Auf Jesus schauen
 Teil 1                                                                                            28.03.2010




 

Willkommen zur heutigen Sendung. Wir werden über eins der großartigsten Kapitel in der Bibel sprechen. Es ist Jesaja, Kapitel 53. Wir fangen nicht dort an, kommen dann aber dazu, und ich kann Ihnen sagen, dieses Kapitel hat mich wie kein zweites in der Bibel geprägt. Es wird das große Kapitel der Erlösung des Alten Testaments genannt. Und Jesaja sah Jahrhunderte vor Christi Geburt durch Gottes Geist die Kreuzigung und den Grund für Christi Kreuzigung. Er spricht über kraftvolle Aspekte der Erlösung. Ich kann Ihnen sogar bezeugen, dass ich vor vielen Jahren von einer Krankheit, die lebensbedrohlich hätte werden können, geheilt wurde. Als ich über Jesaja, Kapitel 53 nachdachte, wurde es plötzlich in meinem Herzen lebendig. Und auch das Wort aus Psalm 107:20: „Er sandte sein Wort und heilte sie, er rettete sie aus ihren Gruben." Ich erlebte körperliche Heilung durch Jesaja 53.

Freund, Sie werden gesegnet sein, wenn wir uns jetzt mit diesem Wort beschäftigen werden.

 

In Hebräer, Kapitel 11 werden uns die Glaubenshelden vorgestellt: Männer und Frauen, die ihren Lauf für Gott liefen, Gott in schwierigen Zeiten vertrauten, die mit schier unmöglichen Umständen konfrontiert wurden und doch erlebten, dass Gottes Verheißungen sich erfüllten... Männer und Frauen von Abel bis Abraham, Mose, Simson, David usw., Menschen wie wir, keine Superhelden, denen Gott etwas gab, das wir nicht haben, sondern Männer und Frauen, die unerschütterlich Gottes Wort glaubten. Sie taten gewaltige Dinge und empfingen Verheißungen. Auch in Kapitel 12 geht es weiter um sie. Dort heißt es in Vers 1. Hebräer 12:1.
                                           
Hebräer 12:1
 „Deshalb lasst nun auch uns, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, jede Bürde und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer laufen den vor uns liegenden Wettlauf."

Die große Wolke der Zeugen bezieht sich auf die lange Liste von Glaubenshelden und -heldinnen aus Kapitel 11. Dort steht: Sie sind bei uns, diese Wolke von Zeugen, während wir unseren Lauf in unserer Generation laufen, so wie sie es in ihrer Generation taten. Und der Apostel Paulus oder wer auch immer den Hebräerbrief schrieb..., einige nehmen an, es war der Apostel Paulus..., der Autor des Hebräerbriefes verweist im Zusammenhang mit der Wolke von Zeugen jedenfalls auf die frühen Olympischen Spiele. Wir können uns Menschen auf einem Feld beim Wettlauf vorstellen, die von vielen anderen von den Tribünen aus beobachtet wurden. Das besagt, dass die Heiligen, die nicht mehr unter uns sind, die genannten und alle anderen, uns vielleicht bei unserem Lauf für Christus in unserer Generation manchmal sehen können. Der Stab wurde uns übergeben. Jetzt sind wir an der Reihe. Aber wissen Sie, sie schauen nicht einfach nur zu.

Das Wort „Zeugen"... die große Wolke der Zeugen... beinhaltet weniger das Zuschauen als das Sprechen. Der Autor des Hebräerbriefes sagt, dass sie tatsächlich zu uns reden. Sie bezeugen uns Dinge. Sie argumentieren für die Wahrheit des Glaubens. Ihr Leben spricht uns auch in unserer Generation an und sie bilden eine große Wolke. Das Wort Wolke wurde im Griechenland der Antike auch gebraucht, wenn jemand die Olympiade besuchte und im Stadion ganz oben sitzen musste.

Man sagte dann: „Sie sitzen heute in den Wolken." Wir sagen: „Dort droht uns Nasenbluten", und sie sagten: „Man sitzt in den Wolken." Er führt uns das so vor Augen, dass ein Zeuge über dem anderen sitzt, soweit das Auge reicht, und dass sie die Wahrheit des Glaubens und die Treue Gottes ausrufen und uns ermutigen, unseren Lauf zu vollenden. In Vers zwei geht es weiter. Dort steht:

Hebräer 12:2
„... indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes."

