Auf Jesus schauen
/ Teil 2                                                                                           04.04.2010

 


Lassen Sie mich etwas aus Jesaja 53 vorlesen, einem der großartigsten Kapitel der Bibel, mit dem wir uns in dieser Botschaft befassen.

In Vers 4 heißt es: „Fürwahr" - das bedeutet „ganz sicher, ohne jede Frage": „Fürwahr, er trug unsre Leiden und lud auf sich unsre Schmerzen." Viele Übersetzungen geben es so wieder: „Fürwahr, Er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen." Das ist die wörtliche Übersetzung der hebräischen Worte. „Fürwahr, er trug unsre Leiden oder unsere Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre.

Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt."

Wissen Sie, Sie müssen diese Verse falsch zitieren, um sich selbst auszulassen. Sie handeln von der großartigen Erlösung, die wir in Jesus Christus haben, die Geist, Seele und den Körper einschließt.

Er trug unsere Sünden, trug die Dornenkrone, damit wir Frieden haben und ertrug obendrein Striemen auf Seinem Rücken, mein Freund, um uns körperliche Heilung zu erwirken. Was für ein herrlicher Retter! Kommen wir gemeinsam zum Wort Gottes.

Schauen Sie sich mit mir den nächsten Vers an, Jesaja 53:5.

Jesaja 53:5                
„Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden."
                            
Hier sehen wir völlige Erlösung für den ganzen Menschen. Er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Freund, es gibt Erlösung für Ihren Geist. Jesus nahm unsere Sünde auf sich. Gott sei Dank, unser Geist kann neu geboren werden, mit Gott  verbunden werden. Wir können Vergebung empfangen und bekommen eine neu Chance, aber das ist nicht alles.

Es heißt, die Strafe zu unserem Frieden lag auf Ihm. Er trug eine Dornenkrone auf Seinem Haupt, damit mein Haupt Frieden haben kann. Hier steht das Wort „Schalom". Die Strafe zu unserem Schalom, zu unserem Frieden, lag auf Ihm. Dieses Wort beinhaltet alles, was wir zu unserem Wohlergehen brauchen. Und dann heißt es: „Durch Seine Wunden sind wir geheilt." Es gibt Erlösung für unseren Körper. Geist, Seele und Leib... Christus hat für alles bezahlt.

 

Ich weiß nicht, ob Sie es bemerkten, aber Sie müssen die Verse 4 und 5 falsch zitieren, um sich selbst auszulassen. Beachten Sie: „Jedoch unsere Leiden - er hat sie getragen, und unsere Schmerzen - er hat sie auf sich geladen."

Vers 5: „Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden."

Sie können das nicht zitieren, ohne sich selbst mit einzubeziehen!

Der Heilige Geist, der Jesaja inspirierte, diese Worte auszusprechen und niederschreiben zu lassen, entschloss sich, einen Teil der Erlösung Christi durch das Wort ‚fürwahr‘ zu betonen.

Es bedeutet: ganz bestimmt.   
Es bedeutet: definitiv.
Es bedeutet: keine Diskussion.
Ihr könnt euch absolut sicher sein. Absolut sicher!

Es heißt nicht: „Fürwahr, Er war durchbohrt um unserer Vergehen willen.", obwohl das der Fall war.
Es heißt nicht: „Fürwahr, Er wurde zerschlagen um unserer Sünden willen.", obwohl es so war.
Es heißt nicht: „Fürwahr, die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden."

Gott entschloss sich, diesen Teil zu betonen: „Wahrlich, Er trug unsere Krankheiten." Alles ist wahr und alles ist wichtig. Warum betont Gott diesen Aspekt? Ich denke, weil Er die menschliche Natur kennt. Diesen Teil versuchen die Menschen manchmal auszulassen. Die Menschen neigen dazu, den Teil, den Gott betont, wegzulassen.

