Mütter mit einer Botschaft
02.05.2010
Hallo, willkommen zur heutigen Sendung. Wenn Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie. Lassen Sie uns gemeinsam etwas Zeit investieren. Ich habe heute eine wirklich interessante Botschaft für Sie. Ich nenne sie „Mütter mit einer Botschaft". Selbst wenn Sie als Mann diese Sendung sehen, ich versichere Ihnen, diese Sendung ist auch für Männer. Diese Sendung wird Ihre Herzen genauso ansprechen wie die Herzen der Frauen. Besonders werden jedoch Frauen von dieser Sendung profitieren. „Mütter mit einer Botschaft". Kommen wir zu Gottes Wort.
Der Titel der heutigen Botschaft ist „Mütter mit einer Botschaft". Wir werden uns einige Frauen ansehen, von denen wir etwas lernen können. Interessanterweise hatte die erste Frau, die wir uns ansehen werden, keine eigenen Kinder nach dem, was die Bibel sagt. Soweit wir wissen, hatte sie nie Kinder und doch nennt die Bibel sie eine Mutter. Sie war eine geistliche Mutter. Sie war die Mutter einer Nation. Sie hieß Debora. Richter 4:1.
Richter 4:1-5
„Als Ehud gestorben war, taten die Israeliten wieder, was dem Herrn missfiel. Darum lieferte sie der Herr der Gewalt Jabins, des Königs von Kanaan, aus, der in Hazor herrschte. Sein Heerführer war Sisera, der in Haroschet-Gojim wohnte. Da schrieen die Israeliten zum Herrn, denn Sisera besaß neunhundert eiserne Kampfwagen und hatte die Israeliten zwanzig Jahre lang grausam unterdrückt.
Damals war Debora, eine Prophetin, die Frau des Lappidot, Richterin in Israel. Sie hatte ihren Sitz unter der Debora-Palme zwischen Rama und Bet-El im Gebirge Efraim und die Israeliten kamen zu ihr hinauf, um sich Recht sprechen zu lassen."
Ein paar Worte zur damaligen Situation. In dieser Phase der Geschichte regierten Richter in Israel, das war noch vor König Saul. Es war eine andere Ära. Es gab etwas Interessantes, ein Muster, das sich immer und immer wieder im Buch der Richter wiederholt. Das Volk vergaß Gott, sie sündigten, der Feind gewann Raum und unterjochte sie. Schließlich wandten sie sich von ihrer Sünde ab, riefen um Gnade und Gott ließ einen Befreier oder einen Richter aufstehen, der ihnen zum Sieg verhalf und der schließlich zum zivilen, militärischen oder geistlichen Führer des Landes wurde. Danach erlebten sie eine längere Phase großer Ruhe. Und danach ging alles wieder von vorne los. Sie vergaßen Gott. Sie sündigten. Der Feind gewann Raum, unterjochte sie und sie schrieen wieder zu Gott. Gott gab ihnen einen anderen Richter, der das Land regierte - auf ziviler oder militärischer Ebene usw.
Die einzige Frau, die je so eine Position erreichte, war Debora. Sie war die einzige Richterin, die es je in Israel gab. Sie war die einzige Frau, die Gott unter der Zustimmung des Volkes jemals einsetzte. Historisch gesehen war sie damit auf einer Ebene mit Jeanne d'Arc, die 2700 Jahre später Frankreich zum Sieg verhalf. Debora bedeutet Honigbiene. Dieser Name passt ausgesprochen gut zu ihr, denn sie sammelte sehr fleißig Honig für ihre Freunde und konnte ihren Feinden tödliche Stiche zufügen, was die Kanaaniter bald erleben sollten. Sie war mit einem Mann namens Lappidot verheiratet. Aus der jüdischen Geschichtsschreibung erfahren wir, dass er Kerzen für den Tempel herstellte und das könnte er wirklich gemacht haben, denn sein Name bedeutet auf Hebräisch Fackel.
