Gottes Strenge / Teil 2                                                                                                  24.01.2010


Hallo, willkommen zur heutigen Sendung. Wir beschäftigen uns mit einem Thema, das manche mit dem Pflug umgehen wollen wie einen Baumstumpf inmitten eines Feldes. Wir sprechen ein wenig über Gottes Gericht und darüber, ob Gott Menschen hier auf der Erde unmittelbar aktiv richtet.

Ein abschließendes Gericht wird es sicher geben, aber in der Bibel finden wir jede Menge Situationen, in denen Gott richtete und das müssen Sie erfahren. Auch ich muss das verstehen, weil die Bibel häufig davon redet. Er ist ein gerechter Richter. Haben Sie keine Angst! Sie müssen das verstehen.

Wenn eine Bibel zur Hand ist, nehmen Sie sie. Wir werden uns gemeinsam Gottes Wort zuwenden und dort etwas finden über die Güte und die Strenge Gottes. Manchmal greift Gott direkt ein und richtet und manchmal erleben Menschen Gottes indirektes Gericht, das er in die Substanz der Schöpfung hineingelegt hat. Über all diese Dinge werden wir sprechen, also lassen Sie uns zum Wort Gottes kommen.

Gut, übt Gott jemals direkt Gericht aus? Greift Gott jemals direkt ein? Ganz sicher! Wir sehen das mehrmals im Alten Testament. Manchmal griff Gott übernatürlich ein und richtete Nationen, manchmal Einzelne. Er tat das bei Myriam, Er tat es bei Korach. Als Korach sich gegen Mose stellte und die ganze Gemeinde für sich gewann, öffnete sich der Erdboden und verschlang Korach und die anderen Anführer. 

Ich würde sagen, dass ist ein ziemlich direktes Gericht Gottes. Und sogar im Neuen Testament finden wir Beispiele dafür. In Apostelgeschichte, ich denke im fünften Kapitel, heißt es, Ananias und Safira kamen überein, den Geist des Herrn zu versuchen. Sie beschlossen buchstäblich, den Heiligen Geist zu testen. Und es lohnt sich, die Geschichte zu lesen, denn Gott richtete sie. Sie fielen beide tot um.

Ich denke, ein wesentlicher Faktor war, dass die Gemeinde noch sehr jung war... und sehr verletzlich.

Der Betrug, den Ananias und Safira verüben wollten, hätte in den Blutkreislauf der Gemeinde gelangen können so wie Sauerteig in ein Brot hineinkommt. Es hätte die ganze Gemeinde beeinflussen können. Hören Sie, Gott ist bereit, Sein Haus schützen. Wenn Seine Familie in Gefahr ist, greift Er sogar mit direktem Gericht ein, wenn nötig. Schauen Sie sich bitte mit mir den Galaterbrief an... Kapitel 5. Galater 5:7. Paulus schreibt hier an die ganze Gemeinde, an eine Familie von Gläubigen. Er sagte:

Galater 5:7
„Ihr lieft gut. Wer hat euch gehindert, der Wahrheit zu gehorchen?"

Das Wort gehorchen bedeutet, die Wahrheit festhalten. Jemand kam tatsächlich zu ihnen, säte falsche Lehre und Sie ließen die Wahrheit der Errettung aus Glauben fallen. Galater 5:8.

Galater 5:8-10
 „Die Überredung ist nicht von dem, der euch beruft. Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. Ich habe Vertrauen zu euch im Herrn, dass ihr nicht anders gesinnt sein werdet. Wer euch aber verwirrt, wird das Urteil tragen, wer er auch sei."

Es ist interessant. Wiederum stehen das Leben und das Geschick der ganzen Gemeinde auf dem Spiel. Paulus sagt: „Das ist wirklich keine Kleinigkeit. Es ist nicht nebensächlich. Diese Lehre, diese falsche Überzeugung, wird wie Sauerteig wirken und die ganze Gemeinde infizieren. Im Zusammenhang mit der drohenden Gefahr für die Gemeinde spricht Paulus davon, dass die Person gerichtet werden wird. Ich kann Ihnen sagen, ich bin schon fast dreißig Jahre im Dienst und habe in vielen Gemeinden mitgewirkt. Ich war Mitglied von vielen Gemeindevorständen und christlichen Organisationen. Ich habe Freunde, die Gemeinden in unserem Land und in anderen Ländern leiten.