Ich weiß, hören Sie... ich weiß, Vergebung ist die Hauptsache. Gott sei Dank, dass wir Vergebung erleben können. Wir können gereinigt werden, von neuem geboren und mit Gott verbunden werden.

Und wenn Jesus später wiederkommt und wir diese Leiber im Tod ablegen, werden wir  in den Himmel zu Ihm kommen. Wenn das alles wäre, wäre es genug! Alles Weitere sind nur Details.

Aber die Bibel verkündet uns mehr.

Vor kurzem sprach ich in einem anderen Land und war in einem Hotel mit sehr guter Küche und einem erstaunlichen Buffet, das im Preis bereits inbegriffen war. Man ging hinunter und man konnte sechs oder sieben Gerichte als Hauptgang wählen. Sie hatten ein paar exotische Angebote. Es gab zum Beispiel Strauß. Strauß, Hühnchen, Rindfleisch oder Lamm... all das konnte man als Hauptgang auswählen. Das war wirklich fantastisch! Dann gehörte auch eine Salatbar dazu. Dort gab es ungefähr zwanzig verschiedene Salate. Dann gab es eine Auswahl an Nachspeisen, die kaum zu überbieten war. Eine Nachspeise stand neben der anderen... jede erdenkliche Sorte! Ich war dankbar für den Hauptgang, aber wenn die Salatbar und die Nachspeisen im Preis inbegriffen sind, warum sollte man nichts davon essen?

Ich weiß, Vergebung ist der Hauptgang. Gott sei Dank! Das allein wäre schon genug. Aber wenn der Preis dafür bereits bezahlt wurde und wir die Salatbar des Friedens und vielleicht den Nachtisch der körperlichen Heilung haben können, warum nicht?! All das gehörte zum Erlösungswerk Christi.

Markieren Sie doch kurz diese Stelle... wir machen gleich dort weiter... und schauen Sie sich mit mir Matthäus, Kapitel 8 an. Matthäus, Kapitel 8. Wir schauen uns eine Bemerkung des Heiligen Geistes zu Jesaja 53:4 an. Matthäus zitiert und kommentiert unter der Inspiration des Heiligen Geistes... er zitiert und kommentiert Jesaja 53:4. Schauen wir uns an, was er sagt. Matthäus 8:16.

Matthäus 8:16-17
 „Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus mit seinem Wort, und er heilte alle Leidenden, damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: „Er selbst nahm unsere Schwachheiten und trug unsere Krankheiten.""

Der Heilige Geist redete durch den Mund von Matthäus und sagte, was Jesaja 53:4 genau bedeutet.

„Wahrlich, Er trug unsere Krankheiten." Hier heilt Christus auf der Grundlage der zukünftigen Sühne, denn Er ist das Lamm, das vor Grundlegung der Welt geschlachtet wurde.

Schauen Sie sich jetzt mit mir 2. Petrus, Kapitel 2 an. Wir finden einen kleinen Kommentar zu Jesaja 53:5. 1.Petrus 2:24.

1.Petrus 2:24

„... der (es ist von Jesus die Rede) unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid."

Sehen Sie, dass es hier in der Vergangenheit steht, weil es nach Golgatha war. Aus Gottes Sicht ist das Werk vollbracht. Alles, was zu unserer Heilung notwendig war, ist geschehen. Jesus wurde bereits auf den Rücken geschlagen, deswegen wird verkündet: „Durch Seine Striemen seid ihr geheilt worden." Heilung aufgrund der Sühne lag in der Vergangenheit. In Matthäus 8:16-17 stand Heilung aufgrund der Sühne noch bevor. Bei uns, in dieser Phase der Heilsgeschichte, liegt Heilung aufgrund der Sühne in der Vergangenheit.

Jetzt sagt jemand: „Wenn wir durch Seine Striemen geheilt wurden, warum bin ich dann nicht geheilt?"

