Vier Dinge, bei denen Gott Ihnen helfen möchte
- Teil 3                                                   27.06.2010



Hallo und willkommen zur heutigen Sendung. Ich werde über „Vier Dinge, bei denen Gott Ihnen helfen möchte" sprechen. Und ich möchte betonen, Gott will Ihnen bei diesen Dingen helfen. Es geht nicht um Dinge, die wir selbst tun müssen, um Gott zu gefallen, während Er oben mit dem Holzhammer steht und bei jedem Fehler damit zuschlägt. Nein, Gott möchte uns helfen. Ja, Jesus nannte den Heiligen Geist den Helfer und Er möchte uns helfen. Heute fangen wir an darüber zu sprechen, wie wir eine Sicht des Glaubens entwickeln können. Sie wissen, ich spreche ständig mit Menschen, einige haben eine sehr negative Sicht der Dinge und ihre Grundeinstellung ist negativ. Aber Gott möchte uns helfen, eine Glaubenssicht für unsere Wirtschaft zu haben, für unsere Gesundheit, für unsere Familie, einfach für alles; denn Ihm sind alle Dinge möglich. Deshalb, öffnen Sie Ihr Herz und seien Sie jetzt bereit, wenn wir das Wort Gottes studieren und herausfinden, wie Gott uns helfen möchte, eine Sicht des Glaubens zu entwickeln. Seien Sie bereit!

Vor zwei Wochen begann ich über vier Dinge zu sprechen, bei denen Gott Ihnen helfen möchte.

Gott möchte Ihnen helfen. Jesus nannte den Heiligen Geist sogar den Helfer. Er sagte: „Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Helfer nicht zu euch." Gott ist ein Gott, der Menschen gern hilft! Vier Bereiche, in denen Er uns helfen möchte, legte Gott auf mein Herz und darüber möchte ich sprechen:

Der Erste ist Gebet.

Römer 8:26-27
 „Der Heilige Geist, er selbst hilft uns in unserer Schwachheit. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen."

Und es geht weiter und heißt, Er betet in uns und durch uns den vollkommenen Willen Gottes.

Und der Zweite hat zwei Aspekte. Gott möchte an unserer Haltung und unserer Sicht arbeiten. Wir haben den ersten Teil davon gehört. Er möchte an unserer Haltung arbeiten. Er möchte, dass wir eine Haltung des Mitgefühls haben. Und wir betrachteten Jona, der nicht sehr mitfühlend war. Er wollte nicht nach Ninive gehen und dort predigen, in die große Hauptstadt von Assyrien, weil er wollte, dass Gott die Assyrer tötet. Selbst als sie Buße taten und ihre Herzen Gott zuwandten, war Jona zornig und hoffte, Gott würde Seine Meinung ändern und sie vernichten. Gott befasste sich wiederholt mit Jona wegen seiner Haltung und fragte ihn immer wieder: „Ist es richtig, dass du zornig bist, Jona?"

Jakobus und Johannes waren Jona in mancher Hinsicht ähnlich. Als das samaritische Dorf Christus nicht bei sich aufnahm und Er sein Angesicht abwandte, um nach Jerusalem zu gehen, fragten Seine Jünger: „Herr, willst du, dass Feuer vom Himmel auf sie herabfallen soll?" Und Jesus antwortete:

„Ihr wisst nicht, welchen Geistes ihr seid." Und Er korrigierte ihre Haltung.

Nun, der zweite Teil davon hat mit unserer Sicht zu tun. Gott möchte, dass wir voller Mitgefühl sind und eine Sicht des Glaubens haben. Diese Dinge hängen zusammen, denn wenn wir das Erste nicht haben, wird das Zweite nicht gut funktionieren. Ich habe gerade letztes Wochenende und in einigen anderen Gottesdiensten der letzten Wochen über die Sicht des Glaubens gesprochen und deshalb spreche ich diesen Punkt nur ganz kurz an. Ich glaube wirklich, dass Gott durch Seinen Geist unsere Herzen immer zieht und sie beeinflusst hin zu einer Sicht des Glaubens, denn Glaube ist die Währung des Himmels. Ohne Glauben ist es sogar unmöglich, Gott zu gefallen. Mit einer Sicht des Glaubens meine ich, dass wir, egal womit wir konfrontiert sind oder was uns im Leben begegnen mag, immer auf Gott ausgerichtet bleiben. Wir verstehen vielleicht nicht, was geschieht oder warum es geschieht, aber wir haben grundlegendes Vertrauen, dass alles gut werden wird und dass Gott alle Dinge zu unserem Besten dienen lässt... und: „Gott, ich vertraue Dir einfach."