Ich habe beobachtet, dass fast ausnahmslos jene, die sich gegen von Gott eingesetzte Leiter stellten oder solche, die bewusst und vorsätzlich Samen der Zwietracht und der Uneinigkeit in Gottes Haus säten und die trotz Warnungen weiterhin zerstörerische Lehre, die das Leben einer Gemeinde bedrohte, ausstreuten... fast immer verheerende Konsequenzen erlebten - Tragödien, Krankheit oder geistlichen Schiffbruch. Ich halte das für Gottes Gericht, denke aber, dass Gott meist nicht persönlich eingreift, sondern vielmehr Seine schützende Hand hinwegnimmt. Und, Freund, soweit sollten Sie es nie kommen lassen, nicht einmal einen Tag lang. Ich denke, wir haben in der Regel keine Ahnung, vor wie vielen Dingen Gott uns schützt und bewahrt. Und wenn Seine schützende Hand jemals von Ihnen weicht, werden Sie arge Probleme haben. Aber als jemand, der das drei Jahrzehnte beobachtet hat, sage ich Ihnen: Jene, die Gottes Familie vorsätzlich in Gefahr bringen, erfahren Gericht, innerhalb oder außerhalb der Gemeinde.

Dann ist da noch die Geschichte von König Herodes. Er gehörte nicht zur Gemeinde. Er streckte seine Hand aus, sagt die Bibel, um einige aus der Gemeinde zu drangsalieren. Er tötete Jakobus, den Bruder von Johannes, mit dem Schwert. Er sah, dass es den Juden gefiel, also nahm er auch Petrus fest, warf ihn ins Gefängnis und wollte ihn hinrichten, aber Gott führt einen kosmischen Gefängnisausbruch herbei, schickt einen Engel, um Petrus aus dem Gefängnis zu holen. Herodes lässt alle, die Petrus bewachten, umbringen und hält danach eine Rede. Die Leute applaudieren: „Dies ist die Stimme eines Gottes und nicht eines Menschen." Die Bibel sagt, ein Engel des Herrn schlug ihn, und Herodes starb. Gottes Gericht. Herodes versuchte, das Wort Gottes zu verdrängen, aber interessant ist, dass der nächste Bibelvers, nachdem es hieß, dass der Engel ihn schlug oder niederstreckte und er starb, lautet: „Und das Wort des Herrn wuchs und mehrte sich." Genau das Wort, das er auslöschen wollte. Ich denke, wenn jemand von außerhalb der Gemeinde das Leben der Gemeinde wirklich bedroht... oder sogar von innen heraus... gibt es so etwas wie ein direktes Gericht Gottes. Die Bibel sagt, dass Gott Sein Volk richten wird.

Ich will noch über eine dritte Art des Gerichts sprechen und zwar über das zukünftige Gericht Gottes.

Wahrscheinlich können Sie diesen Vers auch auswendig. 

Hebräer 9:27 sagt:
„Und so gewiss es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht."

Nachdem wir sterben, heißt es, gibt es ein Gericht, ein zukünftiges Gericht. Im 1.Timotheus 5:24 wird es so formuliert:

1.Timotheus 5:24
„Die Sünden mancher Menschen sind allen offenbar und kommen vorher ins Gericht; manchen aber folgen sie auch nach."

Irgendwann ist jeder an der Reihe. Und auch für uns Gläubige gibt es ein Gericht. Nach unserem irdischen Leben werden wir alle vor dem Richterstuhl Christi stehen. Wir werden vor diesem Richterstuhl nicht hinsichtlich unserer Errettung gerichtet. Sie wurde uns zuteil, als wir Christus als unseren Retter annahmen, aber wir werden nach unseren Werken gerichtet werden. In Römer 15 und auch in 2.Korinther 5 ist die Rede davon. Bitte schauen Sie sich schnell mit mir 2.Korinther 5 an...

2.Korinther 5:9.

2.Korinther 5:9-11
„Deshalb setzen wir auch unsere Ehre darein, ob daheim oder in der Fremde, ihm wohlgefällig zu sein. Denn wir müssen (sagen Sie alle: ‚müssen‘) alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder empfange, was er durch den Leib vollbracht (oder während seines Lebens auf der Erde), dementsprechend, was er getan hat, es sei Gutes oder Böses. Da wir nun den Schrecken des Herrn kennen, so überzeugen wir Menschen..."

