Vier Dinge, bei denen Gott Ihnen helfen möchte
- Teil 2                                                   20.06.2010


 

Ich glaube, der Heilige Geist möchte uns zum Gebet inspirieren, uns beim Beten stärken und uns helfen und unterstützen, damit wir wirksam und angemessen beten können.

Wussten Sie, dass Gott Ihnen helfen möchte? Er ist nicht unbeteiligt und weit weg. Er schaut nicht nur, ob Sie Fehler machen oder ob Ihnen alles gelingt. Er möchte Anteil haben an Ihrem Leben.

Wir richten in dieser Botschaft und in den kommenden Wochen unser Augenmerk auf  Bereiche, in denen Gott uns helfen möchte. Ich weiß nicht, wie Sie das sehen... ich brauche oft Hilfe und bin froh, dass Gott nicht nur aus der Ferne sagt: „Damit musst du schon alleine klarkommen, mein Freund."

Nein, die Bibel sagt: „Wenn wir uns Gott nahen, naht Er sich uns." Vielleicht brauchen Sie ja Hilfe, dann sagen Sie zu Gott: „Ich brauchen Hilfe"... übrigens ist das eins der  besten Gebete. Sind Sie bereit? „Gott, Hilfe!" Gott reagiert auf einen solchen Herzensschrei und jetzt kommen wir zu Gottes Wort. Wenn Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie zur Hand. Wir wollen gemeinsam studieren und uns ein paar Bereiche ansehen, in denen Gott uns helfen möchte. Da ist für jeden etwas dabei.

Nun sagt der Apostel Paulus den Galatern... es müsste Galater 4:19 sein, denke ich. Er sagt:

Galater 4:19

„Meine lieben Kinder, die ich abermals unter Wehen gebäre, bis Christus in euch Gestalt gewinne!"
                 

Er hatte sie zu Christus geführt. Und nachdem er die Kirche gegründet und eine Leitungsstruktur aufgebaut hatte, kamen einige Judaisierer und sagten diesen Baby Christen: „Ihr seid nicht wirklich gerettet. Es ist egal, was Paulus sagte, ihr seid nicht wirklich errettet. Ihr müsst das Gesetz des Mose halten; ihr müsst beschnitten werden. Sonst seid ihr keine echten Christen!" Und sie erschütterten den Glauben dieser jungen Gläubigen. Deshalb schrieb Paulus ihnen den Galaterbrief und sagte:

Galater 3:1

„... wer hat euch verzaubert, dass ihr wankt und der Wahrheit nicht gehorcht, ..."

Paulus war wirklich zornig. Er schrieb einige Dinge, die schon fast bösartig sind im Hinblick auf diese Judaisierer. Das wird besonders deutlich, wenn man den Urtext liest. Er nahm sie hart ran. Aber er spricht mit ihnen und sagt: „Ihr seid meine lieben Kinder, die ich abermals unter Wehen gebäre, bis Christus in euch Gestalt gewinne!" Er spricht von Gebet. Anders gesagt: „Jetzt seid ihr entgleist.

Euer Glaube wurde erschüttert. Ich bete, dass ihr in die Spur zurückkommt und dass ihr wieder zur gesunden Lehre kommt, damit ihr wachst und in Christus mündig werdet." Aber er hat vorher in Wehen gelegen.

Und das bezieht sich auf die Zeit, als er sie für Christus gewann, denn... hören Sie: Menschen werden wiedergeboren, weil sie den unvergänglichen Samen des Wortes empfangen und jemand für sie betet. Es gibt keine Geburt ohne Samen und ohne Wehen. Wir kennen die Saat, die Verkündigung des Evangeliums. Das ist der Same. Jesus sagte, dass der Same das Wort Gottes ist. Männer und Frauen werden durch den unvergänglichen Samen wiedergeboren. Aber, Freund, ebenso wichtig ist: Jemand muss sich mit dem Heiligen Geist zusammentun und Gebetsarbeit leisten. Die Bibel vergleicht es mit den Geburtswehen einer Mutter, die unter Mühen das Kind gebiert. Sie kamen nicht ins Reich Gottes, ohne dass jemand im Gebet um Sie rang. Ich weiß nicht, wer es war, aber jemand rang im Gebet für mich. Eines Tages werde ich ihn finden.