Oder: „Warum hat jener das erlebt?" Oder: „Warum habe ich solche Schmerzen?" Und: „Was ist damit? Das gehört wohl nicht zum Erlösungswerk Christi."

Nun, lassen Sie uns kurz nachdenken. Schauen Sie sich nochmals den ersten Teil von Vers 24 an:

„... der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat." Wer ist der Meinung, dass Jesus unsere Sünden trug, als Er an diesem Holz starb? Das tat Er ganz bestimmt. „Damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben." Weil Christus durch Sein Werk auf Golgatha die Kraft der Sünde zerbrach, haben wir jetzt die Möglichkeit, in wahrer Gerechtigkeit zu leben.

Sehen Sie das auch so? Ohne Frage. Immer, wenn wir versucht werden, können wir aufgrund dessen, was Jesus auf Golgatha tat, diese Versuchung überwinden und sind in der Lage, ein heiliges Leben zu führen. Und doch würde ich behaupten, dass hier niemand sitzt, der es immer geschafft hat.

Keinem von uns ist das immer in jeder Hinsicht gelungen, obwohl wir das Potential dazu haben.

Was werde ich jetzt sagen: „Nun, ich wurde versucht und bin gefallen, also reicht das Opfer Jesu nicht aus. Vielleicht hat Er die Macht der Sünde nicht gebrochen, weil ich das nicht erlebe. Die Sünde war stärker als ich, also werde ich meine Theologie auf das Niveau meiner Erfahrung reduzieren." Nein, nein, nein, nein, nein! Das werde ich niemals tun! Jesus brach die Macht der Sünde. Er trug meine Sünde in Seinem Leib an das Holz und, Gott sei Dank, werde ich alles tun, um meine Erfahrung auf das Niveau von Gottes Verheißungen und auf das Niveau meiner Theologie zu bringen. Wenn die erste Hälfte des Verses wahr ist, dann ist die zweite Hälfte natürlich auch wahr. Der zweite Teil lautet: „... durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid." Genauso, wie ich das Potential habe, ein Leben in Gottes Gerechtigkeit zu führen, kann ich potentiell Heilung erleben, weil Jesus die Striemen auf sich nahm. Vielleicht habe ich das noch nicht im vollen Umfang ausgelebt, aber wissen Sie, was ich tun werde? Ich werde meine Theologie nicht auf das Maß meiner Erfahrung reduzieren und sagen: „Nun ja, ich habe das nicht erlebt und ich weiß, der und der hat das erlebt und der und der jenes, also ist das nicht Teil der Erlösung Christi." Nein, die Schrift sagt, es gehört dazu und wir sind auf dem Weg; wir wachsen, wir lernen dazu und bewältigen Probleme und, Gott sei Dank, wir nehmen dieses Reich, das Christus uns gab, mehr und mehr in Besitz. Und in der Zwischenzeit werde ich nicht meine Theologie und meine Überzeugungen auf das Niveau meiner Erfahrung reduzieren. Ich weiß, was Gott in Seinem Wort sagt, ist wahr und ich werde daran arbeiten und im Glauben wachsen und meine Erfahrung auf das Niveau von Gottes Aussagen bringen. Kann jemand bitte amen dazu sagen!

Schauen Sie sich bitte nochmals mit mir Jesaja an... Kapitel 53. Ich möchte etwas anmerken. Wir haben in Kapitel 52 gelesen, dass Jesus derart entstellt war, dass Er nicht mehr wie ein Mensch aussah, nachdem Er gefoltert und geschlagen wurde... die Juden schlugen Ihm ins Gesicht. Die Römer schlugen Ihn derart, dass Er von Kopf... Seine Stirn blutete aufgrund der Dornen... bis zu Seinen von Nägeln durchbohrten Füßen voller Wunden, Platzwunden und Prellungen war. Wer Jesus im Fleisch kannte und Ihn am Kreuz sah, erkannte Ihn nicht, weil Er so entstellt war und derart geschlagen worden war. Dann kommen wir zu Vers 6 von Jesaja 53. Dort steht:

Jesaja 53:6
„Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen eigenen Weg; aber der Herr ließ ihn treffen unser aller Schuld."