Jesus wird in dieser Aufzählung der Glaubenshelden zum Schluss genannt und wird unser bedeutendstes Vorbild. Wir lesen „indem wir hinschauen auf Jesus", aber unsere englische Bibel gibt nicht die volle Bedeutung des Wortes wieder. Die Amplified Bible trifft es meiner Meinung nach am besten. Dort steht: „Wir wenden unseren Blick von allem ab, das uns ablenken würde, hin auf Jesus."

Im Griechischen wie auch im Englischen können mehrere Worte gebraucht werden, um das Anschauen, das Betrachten und das Beobachten von Dingen zu beschreiben. Ein griechisches Wort beschreibt nur einen normalen flüchtigen Blick. Ein anderes Wort bedeutet, etwas angesichts  bestimmter Hintergründe mit tiefem Einblick und Verständnis anschauen. Ein weiteres Wort impliziert, etwas beim Anschauen intensiv zu untersuchen. Noch ein weiteres Wort bedeutet, etwas kritisch anzuschauen. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Beispiele. Ich erwähne sie, um die Tatsache zu unterstreichen, dass der Autor hier ein Wort zum ersten Mal in der Bibel gebraucht. Wir finden es auch danach nicht mehr. Dieses Wort, das als „hinschauen" in unserer Bibel übersetzt wird, finden wir nur an dieser Stelle in der Bibel. Die Wortwurzel könnte als ‚hinstarren‘ übersetzt werden, auf etwas starren. Es ist kein flüchtiger Blick, kein Blick, der alles vollkommen erfasst (im Sinne von  Begreifen), kein Blick, der Dinge ausforscht und kein kritischer Blick, sondern ein Blick, bei dem Erstaunen  mitschwingt... völlige Verwunderung über das, was man ansieht, so dass man seine volle Aufmerksamkeit darauf richtet. Es geht noch darüber hinaus, weil die hier verwendete griechische Vorsilbe bedeutet, von allem anderen wegzuschauen. Anders ausgedrückt ist das, was Sie anschauen, so erstaunlich, so verblüffend und fantastisch, dass alles andere dagegen verblasst, sodass das, was Sie anschauen, sie regelrecht fesselt, Ihre Seele fasziniert und Ihnen volle Aufmerksamkeit abverlangt.

Wie gesagt, wir sollen diese Wolke der Zeugen sehen, und sie sprechen zu uns. Aber etwas anderes wird unseren Blick sogar von ihnen abziehen. Das ist das wahre Geheimnis unseres Laufes. Dies ist das Geheimnis, das uns befähigt, unsere Sünden und Lasten abzulegen, die uns so leicht behindern.

Die Zeugen sind kostbar und sie liefern großartige Argumente für einen Lebensstil des Glaubens.

Aber wir können einen anderen sehen, der als Einziger unsere ganze Persönlichkeit und unsere Seele in seinen Bann ziehen kann, einen, der uns in jeder Beziehung Kraft gibt, uns führt, uns unterstützt und uns stärkt. Im Vergleich zu Ihm verblasst alles andere. Er heißt Jesus Christus, der Retter der Welt. Er ist die Quelle und der Anführer unseres Glaubens. Es heißt, wir sollen auf Jesus sehen.

Und in Vers drei heißt es:

Hebräer 12:3

„Denn betrachtet den, der so großen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermüdet und in euren Seelen ermattet!"

Jesus soll unser Ein und Alles sein und wir sollen über Ihn nachdenken, gründlich und tiefgehend, insbesondere im Hinblick auf das, was Er erlitt. Ich nehme an, jemand unter uns, ein Mann oder eine Frau, hat Probleme in seinem Glaubensleben. Auf Ihrem Weg mit Gott gab es Hindernisse oder unerwartete Dinge, die Sie etwas verwirrt haben. Vielleicht sind Sie müde geworden. Sie müssen unbedingt über Jesus nachdenken und auf Jesus schauen.

Ich liebe die Message Bible, dort heißt es in Vers 3: „Wenn ihr im Glauben schwach werdet, geht nochmals die Geschichte Schritt für Schritt durch, all die Anfeindungen, die Er durchgestanden hat.

So kommt neues Adrenalin in eure Seelen." - Kann jemand heute eine kleine Adrenalinzufuhr für seine Seele gebrauchen?

Gut, schauen Sie sich mit mir bitte Jesaja, Kapitel 52 an. Jesaja 52. Genau das werden wir tun.