Denken Sie kurz über all das nach. Diese Frau ist berühmt. Sie war damals der Inbegriff der Autorität in diesem Land. Lappidot muss sich darauf einstellen. Er ist mit einer sehr berühmten, prominenten Frau verheiratet und ist selbst nicht annähernd so berühmt oder prominent. Wir wissen sehr wenig über ihn. Er hat eine Frau, die einen geistlichen Dienst hat und einem Land vorsteht.
Bestimmt war das eine große Umstellung für ihn, wenn er ein normaler Mann war, sie in ihrer Rolle zu unterstützen. Ich kann Ihnen versichern: Ich bin noch keinem Mann begegnet, der nicht mit seinem Ego zu kämpfen hat, wenn seine Frau prominent ist, eine Führungsposition hat und im Rampenlicht steht. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Lappidot nicht das Haupt seiner Familie war und dass Debora die Hosen anhatte und ihn beherrschte... absolut nicht. Er musste sich nur auf die Berufung einstellen und mittragen, was Gott seiner Frau gegeben hatte. Offenbar gelang das, denn ihr Dienst war sehr, sehr fruchtbar, was in einer unglücklichen Ehe wohl nicht der Fall gewesen wäre.
Es heißt, dass sie Israel richtete. Sie saß unter einer Palme und die Menschen kamen zu ihr. Offenbar war sie im ganzen Land anerkannt, denn sie suchten ihren Rat. ‚Recht sprechen‘ bedeutet tatsächlich richten, urteilen und Dinge verfügen. Deboras Wort war Gesetz. Sie war die höchste Autorität im Land nach Gott.
Noch ein interessanter Gedanke am Rande. Es heißt, sie übte ihr Richteramt draußen unter einer Palme sitzend aus. Warum das? Wir wissen wiederum aus der jüdischen Geschichtsschreibung, dass sie mit einem Mann nicht allein in ihrem Haus sein wollte. Sie wollte dem Fleisch keine Gelegenheit geben. Ich denke, das war sehr weise von ihr. Wir alle wissen von Leitern in der Gemeinde, die sehr gesalbt waren, von Gott gebraucht wurden, sich in kompromittierende Situationen begaben, Versuchungen nachgaben und ihren Dienst durch moralisches Versagen ruinierten. Die Konsequenzen sind zu groß. Es steht zu viel auf dem Spiel. Deswegen sagt die Bibel, wir sollen die Orte der Versuchung meiden. Paulus schrieb dem jungen Timotheus „flieh vor den Begierden der Jugend." Mit anderen Worten, steh nicht da und versuche dagegen anzugehen, renne weg! Man muss nicht jung sein, um jugendliche Begierden zu haben. Alle Älteren sagen: amen. Das ist wahr. Flieh vor den Begierden der Jugend.
Debora war eine Prophetin. Sie hatte Einsicht in die Absichten und Pläne Gottes und gab Gottes Sicht an Sein Volk weiter. Sie wirkte auch in den Gaben des Geistes... natürlich in der Gabe der Prophetie, im Wort der Weisheit und auch im Wort der Erkenntnis. Im Verlauf der Geschichte rückt ihre prophetische Gabe und ihr Amt als Prophetin im Gespräch mit Israels militärischem Führer Barak in den Vordergrund. Richter 4:6.
Richter 4:6-7
„Und sie sandte hin und ließ rufen Barak, den Sohn Abinoams aus Kedesch in Naftali, und ließ ihm sagen: Hat dir nicht der Herr, der Gott Israels, geboten: Geh hin und zieh auf den Berg Tabor und nimm zehntausend Mann mit dir von Naftali und Sebulon? Ich aber will Sisera, den Feldhauptmann Jabins, dir zuführen an den Bach Kischon mit seinen Wagen und mit seinem Heer und will ihn in deine Hände geben."
Sie sagte Barak, dem General der israelischen Armee, was Gott von ihnen erwartete. Sie offenbarte sogar wo und wie Sisera, der feindliche General, reagieren würde. Baraks Antwort Debora gegenüber ist nicht die Beste, aber sie ist ehrlich. Richter 4:8.