Wir sind die Schafe, die eigene Wege gingen. Im Tierreich weiß fast jedes Tier intuitiv, wohin es gehen muss. Einen Hund kann man 30 Kilometer entfernt aussetzen, und er findet nach Hause. Das gilt für die meisten Tiere, aber nicht für Schafe. Schafe sind wirklich dumm. Fragen Sie irgendeinen Hirten. Es ist wahr. Sie können es nachlesen und es wird sich bestätigen. Wenn sich ein Schaf verirrt, ist es hoffnungslos verloren. Es hat keinerlei Orientierungssinn, keinerlei Intuition, wie es nach Hause kommt. Was für ein Bild für die Menschheit! Hoffnungslos verloren!

Ich traf einen meiner besten Freunde, Randy Morrison, in Hongkong. Wir machten einen Spaziergang von unserem Hotel aus und verliefen uns total. Stundenlang versuchten wir, zum Hotel  zurück zu finden. Wir fanden niemanden, der Englisch sprach. Wir irrten herum. Wir liefen kleine Gassen hinunter. Geschlachtete Tiere und Schlangen hingen an Haken und wir dachten: "Das sieht nicht wirklich wie unser Hotel aus!" Wir irrten den ganzen Tag herum. Am Abend fanden wir schließlich zurück. Aber wissen Sie, aus Sünde und Gottesferne kommen Sie niemals alleine heraus. Sie können es Ihr Leben lang versuchen, aber allein finden Sie nicht zurück. Deswegen ist der Gute Hirte gekommen und für die Schafe gestorben. Und Jesus sagte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das eben. Niemand kommt zum Vater, außer durch mich. Jesaja 53:7.

Jesaja 53:7

„Er wurde misshandelt und niedergedrückt ..."

Wieder ist von Stellvertretung die Rede. Er wurde misshandelt und niedergedrückt, damit Sie das nicht erleben müssen.

„Er wurde misshandelt und niedergedrückt, aber er tat seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, und wie ein Schaf angesichts seiner Scherer, so tat auch er seinen Mund nicht auf."

Dieses Schweigen des Lammes angesichts seiner Scherer. Jesus erfüllte das, als Er vor seinen Anklägern und vor Pontius Pilatus stand. Ich zitiere aus Markus, Kapitel 15: „Und die Hohepriester klagten ihn vieler Dinge an. Pilatus aber fragte ihn wieder und sprach: Antwortest du nichts? Siehe, wie vieles sie gegen dich vorbringen! Jesus aber antwortete gar nichts mehr, so dass Pilatus sich wunderte."

In diesem Vers ist zwei Mal davon die Rede, dass der Retter Seinen Mund nicht auftut und schweigend dasteht. So wie es zwei Mal in den Evangelien gesagt wird, schwieg Jesus. Er war das Lamm, das zur Schlachtbank geführt wurde; das Lamm, dass vor Grundlegung der Welt geschlachtet wurde; das Lamm, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.

Jesaja 53:8

„Aus Bedrängnis und Gericht wurde er hinweggenommen."

Er wurde buchstäblich aus dem Gefängnis und aus der Verhandlung zu seinem Tod geführt.

„Und wer wird über seine Generation nachsinnen? Denn er wurde abgeschnitten vom Lande der Lebendigen. Wegen des Vergehens seines Volkes hat ihn Strafe getroffen."

Stellvertretung! Vers 9.

Jesaja 53:9
„Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab, (ihm wurde buchstäblich ein Grab bei den Gottlosen gegeben) aber bei einem Reichen ist er gewesen in seinem Tod, weil er kein Unrecht begangen hat und kein Trug in seinem Mund gewesen ist."