Vor diesem Richterstuhl werden wir... wir werden, wie gesagt, nicht im Hinblick auf die Errettung gerichtet, es geht nicht darum, ob wir in den Himmel kommen oder nicht, sondern um unsere Werke.

Unsere Motive werden ans Licht kommen und wir werden gerichtet werden. Das Gericht bezieht sich darauf, wie wir mit Mitteln, Talenten und dem Einfluss umgingen, den Gott uns gab. Wir werden danach gerichtet werden, wie wir andere behandelten, ob wir Gottes Willen erfüllten, Seinen Willen in unserem Leben suchten. Dieser Tag wird darüber entscheiden, ob wir einen Preis bekommen oder nicht. Das ist ein ziemlich ernüchternder Gedanke. Und, hören Sie, ich wäre kein guter Pastor, wenn ich nicht darüber mit Ihnen sprechen würde. Die Worte des Paulus verunsichern mich. Er sagt: „Wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi stehen." Und dann sein nächster Ausspruch: „Weil wir aber den Schrecken des Herrn kennen..." das Wort Schrecken bedeutet Alarm. Und ich denke: „ Gut, Paulus, du hast die Hälfte des Neuen Testaments geschrieben...unvorstellbare Opfer gebracht... und ich lese nach, was du getan hast. Manchmal fühle ich mich nicht einmal errettet und du redest darüber, vor dem Richterstuhl Christi zu stehen und du bist alarmiert?" Das verunsichert mich!

Hören Sie: Ich werde vor Jesus stehen müssen und vor Ihm Rechenschaft über den Umgang mit den Mitteln geben, die Er mir gab. Ich muss Ihm antworten, ob ich Seinen Willen in meinem Leben tat; ob ich Ihn überhaupt ernsthaft gesucht habe; ob ich Sein Reich und Seine Gerechtigkeit an die erste Stelle setzte oder ob es um mein Reich ging, während Sein Reich in meinem Leben kaum eine Rolle spielte. Und Sie müssen das auch. Jeder von uns wird vor diesem Richterstuhl stehen und es wird ein Tag des Schreckens sein. Bedenket nicht nur die Güte, sondern auch die Strenge Gottes.

Wissen Sie, im alten China... und meines Wissens ist das eine wahre Geschichte... gab es einen Mann, der irgendwie als Flötist in das königliche Orchester gelangte. Er konnte keine einzige Note spielen, aber wenn das Orchester spielte, hielt er die Flöte an die Lippen und gab vor, zu spielen.

Er erhielt ein kleines Gehalt und war versorgt. Alles war großartig, bis der Kaiser eines Tages von jedem im Orchester ein Solo hören wollte. Der Mann wusste, er ist erledigt. Ihm blieb keine Zeit, das Instrument zu lernen, also stellte er sich krank. Aber der königliche Arzt lässt sich nicht täuschen.

Statt vor dem Kaiser zu stehen, kam dieser Betrüger ins Gefängnis und beging Selbstmord. Und die Beschreibung der Umstände seines Selbstmords brachte eine Redewendung hervor, die in die englische Sprache eingegangen ist. Sie sagten: „Er weigerte sich, zu musizieren." (Bedeutung: Die Suppe auslöffeln). Daher kommt diese Redewendung. Aber ich sage Ihnen, vor dem Richterstuhl Christi wird jeder von uns seine Suppe auslöffeln. Wir alle! Sie sind Haushalter. Sie haben bestimmte Mittel, die Gott Ihnen gab. Sie haben Einfluss, den Gott Ihnen gab. Ist Sein Reich bei Ihnen an erster Stelle? Sind Ihnen ewige Seelen wichtig? Lieben Sie Gottes Haus wie Gott Sein Haus liebt? Brennt ein Feuer für Jesus in Ihrem Herzen? Haben Sie bewusst darüber gebetet und versucht, Gottes Willen oder Plan für Ihr Leben zu finden? Über diese Dinge werden wir Rechenschaft ablegen. Unsere Motivation, hören Sie, alles Verborgene wird ans Licht kommen! Die Bibel sagt im 

Prediger 12:14
„Denn Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, alles, was verborgen ist, es sei gut oder böse."

Es wird alles offenbar werden und wir bekommen entweder einen Preis oder verlieren ihn für alle Ewigkeit vor diesem Richterstuhl.