Richter 4:8-9
„Barak sagte zu ihr: Wenn du mit mir gehst, werde ich gehen; wenn du aber nicht mit mir gehst, werde ich nicht gehen. Sie sagte: Ja, ich gehe mit dir; aber der Ruhm bei dem Unternehmen, zu dem du ausziehst, wird dann nicht dir zuteil; denn der Herr wird Sisera der Hand einer Frau ausliefern. Und Debora machte sich auf und ging zusammen mit Barak nach Kedesch."
Aufgrund einer langen Zeit der Sklaverei und der Unterdrückung durch den Feind zweifelte Barak. Er war zögerlich. Er war unsicher. Debora inspirierte ihn und war bereit, mit ihm zu gehen. Und durch die prophetische Gabe sagt sie: „Gut, aber dir wird kein Rum zuteil. Gott wird Sisera in die Hände einer Frau ausliefern." Und so geschah es. Der Kampf tobte. Die ganze Armee Kanaans wurde besiegt und Sisera flieht. Und ein Verbündeter der Kanaaniter kommt in eins ihrer Lager, geht in ein Zelt und bittet eine Frau, ihm Unterschlupf zu gewähren. Sie sagt: „Ja." Er ist müde und schläft ein und sie schlägt ihm einen Zeltpflock durch den Kopf und nagelte ihn quasi am Boden fest. Also bekam tatsächlich eine Frau die Ehre für den Sieg über diesen General des Feindes. Schauen Sie sich mit mir Richter 4:13 an. Dort steht:
Richter 4:13-15
„Und er rief alle seine Kriegswagen zusammen, neunhundert eiserne Wagen, und das ganze Volk, das mit ihm war, aus Haroschet der Heiden an den Bach Kischon. Debora aber sprach zu Barak: Auf! Das ist der Tag, an dem dir der Herr den Sisera in deine Hand gegeben hat, denn der Herr ist ausgezogen vor dir her. So zog Barak von dem Berge Tabor hinab und die zehntausend Mann ihm nach. Und der Herr erschreckte den Sisera samt allen seinen Wagen und dem ganzen Heer vor der Schärfe von Baraks Schwert, sodass Sisera von seinem Wagen sprang und zu Fuß floh."
Wir sprachen bereits über seinen Untergang. Wir sehen hier, dass eine Frau das Sagen hat und einen zögerlichen Leiter und eine ganze Nation inspiriert und motiviert, die in den letzten 20 Jahren nur Unterdrückung und Knechtschaft kannte. Sie hatte die Macht keineswegs an sich gerissen, sondern sie wurde ihr von Gott gegeben und durch Gottes Volk anerkannt und bestätigt. Sie war nicht herrschsüchtig oder aufdringlich. Sie hat nur die Aufgabe ausgefüllt, zu der Gott sie berufen hat. Und Gott sei Dank für solche Frauen, die nicht versuchen, Männer zu sein, nicht beweisen wollen, dass sie besser als Männer oder Männern gleich sind, sondern die in jeder Hinsicht feminin sind und als Frauen bewusst und sensibel auf Gottes Berufung für ihr Leben reagieren.
Liebe Frauen, ich möchte Ihnen versichern, dass wir, zumindest hier in unserer Gemeinde, sehr viel von Ihnen halten. Wir glauben, dass Gott Frauen Gaben und Berufungen gibt und wir möchten, dass Sie in Ihrer Begabung und Berufung leben. Sie haben sehr, sehr viel, was Sie uns und dem Leib Christi geben können.
Debora konnte nicht nur weissagen, inspirieren und leiten, sie konnte auch schreiben, denn im fünften Kapitel steht ein sehr anschauliches Lied, das Lied der Debora, das sie selbst geschrieben hat. Ich möchte Ihnen wenigstens ein paar Dinge zeigen, die sie darin beschreibt. Schauen Sie sich bitte den Vers 6 aus Kapitel 5 an.