Wir werden uns mit Jesus beschäftigen. Wir werden auf Jesus schauen. Jesaja, Kapitel 52. Mehr als 700 Jahre vor Christi Geburt spricht Jesaja prophetisch von dem zukünftigen Messias, über Sein Leiden und über die Erlösung, die Er dadurch bewirken würde. Jesaja 52:13.

Jesaja 52:13-14
 „Siehe, mein Knecht wird einsichtig handeln.  Er wird erhoben und erhöht werden und sehr hoch sein.

Wie sich viele über dich entsetzt haben - so entstellt war sein Aussehen, mehr als das irgendeines Mannes, und seine Gestalt mehr als die der Menschenkinder..."

Ich bin sicher, dass vieles über Jahrhunderte hinweg nicht verstanden wurde. Es handelt von dem zukünftigen Messias, dem Knecht des Herrn. Er wird erhoben werden, aber dann heißt es buchstäblich, Er wird so entstellt werden, dass Er nicht mehr wie ein Mensch aussehen und keinem Menschen mehr gleichen wird. Vers 15.

Jesaja 52:15
„... ebenso wird er viele Nationen besprengen (oder reinigen); über ihn werden Könige ihren Mund schließen. Denn sie werden sehen, was ihnen nicht erzählt worden war, und was sie nicht gehört hatten, werden sie wahrnehmen."

Mit anderen Worten: Führer von Nationen werden buchstäblich sprachlos und erstaunt sein, wenn sie diesen Retter betrachten, von dem ihnen früher nichts erzählt wurde. Heute möchte ich über diesen Jesus nachdenken, der das Kreuz auf sich nahm und der so sehr für uns litt. Wir werden dazu lesen, was Jesaja hier schrieb. Kapitel 53 gilt als das große Kapitel der Erlösung in der Bibel. Wir sehen hier, dass der Heilige Geist ihm großartige Einblicke gab. Das war, wie gesagt, über 700 Jahre vor Christi Geburt. Es fängt mit Vers 1 an.

Jesaja 53:1
„Wer hat unserer Verkündigung geglaubt? An wem ist der Arm des Herrn offenbar geworden?"

Ein paar Fragen. Wir können es einfach umdrehen und sehen, dass der Arm des Herrn demjenigen geoffenbart wird, der der Verkündigung glaubt. Wenn in der Bibel von dem Arm des Herrn die Rede ist, spricht das von Seiner Kraft, vom Wirken des Heiligen Geistes, der Dinge tut, der Gottes Erlösung offenbart. Sogar unter uns Menschen steht der Arm einer Person für deren Kraft. So sind die Aussagen über den Arm des Herrn zu verstehen. Damit ist die Kraft des Heiligen Geistes gemeint.

Gehen wir doch nochmals zu Jesaja 52:10 zurück. Dort steht:

Jesaja 52:10

„Der Herr hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Nationen, und alle Enden der Erde sehen die Rettung unseres Gottes."

Der Heilige Geist wird die Rettung schließlich in aller Welt zur Realität werden lassen, und wir haben das Vorrecht, dabei mit Ihm zusammenzuarbeiten. Er sagt in Jesaja 53:2 noch mehr über den zukünftigen Messias.

Jesaja 53:2

„Er wuchs auf vor ihm wie ein Schössling, wie ein Wurzelspross aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; wir sahen ihn, aber sein Anblick gefiel uns nicht."

Anfangs wird gesagt: „Er, der Messias, wird vor Ihm, vor Gott dem Vater, aufwachsen wie ein Sprössling." Wie eine zarte, zerbrechliche Pflanze. Nun, ich habe eine Frage:  „Kleine Pflanze, wie wirst du die ganze Menschheit erlösen? Bestimmt wird dich ein Stiefel Roms zertreten oder die Kälte kalter religiöser Herzen wird dich töten. Kleine Pflanze, wie wirst du das tun?"