Die Ungläubigen erwartet ein ganz anderes Gericht und zwar auch ein unentrinnbares. Bitte schauen Sie sich mit mir Offenbarung 20:11 an... dieses Gericht werden Gläubige nicht erleben, aber Ungläubige nach ihrem Tod sehr wohl. Offenbarung 20:11.

Offenbarung 20:11-15
 „Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor dessen Angesicht die Erde entfloh und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden. Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Bücher wurden geöffnet; und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken. Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen."

Ernüchternd ist gar kein Ausdruck! Was könnte noch ernüchternder sein als das? Die Hölle ist nicht ewig. Sie ist ein Ort der Verwahrung. Es heißt, die Hölle muss die Toten schließlich preisgeben und dann werden sie vor Gott stehen müssen und ihr Leben wird verlesen. All ihre Taten, gute und schlechte, werden offenbar. Aber das wichtigste Buch ist das Buch des Lebens. Wenn sie darin nicht verzeichnet sind, werden sie in den Feuersee geworfen. Das ist der sogenannte zweite Tod. Alles wird in Flammen aufgehen. Die Bibel sagt, der Rauch ihrer Qualen steigt in Ewigkeit auf.

Die einzige Möglichkeit, diesem Gericht zu entkommen, ist, in des Lammes Buch des Lebens eingeschrieben zu werden. Und das geschieht, indem wir Jesus Christus als Herrn und Retter annehmen. Jesus sagte in

Johannes 5:24
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen."

Gott sei Dank, ich werde dem Gericht am weißen Thron entgehen! Durch Gottes Barmherzigkeit und Liebe bleibt es jedem erspart, der diese Gnade annimmt. Ich erinnere mich an eine Geschichte von

H. A. Ironside, die ich vor Jahren las. Es ging um einige Pioniere, die durch die Weiten der Prärie zogen. In weiter Ferne wurde Land zum Siedeln vorbereitet. Sie stiegen in ihre Planwagen, die von Ochsen gezogen wurden. Es ging langsam voran und eines Tages sind sie schockiert, weil sie eine langgezogene Rauchwolke aus dem Westen auf sich zukommen sehen. Sie erkennen, dass es ein Steppenbrand ist. Das Gras brennt wie verrückt und der Wind weht in ihre Richtung. Sie konnten nicht entkommen und würden alle in den Flammen umkommen. Diese Rauchwolke erstreckte sich meilenweit in jede Richtung. Jemand ist geistesgegenwärtig und bekommt eine Idee. Er befiehlt, dass hinter ihnen das Gras in Brand gesteckt wird. Sie setzen das Gras in Brand. Der Wind weht das Feuer in diese Richtung und verbrennt die ganze Umgebung. Sobald das Feuer erlosch, fuhren sie mit allen Wagen und dem ganzen Tross auf das verkohlte Gebiet. Als die Flammen von Westen her immer näher kam, die Flammen hochschlugen und sie die Hitze spürten, hieß es, dass ein kleines Mädchen aufschrie: „Wir werden alle verbrennen!" Ein Mann sah sie an und sagte: „Ganz sicher nicht! Wo es einmal gebrannt hat, kann es keinen zweiten Brand geben." 

Für mich ist das ein Bild jener, die in Christus in Sicherheit sind, so wie das alte Gedicht sagt: „Ihn traf die Rache des Allmächtigen, die die Welt in die Hölle gerissen hätte. Er ertrug es für ein erwähltes Volk und wurde so zu unserem Zufluchtsort." Das Feuer des göttlichen Gerichts wütete in Christus, als Er am Kreuz hing. Und jetzt stehe ich in Ihm an diesem Ort, der bereits niedergebrannt ist und bin in Sicherheit. Das Feuer des Zornes Gottes verbrannte Ihn an meiner statt. Und wenn ich jetzt Jesus Christus annehme, bin ich völlig geborgen und sicher.

Die gute Nachricht ist: Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben und dem schrecklichen Gericht entkommen können.
 
Schließen Sie bitte kurz Ihre Augen. Nehmen wir uns kurz Zeit und bedenken wir die Dinge, die wir heute angesprochen haben. Die Tatsache, dass Sünde ein indirektes Gericht nach sich zieht, dass jeder erntet, was er sät. Wenn Sie einige Samen gesät haben, deren Frucht Sie nicht essen wollen, können Sie diesen Prozess nur durch echte Umkehr unterbrechen. Die Schaufel ist in Ihrer Hand, Freund, Gott bietet Ihnen Barmherzigkeit an.

