was der Erdboden hervorbringt, auch über Menschen und Vieh und über alle Arbeit der Hände."
Ihre Prioritäten waren völlig verkehrt. Sie sagten im Grunde: "Wir kümmern uns um unsere Anliegen, wir kümmern uns um unsere Geschäfte. Und wenn wir dann Zeit oder Mittel übrig haben, schauen wir mal nach Gottes Angelegenheiten. Das, was uns wichtig ist, kommt zuerst, und dann kommen wir vielleicht zu dem, was Gott für wichtig hält." Das ist das genaue Gegenteil der Prioritäten, die Christus uns gab.
Matthäus 6:33
"Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, und all diese Dinge werden euch gegeben werden."
Ich glaube, Haggai ist wirklich lehrreich für uns. Ihre Prioritäten und ihre Haltung zum Haus Gottes haben direkten Bezug zu ihren Problemen. Ich werde das wiederholen: Ihre Prioritäten und ihre Haltung zum Haus Gottes haben direkten Bezug zu ihren Problemen. Bitte schauen Sie mit mir ins Neue Testament, 1.Timotheus 3:15.
1.Timotheus 3:15
"Wenn ich aber zögere, damit du weißt, wie man sich verhalten muss im Hause Gottes, das die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, die Säule und Grundfeste der Wahrheit."
Das Haus Gottes ist die Gemeinde. Und wenn Gott von Seinem Haus, dem Tempel im Alten Testament, sprach, wies es auf die Gemeinde im Neuen Testament hin. Wir sind Sein Haus.
Achten wir auf unsere Wege. Wie ist unsere Haltung? Was für Ansichten haben wir? Wie steht unser Herz zum Haus Gottes? Achtet auf eure Wege.
Ich weiß, manche werden sagen: "Nun, die Bibel sagt, Gottes Wege sind nicht unsere Wege und Er ist größer als Himmel und Erde, also sind Seine Wege höher als unsere Wege."
Das ist wahr, aber das heißt nicht, dass wir Seine Wege nicht kennen können. Gott rief in Psalm 81:13 über Sein Volk aus: "Wären sie nur auf meinen Wegen gegangen!" Der Psalmist rief in Psalm 25:4 aus: "O Gott, zeige mir Deine Wege." Klagelieder 3:40: "Prüfen wollen wir unsere Wege und erforschen und umkehren zu dem Herrn!"
Sind unser Verhalten und unsere Haltungen vor Gott in Ordnung in bezug auf Sein Haus? Geben wir? Dienen wir? Sind Gottes Anliegen eine Priorität oder wurden sie in den Hintergrund unseres Lebens gedrängt?
Wissen Sie, Gott sagte in 1.Könige 9:3 folgendes. Er sagte: "Meine Augen und mein Herz sind beständig auf mein Haus gerichtet."
Gottes Aufmerksamkeit, Sein Augenmerk und Seine Leidenschaft sind auf Sein Haus gerichtet. Er achtet ständig leidenschaftlich auf die Gemeinde. Und wenn wir uns nach Gottes Herz und Seiner Leidenschaft ausrichten wollen, müssen wir auch so sein. Unsere Augen müssen auf die Gemeinde gerichtet sein. Wir müssen die Gemeinde lieben. Gottes Haus muss unsere Leidenschaft sein. Gott liebt Sein Haus leidenschaftlich. König David wurde als ein Mann nach Gottes Herz bezeichnet, nicht wahr?
Wissen Sie, was David in 1.Chronik 29 sagte? "Ich habe Gefallen an dem Haus meines Gottes."
Nun, darauf ist Gottes Herz ausgerichtet. Gott sagte: "Meine Augen und mein Herz achten beständig auf dieses Haus." Und David sagte: "Ich habe Gefallen an diesem Haus." Gott sagte: "Du bist ein Mann nach meinem Herzen, David. Du hast dein Herz auf mein Herz ausgerichtet. Was Ich schätze, schätzt du. Meine Leidenschaft ist deine Leidenschaft." Und David und das Volk waren extrem freigiebig gegenüber Gottes Haus, weil sie Gefallen daran hatten.
Wissen Sie, ich sprach mit vielen Menschen, die sagen: "Nun, weißt du, ich liebe den Herrn. Ich bin gläubig, aber die Gemeinde ist nicht mein Ding. Meine Gemeinde ist die Natur. Eichen sind die Wände meines Zimmers und die Wolken sind das Dach, unter dem ich anbete. Das ist für mich Gemeinde."