Richter 5:6-7
„In den Tagen Schamgars, des Sohnes Anats, in den Tagen Jaëls ruhten die Wege; und die auf Pfaden zogen, mussten gewundene Wege gehen. Es ruhten die Landbewohner; sie ruhten in Israel, bis ich, Debora, aufstand, bis ich aufstand, eine Mutter in Israel."
Menschen waren verängstigt...hinter verschlossenen Türen und Stadtmauern... bis diese Frau aufstand als eine Mutter in Israel. Soweit wir wissen, hatte sie keine leiblichen Kinder, doch sie war eine geistliche Mutter. Mütter lehren, inspirieren und ermutigen und helfen ihren Kindern auf ihrem Weg und all das tat Debora für eine ganze Nation. Wir haben es nötig, dass heute manche Mütter Israels in der Gemeinde aufstehen. Paulus sagte Folgendes: „Ihr habt vielleicht zehntausend Lehrer in Christus, aber ihr habt nicht viele Väter." Ich denke, das gilt auch für geistliche Mütter.
Ich wurde errettet, weil mir ein kleiner Junge in einem Park von Christus erzählte. Ich hatte das Evangelium nie zuvor gehört. Er erschütterte meine Welt, aber seine Mutter auch. Sie betete öfters für mich. Sie gab mir meine erste Bibel. Ich hatte nie zuvor die Bibel gelesen. Es gab eine andere weißhaarige Frau, die die Gemeinde besuchte, in die ich ging. Sie lebte bereits 65 Jahre mit Jesus... wurde als kleines Mädchen errettet und lebte seit 65 Jahren mit Jesus. Sie nahm mich unter ihre Fittiche. Ich ging zu dem Wohnwagen, in dem sie mit ihrem Mann lebte und dann dienten sie mir. Sie legte mir die Hände auf, betete für mich und lehrte mich, so gut sie konnte, über den Heiligen Geist und über die Gaben des Geistes... eine Mutter Israels, die mein Leben prägte.
Wir brauchen Männer und Frauen, die Neubekehrte unter ihre Fittiche nehmen, sie unterweisen und lehren und ihnen helfen, im Herrn stabil zu werden... nicht, damit sie von Ihnen abhängig werden, denn das ist eine falsche Haltung. Es geht darum, dass sie lernen, sich auf Jesus zu verlassen und auf Ihn zu schauen. Tatsache ist: Wir brauchen Mütter in Israel. Und das Ergebnis? Schauen Sie sich den letzten Vers an, Richter 5:31.
Richter 5:31
„So sollen umkommen alle deine Feinde, Herr! Aber die, die ihn lieben, sollen sein, wie die Sonne aufgeht in ihrer Kraft! - Und das Land hatte vierzig Jahre Ruhe."
Mögen durch Ihren Dienst die Müden und die Bedrückten Ruhe finden.
Jetzt ein paar Gedanken in Kürze, ein paar kurze Lektionen, die wir von Debora lernen können, dieser Mutter in Israel. Nummer 1: Ihre Geschichte bestätigt uns nochmals ganz klar und unmissverständlich, dass Frauen bedeutende Leiterinnen im Volk Gottes sein können.
Zweitens: Wenn eine Begabung zur Leiterschaft in jemandem ist, kann sie erkannt werden. Im Buch der Sprüche steht, dass eines Mannes Gabe ihm Raum macht. Das gilt auch für Mütter und für Frauen. Die Gabe einer Frau macht Raum für sie. Wir finden keinen Hinweis in der Geschichte von Debora in der Bibel, dass sie sich mit Druck oder aus eigener Kraft Geltung verschaffen musste. Ihre Gabe machte ihr Raum. Und ich weiß, manche Frauen sagen: „Heute ist es anders. Wir leben in einer Männerwelt." Bei weitem nicht so ausgeprägt wie damals! Sie hatte es viel schwerer als Sie heute. Sie meinen, Männer sind heute dominant - sie lebte inmitten einer Gesellschaft, die massiv von Männern bestimmt wurde, und zwar viel, viel, viel, viel stärker als es heute in unserer Kultur und auch in der Gemeinde der Fall ist. Und doch war Gott in der Lage, sie an die Spitze zu bringen, damit diese Gabe zur Verherrlichung Gottes und zum Segen Seines Volkes zur Geltung kommen konnte.