Dann sagte er, Er ist wie ein Wurzelspross aus dürrem Erdreich. ‚Dürres Erdreich‘ bedeutet genau genommen unfruchtbar oder steril. Damit ist Erdreich gemeint, dass so nährstoffarm und öde ist, dass es kein Leben mehr hervorbringen kann. Nichts kann darauf wachsen. Es ist ein Bild dafür, dass Jesus Christus aus der Menschheit hervorging. Wir sind von Gott getrennt, haben kein geistliches Leben... sind geistlich unfruchtbar und bankrott... sind nicht fähig, uns selbst geistlich zu erlösen. Und plötzlich kommt aus diesem dürren Erdreich ein Spross, der voll von Gottes Leben ist und der mit Gott verbunden ist. Wie geht das? Wie kann plötzlich ein Baby, das mit Gott in Verbindung steht, in dem  Gottes Leben pulsiert... aus dieser unfruchtbaren Menschheit hervorgehen? Ich sage Ihnen, wie das möglich war: durch die jungfräuliche Geburt. Der Heilige Geist überschattete Maria und in ihrem Innern wurde durch den Heiligen Geist der Sohn Gottes gezeugt. Er ist ganz Mensch, Sein Wesen entstammt aber Gottes Wesen. Er gehörte zur Menschheit, war aber nicht, wie wir, vom Vater getrennt, weil Er von Vater ausging.

Am Freitag machte ich einen Spaziergang mit meiner Frau, unserem Sohn Harrison und unserem Enkel. Wir liefen an Hügeln vorbei, die voller Eiskraut waren, es sah eher unscheinbar aus. Es wurde angepflanzt, damit der Boden nicht abgetragen wird. Ich weiß nicht mehr, wer es bemerkte, aber inmitten des Eiskrauts wuchs eine herrliche große exotische Blume. Diese leuchtende Farbe, bumm: „Da bin ich!" Sie schien dort fast nicht hinzugehören. Inmitten von all dem Eiskraut steht plötzlich diese Blume, die so erstaunlich bunt ist. Das ist ein Bild dafür, wie Christus aus der Menschheit hervorging.

Aber bei flüchtiger Betrachtung war es keine schöne Blume. Beachten Sie, was wir lasen: „Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; wir sahen ihn, aber sein Anblick gefiel uns nicht." In der New International Version steht: „Er hatte weder Schönheit noch Majestät, die für uns attraktiv waren, nichts an Seinem Aussehen gefiel uns." Er war nicht wie König Saul, der einen Kopf größer war als alle Israeliten. Er war nicht wie Mose, von dem die Bibel sagt, dass er über alle Maßen schön war.

Er war nicht wie David, von dem die Bibel sagt, dass er gut aussah und feine Gesichtszüge hatte.

Er war nicht wie Absalom, Davids Sohn, von dem die Bibel sagt: „Niemand wurde wie Absalom um seiner Schönheit willen in ganz Israel gepriesen. Vom Scheitel bis zur Sohle war kein Makel an ihm."

Absalom hatte so volle Haare, dass er sie einmal pro Jahr schneiden lassen musste, weil sie ihm zu schwer wurden. Die Bibel sagt, seine Haare wurden nach dem Schneiden gewogen und wogen nie weniger als zwei Kilo, und zwar Jahr für Jahr. Jeder Zentimeter an ihm sah fantastisch aus und deswegen liebte ihn das Volk. Aber Jesus nicht, Er sah ganz normal aus. Nichts an Seinem Aussehen würde uns anziehen. Er sah nicht wie ein Retter aus. Er war das Kind eines armen Tischlers und dessen Frau und wuchs in Nazareth auf. Da läuft doch etwas schief!

Erinnern Sie sich... Nathanael... sie kamen zu ihm und sagten: „Wir haben den Messias gefunden, Er ist aus Nazareth!" Er antwortete: „Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? Den Ort kennen wir."

Jesus sah nicht wie ein König aus. Er sah nicht wie der Messias aus. Schauen Sie sich doch den nächsten Vers an, Vers 3. Jesaja 53:3.

Jesaja 53:3-4
„Er war verachtet und von den Menschen verlassen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut, wie einer, vor dem man das Gesicht verbirgt. Er war verachtet, und wir haben ihn nicht geachtet.

Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt."

Jesus wurde abgelehnt. Er wurde verachtet. Er wurde nicht geschätzt. Selbst als Er gefoltert und gekreuzigt wurde, dachten die Menschen damals: „Ihm werden nur Seine eigenen Sünden heimgezahlt. Gott richtet Ihn und das hat Er offensichtlich verdient." Sie dachten, Gott habe Ihn geschlagen und niedergebeugt. Nun, es war Gottes Strafe, aber nicht für Seine eigenen Sünden.

Er wurde um unserer Sünden willen bestraft.

Ich muss noch erwähnen, dass in Vers 4 steht: „Er hat jedoch unsere Leiden getragen."