Ich bin sicher, dass sich Menschen seit Generationen und Jahrhunderten fragten: „Was bedeutet das? Man gab Ihm bei den Gottlosen Sein Grab, aber Er war in Seinem Tod bei den Reichen." Nun, Jesus starb zwischen zwei Dieben. Die Römer hatten absolute Kontrolle über Seinen Körper und Ihm wurde ein Grab bei den Gottlosen zugewiesen. Er wäre mit anderen in ein Massengrab geworfen worden.

Aber was geschah nach seinem Tod gemäß der Bibel? Joseph von Arithmathäa, ein reicher Mann, kam und bat Pontius Pilatus inständig um den Körper Christi und er wurde ihm ausgehändigt.

Und Joseph von Arithmathäa legte Christus in seine eigene Gruft. Ihm wurde ein Grab bei den Gottlosen zugewiesen, aber Er wurde bei Seinem Tod in die Gruft eines Reichen gelegt. Und die Bibel sagt, dass Er unschuldig war.

Jesaja 53:10

„Doch dem Herrn gefiel es, ihn zu zerschlagen. Er hat ihn leiden lassen. Wenn er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat, wird er Nachkommen sehen, er wird seine Tage verlängern. Und was dem Herrn gefällt, wird durch seine Hand gelingen."

Am Anfang steht: „Es gefiel dem Herrn, ihn zu zerschlagen." Das Wort ‚zerschlagen‘ bedeutet: zermalmen, vollständig zerschlagen und in Stücke schlagen. Es gefiel dem Vater. Die schlimmste Peitsche, die Jesus traf war nicht die der Römer. Es war die Peitsche des Gerichtes Gottes, die die Seele Christi traf, wegen der Sünden der Menschheit. Es heißt: „Wenn er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat..." 

Hören Sie: Unsere Herzen werden nie ganz und gar verstehen, wie weit Jesus ging, um uns zu erlösen. Seine Seele wurde zu einem Schuldopfer. Er litt am Kreuz nicht nur körperliche Schmerzen, Freund. Deswegen betet Jesus im Garten Gethsemane, als Er wusste, dass Seine Gefangennahme und Seine Kreuzigung bevorstehen, zum Vater. Und Er ist unter einem solchen Druck, dass Er Blut und Wasser schwitzte, was nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nur in den seltensten Fällen vorkommt, wenn jemand derart unter Druck ist, dass die Blutkapillaren zerstört werden und Blut aus den Poren austritt. So etwas überlebt fast niemand. Und, Jesus bat den Vater inständig: „Wenn es irgendwie möglich ist..., wenn es einen anderen Weg gibt, lass diesen Kelch an mir vorübergehen."

Er wusste, was auf Ihn zukommt, aber Er sagte: „Dein Wille geschehe und nicht mein Wille." Er unterstellte sich dem Willen des Vaters. Er willigte ein, dass Seine eigene Seele ein Opfer für die Sünde wird. Und es heißt: „Er wird Nachkommen sehen...", geistliche Nachkommen. Das sind wir.

Und: „Er wird Seine Tage verlängern."

Mit anderen Worten, Er wird weiterleben, obwohl Er stirbt. „Und was dem Herrn gefällt (oder Sein Plan), wird durch seine Hand gelingen." Das bringt uns zu Vers 11.

Jesaja 53:11
 „Nachdem seine Seele Mühsal erlitten hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben." 

Wir sind die Frucht der Mühsal oder der Arbeit Seiner Seele. Wissen Sie, was das Herz Jesu befriedigt. Das bin ich und auch Sie. Wir lasen im Hebräerbrief: „Um der vor ihm liegenden Freude willen erduldete er das Kreuz." Welche Freude hatte Er vor Augen? Was erfüllt Sein Herz mit tiefer Genugtuung? Es sind Menschen, die Ihm begegnen und die sich Ihm öffnen, die von der Finsternis ins Licht gebracht werden. Wenn Ihr Leben verändert wird und Sie wieder zu Gott finden, dann sieht Er das, wofür Seine Seele gekämpft, gelitten und gearbeitet hat und das befriedigt Ihn.