Charles Finney, vielleicht der größte Evangelist, den unser Land hervorbrachte, gewann fünfhunderttausend Menschen für Christus in unserem Land hoch zu Ross! Ganze Städte kamen zu Christus. Aber wissen Sie was? Charles Finney, obwohl er selbst ein Mann starken Gebets war, hatte einen Mann namens Vater Nash, der eine Woche vor Finney in jede Stadt reiste, die dieser besuchen wollte, in einem Gasthof ein Zimmer mietete, die Tür verschloss und Tag und Nacht betete... tagelang. Und er seufzte und stöhnte. Was tat er? Finney würde die Saat ausstreuen, aber jemand musste in Geburtswehen liegen.

Wissen Sie, Sie können heute hier sein und noch keinen Frieden mit Gott geschlossen haben. Es ist kein Zufall, dass Sie hier sind. Irgendjemand hat irgendwo für Sie gebetet. Vielleicht war es Ihre Großmutter oder Mutter. Sie können gleich aufgeben. Sie können Großmutters oder Mutters Gebeten nicht entkommen, das wissen Sie! Himmel und Erde werden bewegt, wenn Mütter und Großmütter beten. Vielleicht war es jemand auf der anderen Seite der Erde, vielleicht ging jemand in einem kleinen Dorf im afrikanischen Busch auf die Knie, vielleicht sogar mitten im Freien, spürte eine Gebetslast und sagte: „Gott, ich weiß nicht, um wen es geht, aber hier bin ich" und beginnt zu beten und zu weinen, ohne zu wissen, wofür in rechter Weise gebetet werden soll, aber der Heilige Geist hat jemanden gesucht. Ich glaube, dass der Heilige Geist auch jetzt im Leib Christi nach Menschen sucht, die sagen: „Ich bin bereit. Ich werde beten."

Wissen Sie, wir wollen Erweckung. Ich möchte Erweckung sehen. Wollen noch andere Erweckung erleben? Sie wollen erleben, dass Gottes Gegenwart über unseren Staat fegt? Massen von Menschen sollen die Gegenwart Gottes erleben? Bekehrungen im Lebensmittelladen und an der Tankstelle und überall sonst. Das wollen wir erleben. Ja, das Wort Gottes muss von uns gepredigt werden, wenn wir aus diesen vier Wänden kommen, aber jemand muss beten. Hinter jeder Erweckung gibt es Menschen auf Knien im Verborgenen, die im Gebet in Wehen liegen und Gebetsarbeit leisten, damit Menschen in das Reich Gottes hineingeboren werden. Liebe Gemeinde, lasst uns Menschen des Gebets und des Wortes sein.

Gut, lassen Sie uns das Buch Jona anschauen. Ich komme jetzt zu einem zweiten Bereich, in dem Gott uns helfen möchte. Er möchte uns im Gebet helfen, wenn wir für unsere eigenen Schwierigkeiten und Probleme beten, aber Er möchte auch helfen, in der Liebe und im Gebet zu wachsen, indem wir für andere beten. Das Buch Jona. Jona ist ein treffendes Beispiel für diesen nächsten Punkt und zwar, dass Gott uns helfen möchte, unsere Haltung und unsere Sicht zu ändern. Gott möchte uns helfen, unsere Haltung und Sicht zu verändern. Er möchte, dass wir eine Einstellung der Barmherzigkeit und eine Sicht des Glaubens haben. Ich habe heute Morgen nur Zeit für den ersten Teil. Gott möchte uns helfen, unsere Haltung zu ändern und barmherzig zu werden.

Die meisten kennen die Geschichte von Jona. Gott sagte: „Jona, geh und predige in Ninive." Jona wollte das nicht. Er ging an Bord eines Schiffes, bezahlte das Fahrgeld und war unterwegs nach Tarsis, dem heutigen Spanien. In der damaligen Zeit konnte man kein Ziel ansteuern, was weiter von Ninive entfernt gewesen wäre. Ninive war die Hauptstadt Assyriens. Und aus irgendeinem Grund wollte Jona nicht, dass die Assyrer Gottes Barmherzigkeit empfangen. Vielleicht hatte er als Prophet  Einblick in die Zukunft, dass Assyrien Israel zum Verhängnis werden würde, dass Israel von ihnen eingenommen und gefangen genommen werden würde. Vielleicht war das der Fall. Vielleicht war er ein Patriot und mochte andere Völker und Kulturen nicht. Vielleicht lag es an der Grausamkeit der Assyrer und sie waren für ihre Grausamkeit bekannt. Wenn man über ihre Geschichte nachliest, so haben sie mit die schlimmsten Grausamkeiten der damaligen Zeit begangen, besonders wenn sie andere Nationen einnahmen und besetzten. Vielleicht dachte er deswegen, dass sie Gottes Barmherzigkeit nicht verdient hatten. Er weigerte sich zu predigen und sagt den Männern, als es auf hoher See stürmisch wurde: „Werft mich über Bord, dann hört der Sturm auf."