Manchmal droht ein direktes Gericht Gottes, wenn Sein Volk, Seine Familie..., wenn Ihr geistliches Leben in Gefahr ist. Wenn Seine Gemeinde bedroht ist, greift Er ein und nimmt manchmal die schützende Hand weg.

Und dann müssen wir über das kommende Gericht nachdenken. Als Gläubige ist es der Richterstuhl Christi. Oh Gott, wir sind uns unserer Schwachheit und unseres Versagens sehr wohl bewusst. Wir fühlen uns wie der Apostel Paulus, wenn wir an den Tag denken, an dem wir vor Dir stehen werden.

Unsere Seelen sind etwas beunruhigt. Herr, wir wissen, dass wir es mit unserer Willenskraft nicht schaffen können. Die Versuchung ist zu stark. Die Kraft des Fleisches ist zu stark. Die Welt zieht uns zu sehr ab, aber der Heilige Geist kann unseren inneren Menschen stärken. Gott, Dein Wort sagt, Du bist immer treu, einen Ausweg zu schaffen, wenn Versuchung kommt. Und wir erwarten jetzt, dass Du, oh Gott, in uns das wirkst und tust, was wir nicht aus unserer eigenen Kraft tun können. Herr, wir wollen ein integeres Leben führen. Und wir entscheiden uns jetzt, alle vertuschten Sünden ans Licht zu bringen. Wir kehren jetzt um, oh Gott! Wir bitten Dich jetzt, uns zu vergeben und uns Barmherzigkeit zu schenken. Gott, wir werden uns ändern. Wir werden Dinge bereinigen. Hilf uns! Reinige uns, himmlischer Vater. Herr, mögen wir an jenem Tag, wenn wir vor Dir stehen, die Worte hören: „Gut gemacht, du guter und treuer Knecht."

Bitte neigen Sie Ihr Haupt und schließen Sie Ihre Augen. Ich möchte Sie einladen, mit mir zu beten.

Ich habe ein paar Minuten überzogen, aber jetzt nehmen wir uns die Zeit. Wenn Sie heute abend hier sind und nicht wissen, ob Sie vor Gott bestehen können oder Sie wissen, dass zwischen Ihnen und Gott Dinge nicht bereinigt sind und Sie wollen dem Gericht vor dem weißen Thron entgehen... nun, Gott hat Sie in Seiner Barmherzigkeit heute hierher gebracht. Es gibt einen Ausweg. Ich meine nicht, dass jemand nur sagt: „Ja, wenn es eine Feuerleiter gibt, dann benutze ich die jetzt", denn es geht um weit mehr. Ich spreche von einer Haltung der Hingabe, von einer neuen inneren Einstellung. Ja, wer an den Sohn glaubt, kommt nicht in das Gericht. Das ist so wahr! Aber das christliche Leben ist weit mehr. Es bedeutet nicht nur, dass wir ein kurzes Gebet sprechen, das uns kaum etwas bedeutet und uns nur pro forma aus der Patsche hilft. Es geht darum, unser Herz und unsere Seele Gott hinzugeben. Danach schreit unser Inneres sowieso.

Ein anderer Liebhaber wird Sie niemals wirklich befriedigen; keine Droge wird Sie jemals befriedigen; noch mehr Besitz wird nicht die Befriedigung bringen, die Sie brauchen. In Ihrem Herzen gibt es eine Leere, die nur die Beziehung zu Gott ausfüllen kann. Gott macht uns zu einem Mitglied Seiner Familie, wenn wir auf Jesus Christus vertrauen. Die Bibel sagt, wenn wir glauben, dass Gott Ihn von den Toten auferweckt hat und Ihm sagen, dass Er unser Herr ist, werden wir errettet. Errettet vom Zorn, ja! Errettet von uns selbst, ja! Errettet bedeutet, dass wir eine Beziehung zu Gott bekommen und darüber hinaus Mitglieder von Gottes Familie werden.

Wir fangen an, mit unserem Schöpfer zu leben und zu reden. Sind Sie bereit, ein einfaches Gebet mit mir zu beten? Gott erwartet von Ihnen nur, dass Sie es ehrlich meinen. Wenn Sie bereit sind, Jesus in Ihr Leben einzuladen, um von Ihm verändert zu werden, dann kommen Sie mit all Ihrem Gepäck, mit Ihren Sünden und Ihren Blockaden... so wie Sie sind... und Er wird Sie nicht abweisen.