Die dritte Lektion, die wir von ihr lernen können: Ihr Glaube an Gott kann andere inspirieren, Gott zu vertrauen. Ihr Glaube an Gott inspirierte Barak, den Anführer, den General der Armee Israels, Gott zu vertrauen, als er zweifelte und voller Angst war.
Die vierte Lektion: Wenn Gott Sie führt, ist es egal, wer oder was Ihnen widerfährt. Wenn Sie Seinem Wort gehorchen, können Sie siegreich sein. Ich weiß nicht... wir lesen davon, machen uns aber nicht klar: In der damaligen Zeit gegen eine Armee anzugehen, die 900 eherne Wagen hat, während sie keinen haben... da stehen die Chancen denkbar schlecht. Es ist wirklich interessant, wir hatten keine Zeit, es zu lesen. Wenn wir das Lied von Debora lesen, erfahren wir, dass die Natur gegen Sisera und seine Armee kämpfte. Es gab eine Flut und Gott selbst griff übernatürlich ein. Ich bin überzeugt, wenn wir Gott gehorchen, gemäß der Führung des Heiligen Geistes handeln und Seinem Wort vertrauen, wird Gott, selbst wenn Er Himmel und Erde bewegen muss, Sein Wort zustande bringen. Und Er wird es für Sie tun!
Und schließlich... die fünfte Lektion... bis manche Frauen als Mütter in Israel, als Mütter in der Gemeinde, aufstehen, wird es immer andere geben, die in Angst und im Verborgenen leben werden. Mama, sie brauchen Deinen Glauben, Deine Ermutigung und Deine Führung. Sie sind darauf angewiesen, dass Sie in die Position kommen, in die Gott Sie berufen hat.
Gut, schauen Sie sich bitte mit mir 1.Samuel, Kapitel 1 an. Wir kommen zu einer zweiten Mutter mit einer Botschaft... 1.Samuel, Kapitel 1. Sie heißt Hanna. Von ihr können wir viele gute Dinge lernen. Wir werden uns nur ein paar ansehen. Die Geschichte beginnt mit ihrem Mann Elkana und uns wird gleich gesagt, dass Hanna nicht seine einzige Frau war. 1.Samuel 1:2 „Und er hatte zwei Frauen..." Sagen Sie alle: „Oha!" Ja, das ist ein Problem, egal, was Sie persönlich davon halten.
1.Samuel 1:2-7
„Und er hatte zwei Frauen: Der Name der einen war Hanna und der Name der anderen Peninna; Peninna hatte Kinder, aber Hanna hatte keine Kinder. Und dieser Mann ging Jahr für Jahr aus seiner Stadt hinauf, um den Herrn der Heerscharen anzubeten und ihm in Silo zu opfern. Dort aber waren die beiden Söhne Elis, Hofni und Pinhas, Priester des Herrn. Und es geschah immer an dem Tag, wenn Elkana opferte, dann gab er seiner Frau Peninna und all ihren Söhnen und Töchtern die ihnen zukommenden Anteile; aber Hanna gab er einen besonders großen Anteil. Denn Hanna hatte er lieb; aber der Herr hatte ihren Mutterleib verschlossen. Und ihre Gegnerin reizte sie mit vielen Kränkungen, um sie zu demütigen, weil der Herr ihren Mutterleib verschlossen hatte. So geschah es Jahr für Jahr, immer, wenn sie zum Haus des Herrn hinaufzog, reizte jene sie. Dann weinte sie und aß nicht."