Wissen Sie, Jona wusste nicht, dass Gott einen großen Fisch parat hatte, der ihn verschlucken sollte.

Jona war sich ziemlich sicher, dass er sterben würde und er sagte: „Ich bin jetzt eher bereit zu sterben als Gott zu gehorchen. Ich hasse diese Leute!" Und nur aufgrund von Gottes Barmherzigkeit verschluckte ihn der Fisch.

Sie können sich in Ihrer Bibel vergewissern: Jona betete nicht einmal, kehrte nicht um und sagte Gott nicht einmal, dass er Ihm gehorchen würde - ganze drei Tage lang im Innern des Fisches. Wenn jemand stur war, dann er! Ich hätte schon angefangen in Sprachen zu beten, bevor ich im Wasser gelandet wäre! Schließlich kommt er dort an, predigt in Ninive und die ganze Stadt, angefangen vom König bis zum niedrigsten Diener, kehrte in Sack und Asche um. Schauen wir uns doch das Ende von Kapitel drei an, und zwar Vers 10.

Jona 3:10
„Und Gott sah ihre Taten, dass sie von ihrem bösen Weg umkehrten. Und Gott ließ sich das Unheil gereuen, das er ihnen zu tun angesagt hatte, und er tat es nicht."

Darüber sollte man jubeln! Der König, der Mann, der eine ganze Nation beeinflussen kann und alle Einwohner der Hauptstadt hatte sich von ihren Sünden abgewandt und sich zu Gott bekehrt.

Darüber sollte man jubeln. Jona, was dachtest du darüber?

Jona 4:1-3
„Und es missfiel Jona sehr und er wurde zornig. Und er betete zum Herrn und sagte: Ach, Herr! War das nicht meine Rede, als ich noch in meinem Land war? Deshalb floh ich schnell nach Tarsis! Denn ich wusste, dass du ein gnädiger und barmherziger Gott bist, langsam zum Zorn und groß an Güte, und einer, der sich das Unheil gereuen lässt. Und nun, Herr, nimm doch meine Seele von mir! Denn es ist besser, dass ich sterbe, als dass ich lebe!"

Wenn Du sie nicht umbringst, dann bring mich um, Gott! Ich wusste, Du würdest Ihnen gegenüber barmherzig sein. Ich ahnte, dass sie umkehren würden. Ich wusste, Du würdest barmherzig sein, und deswegen wollte ich nicht gehen!"

Gott hätte dann sagen können: „Okay, Jona, ich schicke einen anderen Propheten. Du bist abgeschrieben, Jona!" Aber Gott arbeitete an Jonas Einstellung.

Jona 4:4-5

„Und der Herr sprach: Ist es recht, dass du zornig bist? Und Jona ging aus der Stadt hinaus und ließ sich östlich von der Stadt nieder. Und er machte sich dort eine Hütte; und er saß darunter im Schatten, bis er sähe, was mit der Stadt geschehen würde."

Er hofft, dass Gott Seine Meinung  ändert und sie auslöscht.

Jona 4:6-11

„Da bestellte Gott, der Herr, einen Rizinus und ließ ihn über Jona emporwachsen, damit Schatten über seinem Kopf sei, ihn von seinem Missmut zu befreien. Und Jona freute sich über den Rizinus mit großer Freude. Aber Gott bestellte am folgenden Tag einen Wurm, beim Aufgang der Morgenröte; der stach den Rizinus, so dass er verdorrte. Und es geschah, als die Sonne aufging, da bestellte Gott einen sengenden Ostwind, und die Sonne stach Jona auf den Kopf, so dass er ermattet niedersank.