Ich werde Sie bitten, heute Morgen etwas Einfaches mit mir zu tun. Nur, um deutlich zu zeigen: ‚Weißt du, ich brauche das. Ich muss absolute Klarheit und Gewissheit haben, dass ich wiedergeboren bin und dass mein Leben vor Gott bereinigt ist.‘ Auf folgende Weise kann Ihr Glaube und Ihr Herz vor Gott kommen. Wenn Sie jetzt ohne zu zögern sagen: „Ich werde jetzt dieses Gebet beten, wenn wir gemeinsam beten werden", heben Sie eine Hand und lassen Sie sie einen Moment oben... überall im Saal... dort und dort und dort und dort und dort und dort und dort und dort und auch dort, Gott segne Sie. Dort und dort, dort, danke. Dort. Und ich bin nicht einmal in die oberen Blöcke gekommen. Viele Hände sind erhoben, noch mehr Hände dort drüben. Vielen Dank... und dort hinten, vielen Dank.

Und dort und dort und dort und dort und dort. In jedem oberen Block sind auch Hände zu sehen. Gott segne Sie, ich sehe das. Sie können jetzt Ihre Hände herunternehmen. Viele, viele Hände wurden erhoben, sehr viele. Beten wir. Ich kann die Worte vorsprechen, legen Sie die Kraft Ihres Herzens hinein. Sagen Sie einfach: Oh Gott, ich demütige mich jetzt vor Dir. Ich weiß, ich könnte mich nie selbst retten, weder durch gute Werke noch durch aufopferndes Geben, nur indem ich Jesus vertraue. Ich vertraue auf Deinen Sohn Jesus Christus. Jesus, ich glaube, dass Du ans Kreuz gingst, dass Du den Preis bezahlt hast, um meine Sünde hinwegzunehmen und um mich vor Gott gerecht zu machen. Ich glaube an Dich, Jesus, der Du für mich starbst. Ich möchte Dir danken. Danke, dass Du meinen Platz eingenommen hast. Danke, dass Du die Strafe auf Dich nahmst, damit ich jetzt frei sein kann. Ich bitte Dich, Herr meines Lebens zu sein. Ich gebe mein ganzes Leben Dir hin, Jesus... alles!

Von diesem Tage an werde ich Dir folgen. In Deinem Namen bete ich, amen.

Ich hoffe, Sie haben das Gebet gerade mitgebetet und wenn ja, würde ich gerne von Ihnen hören.

Es würde mich und unser ganzes Team hier freuen, einfach zu hören, dass Sie mitgebetet haben oder dass die Sendung ein Segen für Sie war. Wir würden gerne von Ihnen hören. In manchen Ländern läuft unsere Sendung bereits seit zwanzig Jahren. Wir sind schon zwei Jahrzehnte dabei.

Es ist eine Freude für mich, Menschen in aller Welt Gottes Wort zu bringen. Jenen, die uns unterstützen, danke ich ganz besonders. Ohne Sie könnten wir nicht tun, was wir tun. Wir hier in der Cottonwood Gemeinde in Südkalifornien tragen den Löwenanteil unserer weltweiten Fernseharbeit. Es würde uns helfen, wenn mehr Leute daran Anteil haben würden. Vielleicht können Sie jeden Monat ein wenig für uns tun. Spenden Sie etwas, um uns zu helfen, wenn die Sendung ein Segen für Sie war oder, wenn Sie möchten, dass noch mehr Menschen Veränderung erfahren und durch die Botschaft des Wortes Gottes durch diese Sendung gesegnet werden. Wir würden uns über Ihre Hilfe freuen und ich bete, dass Gott Sie segnet, wenn Sie darauf reagieren. Und ganz zum Schluss möchte ich Ihnen noch sagen, dass Gott Sie wirklich liebt. Sie sind Ihm nicht unbekannt. Sie sind keine anonyme Person in einer riesigen Menge. Er kennt Sie ganz genau. Wie König David sagte: „Gott, du weißt, wann ich mich setzte und wann ich aufstehe. Du kennst meine Gedanken von Ferne."

Er weiß alles über Sie, Freund, und Er liebt Sie. Zweifeln Sie nie daran. Und Er wird Sie niemals verlassen. Er wird Sie niemals fallen lassen. Bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie.

                                                                                                                                      
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