Hanna bedeutet ‚gütig‘ oder ‚Gunst‘. Aber am Anfang der Geschichte spiegelt ihre Situation keine Gunst oder Güte wieder. Sie ist unfruchtbar, was besonders zur damaligen Zeit und in ihrer Kultur als große Schande angesehen wurde. Damit nicht genug, die andere Frau ihres Mannes reizte sie immer wieder sehr und wollte ihr das Leben schwer machen. Aus der Reihenfolge können wir entnehmen... es ist die Rede von den zwei Frauen Elkanas... Hanna wird zuerst genannt. Daraus entnehmen wir, dass sie seine erste Frau war. Gemäß der jüdischen Tradition drängte sie nach einigen Jahren der Unfruchtbarkeit ihren Mann, eine andre Frau zu nehmen, um Kinder haben zu können.
Wissen Sie, ich bin sicher, dass Hanna das später bereute, genau wie ihre Vorfahrin Sarah später bereute, dass sie ihren Mann Abraham drängte, sich eine andere Frau zu nehmen, um Kinder haben zu können. Es heißt, dass Elkana Hanna liebte und ihr weitaus mehr gab, was die Lage verschlimmerte. Es schürte nur Peninnas Hass, als sie sah, dass ihr Ehemann Hanna bevorzugte. Und in ihrem Schmerz und in ihrer Not tat Hanna das Richtige. Sie ging in das Haus Gottes und brachte es im Gebet vor Gott. Schauen Sie Vers 10 an. Sie ging in den Tempel und war in ihrer Seele verbittert.
1.Samuel 1:10-11
„Und sie war in ihrer Seele verbittert, und sie betete zum Herrn und weinte sehr. Und sie legte ein Gelübde ab und sprach: Herr der Heerscharen! Wenn du das Elend deiner Magd ansehen und meiner gedenken und deine Magd nicht vergessen wirst und deiner Magd einen männlichen Nachkommen geben wirst, so will ich ihn dem Herrn alle Tage seines Lebens geben. Und kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen."
Ich finde Folgendes interessant: Als sie anfängt zu beten, ist es kein Gebet der Vergeltung gegenüber Peninna: „Gott, siehst Du nicht, was sie mir angetan hat? Nimm ihr die Freude! Töte ihre Kinder, Gott! Brich ihr die Beine!" Nein, sie erwähnt nichts davon. Sie bringt Gott ihren Schmerz und bittet dann konkret um ihr Herzensanliegen, um einen Jungen. Und sie gelobt etwas: „Gott, gib mir männlichen Nachwuchs. Ich werde ihn Dir zurückgeben." Sie beschreibt im Grunde das Gelübde eines Nasiräers, dieser Junge soll von Geburt an Gott geweiht sein.
Und wie viele, die beten, wird Hanna verkannt. Eli, der Priester, sitzt dort und sieht sie. Ihre Lippen bewegen sich, sie betet aus tiefstem Herzen zu Gott, sagt die Bibel, und er dachte, sie sei betrunken. Er sagt: „Was tust du denn? Trinken? Trenne dich von dem Wein!" Sie sagt: „Ich bin keine sündige Frau. Ich habe keinen Wein getrunken. Ich habe meine Seele vor Gott ausgeschüttet." Und dann schauen Sie sich bitte mit mir Vers 18 an.
1.Samuel 1:18
„Sie sprach: Lass deine Magd Gnade finden vor deinen Augen. Da ging die Frau ihres Weges und aß und sah nicht mehr so traurig drein."
Sie glaubt, dass sie eine Antwort erhalten hat. Als sie kam, war sie bedrückt. Sie begegnet Gott und geht fröhlich nach Hause, weil sie glaubt, dass ihr Gebet erhört ist.