Und er wünschte, dass seine Seele stürbe, und sagte: Es ist besser, dass ich sterbe, als dass ich lebe! Und Gott sprach zu Jona: Ist es recht, dass du wegen des Rizinus zornig bist? Und er sagte: Mit Recht bin ich zornig bis zum Tod! Und der Herr sprach: Du bist betrübt wegen des Rizinus, um den du dich nicht gemüht und den du nicht großgezogen hast, der als Sohn einer Nacht entstand und als Sohn einer Nacht zugrunde ging. Und ich, ich sollte nicht betrübt sein wegen der großen Stadt Ninive, in der mehr als 120 000 Menschen sind, die nicht unterscheiden können zwischen ihrer Rechten und ihrer Linken, und eine Menge Vieh?"

Jona, die Pflanze tat dir leid, die heute wächst und dann für immer vergeht. Sollte ich für 120.000 Menschen kein Mitleid empfinden, die irgendwo die Ewigkeit verbringen werden? Sie sind nicht wie eine Pflanze, die wächst, eingeht und verschwindet? Diese Menschen leben ewig und sind nach meinem Bild geschaffen. Jona, sie können ihre Linke nicht von ihrer Rechten unterscheiden. Sie sind nicht mit den Schriften aufgewachsen so wie du. Sie sind nicht mit Gottes Gesetz aufgewachsen so wie du. Sie sind nicht in der Synagoge aufgewachsen so wie du. Sie hatten nicht dieselbe Erkenntnis wie du, Jona. Jona, ist es richtig, dass du zornig  bist?

Ich denke manchmal, Gottes Volk, Menschen, die Gott sogar gebraucht... schließlich hatte Jona eine prophetische Gabe. Er war ein Prediger... ein kraftvoller Prediger... der eine ganze Stadt zur Umkehr brachte. Gott gebraucht ihn! Aber er hatte Defizite, verkehrte Haltungen, Vorurteile. 

Wenn wir zu Christus kommen, hat jeder von uns eine kleine Vorgeschichte. Ist noch jemand außer mir noch in Arbeit? Gott ist noch nicht fertig mit uns.

Ich erinnere mich, ich las in einer der Zeitschriften der Wicliffe Bibelübersetzer über einen Missionar, der in eine abgelegene Gegend ging, wo einige Stämme immer noch Menschen töteten und Kannibalismus praktizierten. Er verkündete ihnen das Evangelium, erlernte ihre Sprache, entwickelte ihre erste Schriftsprache und die ersten Worte, die sie je in ihrer Sprache lasen, stammten aus der Bibel. Ich glaube, das Markusevangelium wurde übersetzt. Er erzählte, dass sie für einige Menschen aus dem Dorf, die zu Christus fanden, einen Gottesdienst mit Abendmahl feierten. Seit Generationen bestand Feindschaft zwischen diesen beiden Dörfern. In einer der Städte wurde jemand umgebracht und danach aufgegessen. Sie glaubten, dass es sie kräftigen und stärken würde. Danach rächten sie sich und brachten jemanden aus der anderen Stadt um und aßen ihn. Dann rächten sie sich wiederum an den anderen und das ging so weiter, wie gesagt seit Generationen. Diese Männer wurden also auf herrliche Weise errettet, feiern einen Gottesdienst mit Abendmahl und der Mann leitete den Gottesdienst. Ein Mann aus einem der umliegenden Dörfer, der Christus gefunden hatte, kam in den Gottesdienst in der einfachen Hütte, in der  sie auf dem Boden saßen. Einem der Männer sah man seinen Zorn und eine Aufwallung von Gefühlen an, als er diesen Mann aus dem anderen Dorf hereinkommen sah. Er schloss seine Augen, sein Gesichtsausdruck entspannte sich plötzlich und er lächelte. Der Missionar bemerkte das. Nach dem Abendmahlgottesdienst sprach er ihn an und fragte:

„Ich sah, als der Mann aus dem anderen Dorf hereinkam, dass du sehr aufgewühlt warst. Würdest du mir sagen, was dazu führte?" Er sagte: „Ja, der Mann, der hereinkam, hat meinen Vater getötet und aufgegessen. Als er hereinkam und sich setzte, dachte ich, dass ich es nicht ertragen kann. Aber dann erinnerte ich mich, dass Christus meine Sünden und die Morde, die ich begangen habe und meine Vergehen vergeben hatte und dachte: ‚Das Blut Jesu hat ihn genauso gereinigt wie es mich gereinigt hat. Er ist jetzt mein Bruder in Christus‘. Ich wusste, dass jetzt alles in Ordnung ist."