Jesaja 53: 11b
 „... durch seine Erkenntnis wird mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen (oder sie mit Gott ins reine bringen), und ihre Sünden wird er tragen."

Beachten Sie: Durch Seine Erkenntnis kommen Menschen mit Gott ins reine. Gott hat erwählt, durch die Torheit des Kreuzes jene zu retten, die glauben. Wie können sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie können sie hören, ohne einen Prediger? Wir müssen unseren Mund auftun und Menschen von unserem wunderbaren herrlichen Retter erzählen, denn wenn Menschen von Ihm hören, hat der Heilige Geist Material, um sie im Herzen zu überzeugen und zu überführen und sie zu einer heiligen Unterordnung unter Gott zu bringen. Durch Seine Erkenntnis erleben Menschen Gerechtigkeit.

Und Jesaja 53:12 schließt das Kapitel ab.

Jesaja 53:12
„Darum werde ich ihm Anteil geben unter den Großen, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen: dafür, dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und sich zu den Verbrechern zählen ließ. Er aber hat die Sünde vieler getragen und für die Verbrecher Fürbitte getan."

Hier ist vom Vater die Rede: „Darum werde ich..." Gott, der Vater, wird Ihm Anteil geben unter den Großen und mit Gewaltigen wird Er die Beute teilen. Im Englischen ist zwei Mal von ‚teilen‘ die Rede.

Sobald der Vater Jesus etwas austeilt, gibt Er sofort etwas an uns weiter und verteilt es. Die Formulierung beinhaltet, dass ein großer General in den Kampf zog, den Feind vertrieben und einen unanfechtbaren Sieg errungen hat. Dann nimmt er alle Beute dieses Krieges und verteilt sie an seine Armee??. Gott erklärt Jesus zum Sieger. Daraufhin sagt Jesus: „Ihr seid mehr als Überwinder."

Gott erklärt Jesus zum Erben. Er sagt: „Ihr seid meine Miterben." Was Er erringt, gibt Er an uns weiter.

Am Ende heißt es, Er hat für die Verbrecher Fürbitte getan. Ein Fürbitter ist jemand, der um einer Person willen zu einem anderen geht. Jesus ist unser Fürbitter. Im Hebräerbrief steht, Er ging mit Seinem eigenen heiligen Blut in den Himmel, um es in das Allerheiligste im Himmel zu bringen.

Ich habe Jesus vor dem Vater als Fürbitter vor Augen, der sagt: „Vater, es ist vollbracht. Ich habe mein Blut gegeben. Ich habe den Preis bezahlt. Meine Seele war das Opfer für die Sünde. Was Du mir jetzt ausgeteilt hast, teile ich mit ihnen. Wenn Du mich annimmst, nimmst Du Bayless an aufgrund der Dinge, die ich für Ihn tat. Wenn Du mich annimmst, nimmst Du Maria, Samantha und George an, denn was ich tat, tat ich für sie. Vater, wenn Du mich einen Überwinder nennst, sind sie mehr als Überwinder. Wenn Du mich zum Erben machst, sind sie meine Miterben." Und der Vater sah Jesus an und sagte: „Ich nehme sie in Dir an. Sie sind angenommen in dem Geliebten. Das Opfer ist dargebracht." Jesus gibt daraufhin alles an uns weiter, was Ihm der Vater gegeben hat... alles, was Er erlangte, alles, was Ihm als Erbe gehört. Kommen wir zu den Frage: Wer wird den Arm des Herrn erleben? Wer wird Seine großartige Errettung erfahren? Wem wird der Heilige Geist in seinem Leben diese Erlösung auf drei Ebenen erschließen: Frieden, Freiheit von Bedrückung, Heilung, Befreiung von Sünde. Wer hat den Arm des Herrn erkannt? Jene, die der Botschaft glauben. Ich habe Ihnen die Botschaft gebracht. Was werden Sie damit tun? Werden Sie an Ihn glauben?