Ein paar Bemerkungen dazu: Sie brachte all ihre Trauer und ihren Schmerz vor Gott. Das tun viele. Sie kommen zu Gott und es ist so, als trügen sie einen großen Rucksack, angefüllt mit Dingen, die sie bedrücken. Sie legen ihn im Gebet ab, nehmen Dinge heraus und sagen: „Das erlebe ich gerade, Gott, und auch das. Und schau mal diesen Bereich an." Sie holen etwas von unten hervor: „Sieh dir mal das an." Sie bringen es vor Gott und packen alles wieder in den Rucksack, wenn sie ihr Gebet beendet haben, schnallen ihn wieder auf den Rücken, gehen damit heraus und reden mit allen über alles, was sie bedrückt. Aber Hanna nicht! Sie geht hinein, gebeugt, traurig und schwermütig, gibt Gott all das, geht glücklich davon und genießt eine gemeinsame Mahlzeit mit der Familie. Sie ließ ihre Lasten dort zurück.
Wenn Sie Gott etwas geben, lassen Sie es bei Ihm. Nehmen Sie es nicht wieder mit.
Sie brachte auch eine Bitte vor und glaubte, dass Gott sie erhörte. Das tat Gott allerdings! Er gab ihr einen Sohn. Sie nannte ihn Samuel. Er wurde zu einem der größten Männer in der Bibel. Sie hielt ihr Versprechen Gott gegenüber. Sobald der Junge entwöhnt war, brachte sie ihn in den Tempel und ließ ihn bei Eli zurück, damit er alle Tage seines Lebens Gott diene.
Und in Kapitel 2 betet Hanna ein wunderbares Gebet voller Lob und Dank, das dem Gebet von Maria, der Mutter Jesu, in Lukas, Kapitel 1, sehr ähnelt. Wenn Sie die beiden gegenüberstellen... tun Sie das doch einmal... scheint es, als ob Maria bestens mit Hannas Geschichte vertraut ist. In ihrem Gebet preist sie Gott für Seine Fähigkeit, Situationen umzudrehen und spricht über den Ausgleich, den Gott den Armen und den Verfolgten gibt, die Ihm vertrauen.
Nun, wir konnten die Botschaft heute nicht beenden. Sie müssen sich nächste Woche den zweiten Teil von „Mütter mit einer Botschaft" ansehen. Ich sage Ihnen, manche dieser Frauen in der Bibel hatten erstaunlichen Glauben, haben große Raubzüge für Gott gemacht, ihre Generation und ihre Umwelt verändert. Und ich denke, wir selbst sind von solchen Frauen umgeben und ich möchte euch Frauen ermutigen, voranzugehen in Jesu Namen. Ich möchte jetzt allen Zuschauern etwas sagen. Bitte schalten Sie noch nicht aus, denn was ich sagen werde, kommt aus meinem Herzen. Unsere Sendungen werden vielerorts in den USA und in aller Welt ausgestrahlt. Diese Sendungen für die Nationen der Welt produzieren wir seit über zwanzig Jahren. Und unsere Gemeinde, Cottonwood, trägt den Löwenanteil der finanziellen Last und zwar, weil wir Menschen lieben, weil sie uns wichtig sind und weil es eine fantastische Möglichkeit ist, die Botschaft des Evangeliums, Gottes Wort, diesen Menschen zu bringen. Zunächst möchte ich jenen unter Ihnen danken, die unsere Partner geworden sind und uns helfen, den Nationen die Botschaft zu bringen. Jetzt der zweite Teil: Wenn Sie die Sendung sehen und dadurch gesegnet wurden, bitte beten Sie doch darüber, unsere Partner zu werden und uns monatlich zu unterstützen. Jeder kleine Betrag, den Sie uns monatlich schicken, hilft uns, Gottes Wort, die Botschaft des Lebens, Menschen in Not zu bringen. Wir wären sehr dankbar dafür und die Menschen aus unserer Gemeinde würden es sehr zu schätzen wissen. Tragen Sie doch unser großes Anliegen mit, einer sterbenden Welt den lebendigen Jesus nahe zu bringen. Ich würde gerne von Ihnen hören. Gott segne Sie.
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