Ich sage Ihnen: Gott verändert Haltungen. Er hilft uns, sogar denen zu vergeben, die uns Unrecht getan haben.

Das erinnert mich an eine Begebenheit in Lukas 9. Erinnern Sie sich? Jesus hatte sich fest vorgenommen, nach Jerusalem zu gehen und sie kommen durch eine Stadt in Samaria. Dort wollte Er die Nacht verbringen und schickte Boten voraus. Sie hören, dass Er nach Jerusalem gehen möchte und antworten: „Wir möchten dich nicht in unserer Stadt haben. Geh woanders hin." Und Jakobus und Johannes sagen: „Herr, sollen wir ein Feuer auf sie herabrufen? Die machen wir fertig!" Jesus ermahnte sie und korrigierte ihre Haltung. Er sagte: „Jungs, ihr wisst nicht, wes Geistes ihr seid. Der Sohn des Menschen kam nicht, um Menschen zu zerstören, sondern um sie zu retten."

Diese Samariter verpassten den größten Segen, den Sie je in ihrer Stadt hätten erleben können... ihr Pech! Jesus hätte bestimmt ihre Kranken geheilt, ihnen das Wort gebracht und einen Segen hinterlassen, der dort mehrere Generationen lang Auswirkungen gehabt hätte. Das entging ihnen.

Und ich frage mich, ob die Jünger wirklich für den Herrn eiferten: „Herr, sie haben dir nicht die nötige Ehre erwiesen! Sollen wir sagen, dass Feuer auf sie fallen möge?"

Wissen Sie, Jesus nannte Jakobus und Johannes zuvor Donnersöhne, aber scheinbar reichte ihnen das nicht. Sie wollten auch noch Blitze haben. Aber wir lesen in der Bibel, dass die Juden in Nazareth Jesus aus ihrer Stadt hinauswarfen. Dort aber baten Jakobus und Johannes nicht um Feuer vom Himmel. Die Juden im Gebiet der Gerasener baten Jesus, ihre Gegend zu verlassen und sagten: „Wir möchten dich hier nicht haben!"

Jesus stieg in ein Boot und fuhr weg. Sie baten nicht darum, dass Feuer vom Himmel kommen und die Gerasener, ihre jüdischen Brüder, verzehren möge. Aber die Samariter... zwischen Juden und Samaritern gab es Probleme. Erinnern Sie sich an die Frau am Brunnen, die Samariterin? Sie war so überrascht, dass Jesus mit ihr sprach und fragte: „Redest du mit mir? Die Juden haben keinen Umgang mit den Samaritern."

Die Juden sahen die Samariter überwiegend als Mischvolk an. Sie waren teilweise jüdisch. Sie hatten sich mit den Stämmen der Umgebung vermischt, mit den Kanaanitern. Und sie stritten darüber, wo angebetet werden sollte. Die Samariter sagten: Auf dem Berg Garazim. Die Juden sagten: In Jerusalem. Es herrschte Feindschaft zwischen ihnen. Und ich frage mich, Jakobus und Johannes... ihr wart nicht so geneigt, auf Nazareth oder auf die Gerasener Feuer fallen zu lassen, aber auf dieses Dorf der Samariter. Sie hätten Gott bitten sollen, Gnade vom Himmel auf sie fallen zu lassen, kein Feuer. Jesus hatte sie bereits gelehrt, für solche zu beten, die sie verfolgen und beleidigen. Segnet die, die euch fluchen. Segnet und fluchet nicht. Jesus arbeitete erneut an ihrer Einstellung.

Wie gesagt, wir alle kommen mit einer Vorgeschichte zu Christus. Vielleicht haben Sie mehrere Menschen oder ein Einzelner sehr verletzt. Sie müssen erkennen, dass Jesus für diejenigen starb, genauso wie Er auch für Sie starb. Vielleicht wissen sie wirklich nicht, was richtig und was falsch ist, hatten vielleicht nicht die Chancen und hörten nicht, was Sie bereits hörten - keine Ahnung. Aber ich weiß, dass sie irgendwo die Ewigkeit verbringen werden und dass Gott unsere Haltungen verändern möchte. Denken Sie an Jona. Er war bereit, in Ninive zu predigen, nicht aber für sie zu beten.