Das Wort Leiden ist das hebräische Wort für Krankheiten. Wenn Sie eine gute Bibel mit Parallelstellen haben, schauen Sie an der entsprechenden Stelle an der Seite nach. Dort heißt es: „wörtliche Bedeutung: Krankheiten." So lautet diese Passage gemäß Young‘s wörtlicher Übersetzung und in vielen anderen Versionen... folgendes Zitat ist aus Young‘s: „Wahrlich, Er trug unsere Krankheiten und unsere Schmerzen nahm Er auf sich."

Dieses Wort wird in der englischen Bibel 13 Mal als Krankheit übersetzt, sieben Mal als Gebrechen und vier Mal als Schmerz. Das bedeutet, Er nahm unseren Platz ein. Christi Erlösung spricht jeden Bereich unserer Natur an: Geist, Seele und Leib. Schauen Sie sich mit mir den nächsten Vers an, Jesaja 53:5.

Jesaja 53:5
        
„Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden."

Hier sehen wir völlige Erlösung für den ganzen Menschen. Er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Freund, es gibt Erlösung für Ihren Geist. Jesus nahm unsere Sünde auf sich. Gott sei Dank, unser Geist kann neu geboren werden, mit Gott  verbunden werden. Wir können Vergebung empfangen und bekommen eine neu Chance, aber das ist nicht alles.

Es heißt, die Strafe zu unserem Frieden lag auf Ihm. Er trug eine Dornenkrone auf Seinem Haupt, damit mein Haupt Frieden haben kann. Hier steht das Wort Shalom. Die Strafe zu unserem Schalom, zu unserem Frieden, lag auf Ihm. Dieses Wort beinhaltet alles, was wir zu unserem Wohlergehen brauchen. Und dann heißt es: „Durch Seine Wunden sind wir geheilt." Es gibt Erlösung für unseren Körper. Geist, Seele und Leib... Christus hat für alles bezahlt.

Ich weiß nicht, ob Sie es bemerkten, aber Sie müssen die Verse 4 und 5 falsch zitieren, um sich selbst auszulassen. Beachten Sie: „Jedoch unsere Leiden - Er hat sie getragen, Er hat unsere Schmerzen auf sich geladen." Vers 5: „Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden." Sie können das nicht zitieren, ohne sich selbst mit einzubeziehen!

Der Heilige Geist, der Jesaja inspirierte, diese Worte auszusprechen und niederschreiben zu lassen, entschloss sich, einen Teil der Erlösung Christi durch das Wort ‚fürwahr‘ zu betonen. Es bedeutet: ganz bestimmt. Es bedeutet: definitiv. Es bedeutet: keine Diskussion. Ihr könnt euch absolut sicher sein. Absolut sicher! Es heißt nicht: „Fürwahr, Er war durchbohrt um unserer Vergehen willen.", obwohl das der Fall war. Es heißt nicht: „Fürwahr, Er wurde zerschlagen um unserer Sünden willen.", obwohl es so war. Es heißt nicht: „Fürwahr, die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden." Gott entschloss sich, diesen Teil zu betonen: „Wahrlich, Er trug unsere Krankheiten." Alles ist wahr und alles ist wichtig. Warum betont Gott diesen Aspekt? Ich denke, weil Er die menschliche Natur kennt. Diesen Teil versuchen die Menschen manchmal auszulassen. Die Menschen neigen dazu, den Teil, den Gott betont, wegzulassen.

Ich weiß, hören Sie... ich weiß, Vergebung ist die Hauptsache. Gott sei Dank, dass wir Vergebung erleben können. Wir können gereinigt werden, von neuem geboren und mit Gott verbunden werden.

Und wenn Jesus später wiederkommt und wir diese Leiber im Tod ablegen, werden wir  in den Himmel zu Ihm kommen. Wenn das alles wäre, wäre es genug! Alles Weitere sind nur Details.

Aber die Bibel verkündet uns mehr.

Vor kurzem sprach ich in einem anderen Land und war in einem Hotel mit sehr guter Küche und einem erstaunlichen Buffet, das im Preis inbegriffen war. Man ging hinunter und man konnte sechs oder sieben Gerichte als Hauptgang wählen. Sie hatten ein paar exotische Angebote. Es gab zum Beispiel Strauß. Strauß, Hühnchen, Rindfleisch oder Lamm... all das konnte man als Hauptgang auswählen. Das war wirklich fantastisch! Dann gehörte auch eine Salatbar dazu. Dort gab es ungefähr zwanzig verschiedene Salate. Dann gab es eine Auswahl an Nachspeisen, die kaum zu überbieten war. Eine Nachspeise stand neben der anderen... jede erdenkliche Sorte! Ich war dankbar für den Hauptgang, aber wenn die Salatbar und die Nachspeisen im Preis inbegriffen sind, warum sollte man nichts davon essen?