Bitte neigen Sie doch kurz Ihr Haupt und schließen Sie die Augen. Ich möchte kurz beten. Lassen Sie uns von allem anderen wegschauen, sogar von den Glaubenshelden... vielleicht sogar von jenen, die großartige Mentoren und Vorbilder für uns waren... und lassen Sie uns jetzt auf Jesus schauen.

Betrachten wir Ihn. Bedenken Sie, was Er erlitt. Bedenken Sie, welchen Preis Er zahlte. Bedenken Sie Seine große Liebe. Die Schrift verkündet, Gott hat Seinen Sohn nicht verschont. Wie sollte Er uns mit Ihm nicht auch alles geben?

Gott, wir lieben Dich. Hilf uns, diesen Retter wirklich zu erkennen, der Seine Seele buchstäblich zu einem Schuldopfer machte, der Seinen Rücken den Peitschen der Römer darbot und der die Dornenkrone ertrug. Er ließ zu, dass Seine Hände und Füße von Nägeln durchbohrt werden, hielt Sein Gesicht jenen hin, die Ihn am Bart rissen, Ihn bespuckten und verspotteten; denjenigen, der ein für allemal den Tod besiegte, der Mächte und Gewalten entmachtete und sie öffentlich zur Schau stellte und durch das Kreuz über sie triumphierte... diesen auferstandenen Retter. Heiliger Geist, zeig uns diesen Jesus. Mal ein Bild auf die Leinwand unseres Vorstellungsvermögens. Tauche den Pinsel in Gottes Wort und wirke in uns, o Heiliger Geist. Jesus, wir lieben Dich heute. Wir danken Dir von Herzen.

Vor vielen Jahren schrieb ein berühmter Evangelist in seinem Rundbrief, den er verschickte, etwas über Jesaja, Kapitel 53. Er predigte ausschließlich Errettung in der Hinsicht, dass Gott uns durch Christus versöhnte, Vergebung der Sünden ermöglichte und dass wir wiedergeboren werden können.

Das war der einzige Aspekt der Erlösung Christi, über den er je predigte. Aber in diesem Artikel seines Rundbriefs berichtete er, wie er in einem anderen Land war und anhand von Jesaja 53 über Errettung durch Christus predigte. Und er sprach über den hebräischen Urtext, wo es heißt: „Fürwahr, Er trug unsere Leiden", genauer gesagt: „Wahrlich, Er trug unsere Krankheit", und auch über den Abschnitt:
„durch Seine Wunden sind wir geheilt". Er sprach über Parallelstellen, die auch von körperlicher Heilung handeln. Dann rief er die Menschen dazu auf, Christus anzunehmen. Hunderte waren anwesend, es war eine große Menschenmenge. Aber Hunderte von Menschen kamen und bezeugten nicht nur, dass die Last der Sünde verschwunden ist, vielmehr kamen sie nach vorne und bestätigten, dass sie übernatürlich geheilt wurden, als sie Christus als ihren Retter annahmen. Er sagte Folgendes: „Ich denke, Jesaja 53 beinhaltet mehr, als wir in der Regel erlebt haben." Und ich bete, dass Gott uns die Augen öffnet, damit wir unseren wunderbaren Retter und das volle Ausmaß Seiner Erlösung sehen, Sein umfassendes Opfer und die Bedeutung der Auferstehung. Was für ein Retter!

Jesus hat für uns bezahlt, für Geist, Seele und den Leib. Und ich bete, dass Ihre Augen erleuchtet und geöffnet werden, um unseren herrlichen Retter zu sehen und den unermesslichen Preis, den er am Kreuz für uns bezahlte. Gott segne Sie. Bis zum nächsten Mal.
 

 
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