Ich denke, wenn wir ernstlich anfangen für diejenigen zu beten, die uns verfolgen und für diejenigen, gegenüber denen wir vielleicht eine falsche Haltung haben, dann werden wir wirklich etwas in Christus wachsen.

Es gab einen Mann in unserer Gemeinde... er ist jetzt im Himmel... er starb sogar in einem Gottesdienst. - Wenn Sie abtreten müssen, ist das doch ein guter Ort. - Er wurde in unserer Gemeinde errettet und wurde zu einem der großartigsten Leiter, die wir hier je hatten. Er leitete viele verschiedene Bereiche. Als er in diesem Gottesdienst Christus annahm, hatte er 25 Jahre Homosexualität hinter sich. Er kam mit seinem Geliebten in die Gemeinde, wurde errettet und Gott veränderte sein Leben völlig. Eines Tages sagte er mir Folgendes: „Bayless, ich hatte diesen Lebensstil, suchte aber nach der Wahrheit. Ich suchte nach Antworten. Ich wusste nichts vom Evangelium. Ich war auf einer Demo für die Rechte der Homosexuellen und, " er sagte, „ich fühlte mich nicht wohl in meiner Haut. In meinem Herzen herrschte sehr viel Unruhe, nicht nur wegen meiner Lebensweise, sonder wegen anderer Dinge." Und er sagte: „Ich suchte ernsthaft nach Gott und ein paar Christen kamen auf mich zu. Sie hielten ihre Bibeln in den Händen, zeigten auf mich und sagten:
‚Du kommst in die Hölle, du perverser Typ"‘ Er sagte: „Das hat mich jahrelang von der Bibel, von Gott und vom Christentum abgehalten." Er sagte: „Ich glaube, wenn sie an diesem Tag zu mir gekommen wären und gesagt hätten, dass Gott mich liebt, hätte ich mich auf der Stelle bekehrt."

Gott möchte nicht, dass wir Jonas Haltung oder die des Jakobus oder Johannes übernehmen. Gott liebt die Menschen. Gott liebt Sie, mein Freund. Gott liebt Sie wirklich! Möge die Gemeinde Menschen so sehen, wie Gott sie sieht. Mögen wir lernen, so zu lieben, wie wir von Gott geliebt wurden und so zu vergeben, wie Gott uns vergeben hat. Ich bin jedenfalls froh, dass Gott immer noch an mir arbeitet!

Ich bin, genauso wie Sie, wie gesagt, noch in Arbeit.

Neigen Sie doch bitte kurz ihr Haupt. Wir werden beten. Jesus kam nicht, um das Leben von Menschen zu zerstören, sondern um sie zu retten. Es heißt nicht: Gott war so böse über die Welt, dass Er Seinen einzigen Sohn sandte, sondern so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass Er Seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.

Freund, dieses Geschenk ist für Sie.

Es ist kein Zufall, dass Sie heute hier sind. Irgendjemand hat irgendwo für Sie gebetet. Irgendjemand hat irgendwo im Gebet gerungen. Sie hätten sonst wo sein können, aber die Umstände, die Sie herführten, wurden von Gott arrangiert. Ich möchte Ihnen sagen: Er liebt Sie wirklich! Er liebt Sie wirklich. Und wenn Sie Christen erlebt haben, die bei weitem nicht perfekt waren, dann vergeben Sie ihnen. Schauen Sie auf Jesus. Er ist vollkommen und Er ist der Retter. Er hat viele unvollkommene Diener und ich stehe ganz oben auf der Liste, aber Er ist ein vollkommener Retter und Er liebt Sie.

Als Jesus am Kreuz von Golgatha hing und Sein kostbares Blut vergoss, tat Er das für Sie.