Ich weiß, Vergebung ist der Hauptgang. Gott sei Dank! Das allein wäre schon genug. Aber wenn der Preis dafür bereits bezahlt wurde und wir die Salatbar des Friedens und vielleicht den Nachtisch der körperlichen Heilung haben können, warum nicht?! All das gehörte zum Erlösungswerk Christi.

Markieren Sie doch kurz diese Stelle... wir machen gleich dort weiter... und schauen Sie sich mit mir Matthäus, Kapitel 8 an. Matthäus, Kapitel 8. Wir schauen uns eine Bemerkung des Heiligen Geistes zu Jesaja 53:4 an. Matthäus zitiert und kommentiert unter der Inspiration des Heiligen Geistes... er zitiert und kommentiert Jesaja 53:4. Schauen wir uns an, was er sagt. Matthäus 8:16.

Matthäus 8:16-17
„Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus mit seinem Wort, und er heilte alle Leidenden, damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: „Er selbst nahm unsere Schwachheiten und trug unsere Krankheiten.""

Der Heilige Geist redete durch den Mund von Matthäus und sagte, was Jesaja 53:4 genau bedeutet.

„Wahrlich, Er trug unsere Krankheiten." Hier heilt Christus auf der Grundlage der zukünftigen Sühne, denn Er ist das Lamm, dass vor Grundlegung der Welt geschlachtet wurde.

Schauen Sie sich jetzt mit mir 2.Petrus, Kapitel 2 an. Wir finden einen kleinen Kommentar zu Jesaja 53:5. 1.Petrus 2:24.

1.Petrus 2:24

„... der (es ist von Jesus die Rede) unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid."

Sehen Sie, dass es hier in der Vergangenheit steht, weil es nach Golgatha war. Aus Gottes Sicht ist das Werk vollbracht. Alles, was zu unserer Heilung notwendig war, ist geschehen. Jesus wurde bereits auf den Rücken geschlagen, deswegen wird verkündet: „Durch Seine Striemen seid ihr geheilt worden." Heilung aufgrund der Sühne lag in der Vergangenheit. In Matthäus 8:16-17 stand Heilung aufgrund der Sühne noch bevor. Bei uns, in dieser Phase der Heilsgeschichte, liegt Heilung aufgrund der Sühne in der Vergangenheit.

Ich liebe diesen Vers im 1.Petrus 2:24. Sehr, sehr, sehr häufig habe ich ihn zusammen mit Jesaja 53:4 und 5 und Matthäus 8:16-17 gelesen. Diese drei Stellen hängen thematisch zusammen.
Es ist von Jesus die Rede: „... der unsere Sünden an Seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben."
Wir können in Gerechtigkeit leben. Wir haben das Potenzial dazu, weil Jesus unsere Sünden an Seinem Leib an das Holz hinauftrug. Ich habe das Potential, jede Versuchung zu überwinden. Ich habe nicht, wie wir hier in den USA sagen, 1000 Mal getroffen, ich habe die 100 Prozent nicht erreicht, aber ich weiß ganz sicher, dass ich das Potential habe, und zwar aufgrund der Dinge, die Jesus Christus tat.
Er hat Sünde überwunden. Er brach die Macht der Sünde, indem Er am Holz starb. Und ich denke, viele meiner Zuhörer würden mir hier zustimmen, obwohl sie es vielleicht auch nicht zu 100% umgesetzt haben. Wissen Sie, das Potential dazu finden wir in der ersten Hälfte des Verses, auch in der zweiten Hälfte des Verses steckt Potential. Dort steht: „... durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid." Weil Jesus Striemen auf Seinem Rücken ertrug, haben Sie das Potential, geheilt zu werden. Dieser Vers handelt von körperlicher Heilung.

Wie aus Jesaja 53:4-5 und aus Matthäus 8:16-17 hervorgeht, heilte Jesus körperliche Leiden, damit erfüllt würde, was der Prophet Jesaja sagte: „Er trug unsere Krankheiten und nahm unsere Schmerzen auf sich." Er spricht auch von den Striemen auf Seinem Rücken. Wir haben einen wunderbaren Retter, der eine völlige Erlösung für uns erwirkte. Freund, vertiefen Sie sich in Gottes Wort und erleben Sie das Potential, das dort für Sie bereitliegt.


 
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