Mensch, ich liebe die Natur mehr als die meisten und die Schöpfung ist aus Gottes Hand. Sie erzählt uns von Gott. Die Himmel verkünden Gottes Herrlichkeit, aber Sie werden nicht alles, was Sie von Gott brauchen, in der Natur bekommen, Freund. Zu sagen: "Die Natur ist meine Kirche" ist unbiblisch. Kirche, Ecclesia, bedeutet Versammlung der Herausgerufenen. Vielmehr sagt die Bibel, wir sollen nicht unsere Versammlungen versäumen, wie es bei manchen Sitte ist. Zu sagen, dass Sie Christ sind und nicht zur Kirche zu gehen, ist, als bezeichne man sich als Matrose, ohne zur See zu fahren.
Ich komme nochmals darauf zurück, dass Gott sagt: "Achtet auf eure Wege."
Welche Prioritäten haben wir im Hinblick auf das, was Gott liebt? Wo ist unser Herz? Wie ist unsere Haltung in bezug auf Sein Haus? Was für eine Lektion ist das hier in Maleachi! Und es könnte vielleicht sein, dass manche Probleme, die wir haben, direkten Bezug zu unseren Prioritäten und unserer Haltung zu Gottes Haus haben, der Gemeinde des lebendigen Gottes. Ja, ich weiß, dass sie nicht vollkommen ist. Ich gehöre dazu, sie ist bestimmt nicht makellos. Aber Gott liebt die Gemeinde trotzdem. Obwohl Menschen wie ich darin sind, liebt Er sie leidenschaftlich und schaut auf sie. Gott liebt die Gemeinde mit all ihren Fehlern und wir müssen die Gemeinde auch lieben.
Gut, wir kommen zum dritten Punkt, eine etwas andere Betonung. Wir müssen aufeinander achten. Schauen Sie sich mit mir Hebräer 10 an. Achtet aufeinander. Hebräer 10, wir lesen ab Vers 24. Hebräer 10:24.
Hebräer 10:24-25
"Lasst uns aufeinander achten und uns zur Liebe und zu guten Taten anspornen. Lasst uns nicht unseren Zusammenkünften fernbleiben, wie es einigen zur Gewohnheit geworden ist, sondern ermuntert einander, und das umso mehr, als ihr seht, dass der Tag naht."
Der Tag der Wiederkunft Christi, der Tag des kommenden Gerichts... wir müssen einander zunehmend ermahnen, uns zu versammeln. Und er sagte: "Achtet darauf, euch gegenseitig zu Liebe und guten Werken anzureizen."
Wir müssen unsere Gedanken manchmal von uns selbst abwenden und uns jemand anderem zuwenden. Achtet aufeinander. Denkt buchstäblich: "Wie kann ich sie dazu bringen, sie dazu reizen oder ermutigen, für Gott zu brennen und anderen konkret zu helfen? Wie kann ich sie ermutigen, Gott und Sein Volk leidenschaftlich zu lieben und Menschen aktiv zu helfen, die Gott liebt?"
Ich denke, wir tun das hauptsächlich, indem wir es vorleben, denn Sie werden niemanden zu etwas bewegen, was Sie nicht bewegt. Ich kann hier stehen und Ihnen Dinge erzählen, aber, Freund, wenn mein Herz nicht bereits davon erfüllt ist, kann ich vielleicht Ihre Gedanken anregen, aber nie Ihr Herz bewegen, wenn das, was ich sage, nicht in meinem Herzen real ist. Unser Vorbild ist sehr, sehr überzeugend. Manche Menschen brennen so sehr für Gott... wenn Sie in ihre Nähe kommen, fangen Sie Feuer.
Ich lebte eine Zeit lang in Mexiko. Ich war in einer kleinen Wohnung mit ein paar Männern und saß nah am Ofen. Ich erinnere mich, wie ich dachte: "Etwas brennt hier!" Ich merkte, dass ich es war und plötzlich fing mein T-Shirt Feuer. Die Männer halfen mir, es mir vom Leib zu reißen. Es überrascht Sie vielleicht. Mein ganzes Haar verbrannte. Vor diesem Tag sah ich aus wie der Geico Caveman.
Wissen Sie, ich habe etwas entdeckt im Hinblick auf Prioritäten unseres Lebens, Veränderung und Bereinigung von Dingen vor Gott. Wissen Sie, Gott gibt uns Vorschuss. Wenn Sie versprechen, sich zu ändern, wird Gott Dinge für Sie tun, weil Er Ihr Herz sieht. Manchmal kann eine winzige Umstellung im Innern die größte äußere Auswirkung haben. Wenn Gott Sie in einem Punkt angesprochen hat, über den wir heute sprachen, sagen Sie Ihm einfach: "Gott, ich lege jetzt los." Verändern Sie etwas im Innern und Sie werden sehen, dass Gott Großes in Ihrem Leben wirkt. Meine Zeit ist um. Seien Sie nächste Woche dabei. Wir beschäftigen uns wieder mit der Bibel.
drucken