Wir brauchen einen Retter. Wir sind aufgrund von Sünde von Gott getrennt. Die Bibel sagt, die ganze Welt hat gesündigt und ist geistlich tot, und das bedeutet, von Gott getrennt. Aber in Seiner Barmherzigkeit beließ es Gott nicht dabei.  Er sandte Seinen Sohn, der unseren Platz einnahm. Und Gottes Zorn über die Sünde, die Strafe Gottes wegen unserer Sünde, kam auf Seinen Sohn, unseren Stellvertreter. Am dritten Tag wurde Jesus von den Toten auferweckt. Und die Bibel sagt, wer das im Herzen glaubt und wer Jesus Christus mit seinem Mund als Herrn bekennt, den bringt Gott in diese Beziehung, die Errettung heißt.
                                                                                           
Ich möchte heute ein schlichtes Gebet mit Ihnen sprechen. Wenn Sie das ehrlichen Herzens beten, wird Gott Ihr Gebet erhören, Ihr Leben wird sich verändern und Sie werden Teil der Familie Gottes werden. Er verändert Sie von innen nach außen. Das kann man mit Worten nicht beschreiben.

Ich kam vor über 30 Jahren zu Christus. Ich hatte massive Probleme in meinem Leben mit Drogen, Alkohol und in vielen anderen Bereichen. Ich wurde in einer kleinen Missionsstation inmitten von Ausgestoßenen, Drogenabhängigen und Obdachlosen errettet. Ich war für immer verändert. Was immer Sie hinter sich haben, ich möchte Ihnen sagen, es gibt einen Retter, der Sie liebt, Gott kennt Ihren Namen und Sie müssen mit mir beten.

Wenn Sie heute weit weg von Gott sind... vielleicht sind Sie Jesus begegnet, waren aber mit den falschen Leuten zusammen, sind teilweise zu Ihrem früheren Lebensstil zurückgekehrt und Ihr Herz ist Gott gegenüber erkaltet. Vielleicht hat ein Leiter, zu dem Sie aufschauten, schlimme Fehler gemacht oder Sie persönlich schwer enttäuscht und so einen Keil zwischen Sie und Gott getrieben und diese Verletzung hat bewirkt, dass Sie sich von Gott distanziert haben und vielleicht noch äußerlich dabei sind, aber wissen, dass kein Feuer mehr in Ihrem Herzen ist und dass Sie, wenn Jesus wiederkäme, nicht bereit wären, Ihm zu begegnen. Sie würden sich schämen. Nun, wissen Sie, Gott ist nicht böse auf Sie. Vielleicht müssen Sie nur umkehren und Ihr Leben heute neu dem Retter hingeben. Manche von Ihnen müssen ein paar schwere Entscheidungen treffen, wenn sie sich wirklich Jesus ausliefern wollen. Aber jede Entscheidung, die Sie treffen müssen, ist es wert, mein Freund. Er ist würdig.

Werden Sie mit mir beten? Sagen Sie: Jesus, ich glaube, Du bist Gottes Sohn und Du bist am Kreuz gestorben, um meine Sünden wegzunehmen. Ich glaube, Du wurdest von den Toten auferweckt.

Jesus, ich bitte Dich, komm in mein Leben. Hilf mir, Herr! Verändere mich! Mein Leben gehört nicht länger mir selbst. Ich lege mein Leben in Deine Hände, Jesus, und von diesem Tag an werde ich Dir nachfolgen. Du bist der Herr meines Lebens. In Deinem Namen bete ich, amen. Fantastisch!

Nun, ich hoffe, Sie haben mitgebetet, als ich den Aufruf machte und mit der Gemeinde betete.

Wenn Sie das mit aufrichtigem Herzen taten, mein Freund, hat Gott Ihr Gebet angenommen.

Er hörte den Schrei Ihres Herzens. Ich möchte Ihnen sagen: Jesus ist der Anfang, die Mitte und das  Ende. Er ist der einzige Superstar hier und es geht ausschließlich um Ihn. Er ist es, das Herzstück der Zivilisation, Er ist der Eckstein, von Ihm geht Leben aus. Jesus sagte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Und Er muss das Zentrum Ihres Lebens sein. Dinge werden sich ändern, wenn Sie dafür sorgen. Und wir sprachen über Haltungen. Gott möchte uns im Bereich unserer Haltungen helfen. Nehmen Sie sich das Wort zu Herzen und erlauben Sie Gott, an Ihren Haltungen zu arbeiten.

Lassen Sie uns mit Jesus leben. Bis zur nächsten Woche. Gott segne Sie.
 

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