Wissen Sie, Abraham hatte Mühe zu glauben. Gott sagte ihm, dass er Nachkommen haben würde,

so zahlreich wie der Staub der Erde, aber Abraham hatte Probleme damit, weil nichts geschah. Und in 1.Mose 15 sagt Abraham zu Gott: „Gott, schau, es passiert nicht! Du sagtest, dass Du mir einen Nachkommen gibst, aber ich habe keinen und es scheint, dass der Sklave in meinem Haus, Elieser von Damaskus, einmal alles erben wird!" Und Gott geht mit Abraham hinaus, lässt ihn zu den Sternen aufblicken und sagt: „Abraham, zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst." Er sagt: „Ich kann es nicht, Herr, es sind zu viele." Gott gibt ihm die Verheißung und sagt: „So viele Nachkommen wirst du haben." Und ich stelle mir Abraham vor, wie er zu den Sternen schaut, vielleicht zu weinen beginnt und plötzlich werden die Sterne zu Kindergesichtern und sie rufen: „Vater Abraham!" Und er war tief bewegt. Im nächsten Vers steht: „Abram glaubte dem Herrn und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit." So brachte Gott ihn zurück zu einer Glaubenssicht, als er sich schwer tat: „Mann, da passiert nichts. Scheinbar wird es sich ganz anders entwickeln." Es schien, als seien sein Schicksal und sein Lebenszweck in Gefahr. Seine ganze Zukunft war in Gefahr und Gott half ihm, sie wiederzuerlangen. Und wissen Sie, wie Gott das tat? Er wiederholte eine frühere Verheißung.

Er zeigte ihm die Sterne und sagte: „So zahlreich werden deine Nachkommen sein." Was in Kapitel 15 von 1.Mose steht, hatte Gott ihm schon in Kapitel 13 versprochen. Er sagt: „Komm hierher, sieh nach Norden, Süden, Osten und Westen. Alles, was du siehst, will ich dir geben und deine Nachkommen sollen wie der Staub auf Erden sein."

Er gab ihm bereits diese Verheißung und bezog  sich mindestens zwei Mal in 1.Mose, Kapitel 12 darauf. Gott brachte Abraham also zum Glauben zurück und änderte seine Sicht, indem er ihm eine bereits gegebene Verheißung neu vor Augen führte. Hier in Römer, Kapitel 4, bezieht es sich auf die Geschichte in 1.Mose 15 und auf einige andere Dinge auf Abrahams Reise und ich möchte, dass Sie erkennen, wie wichtig die Verheißung ist. Bitte lesen Sie mit mir zusammen Vers 20. Es geht um Abraham:

Römer 4:20-22
„Er zweifelte nicht im Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde stark im Glauben und er erwies Gott Ehre, fest davon überzeugt, dass Gott die Macht besitzt zu tun, was er verheißen hat.

Darum wurde der Glaube ihm als Gerechtigkeit angerechnet."

Ich zitiere direkt aus 1.Mose 15. Der Satz in Römer 4:20: „Er zweifelte nicht im Unglauben an der Verheißung Gottes" heißt wörtlich, dass er nicht zweifelte, während er auf die Verheißung Gottes schaute. Die American Standard Version sagt es so: „Auf die Verheißung Gottes schauend, zweifelt er nicht durch Unglauben, sondern wurde stark durch Glauben."

Ich möchte, dass Sie das verstehen. Das ist scheinbar simpel, aber es steckt eine tiefe Wahrheit darin. „Auf die Verheißung Gottes schauend, wurde er stark im Glauben... er wurde stark im Glauben." Auf die Verheißung schauend zweifelte er nicht. Sein Nicht-Zweifeln und Erstarken im Glauben hat unmittelbar mit dem zu tun, worauf er schaute. Er schaute auf die Verheißung! Und Gott ist der Eine, der ihn zur Verheißung zurückbrachte und Er wird das auch mit uns machen, wenn wir zweifeln.

Lesen Sie bitte mit mir Vers 13. Ich möchte, dass Sie erkennen, wie wichtig die Verheißung war.

Römer 4:13 sagt:

Römer 4:13-14.16-18.20-21
Denn die Verheißung, sagen Sie „Verheißung", dass er der Erbe der Welt sein solle, ist Abraham oder seinen Nachkommen nicht zuteil geworden durchs Gesetz, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens. Denn wenn die vom Gesetz Erben sind, dann ist der Glaube nichts und die Verheißung (sagen Sie „Verheißung") ist dahin."

Vers 16  Darum ist es aus Glauben, dass es nach Gnade gehe, damit die Verheißung..." sagen Sie „Verheißung"...

Vers 17 „wie geschrieben steht..."

Diese Verheißung, die er zitiert, stand dort geschrieben: »Ich habe dich gesetzt zum Vater vieler Völker« - Er zitiert hier die Verheißung.

Vers 18 „der gegen Hoffnung auf Hoffnung hin geglaubt hat, damit er ein Vater vieler Nationen werde, nach dem, was gesagt ist: ..."

Und wieder... was gesagt wurde, war die Verheißung, die nochmals teilweise zitiert wurde: „... So soll deine Nachkommenschaft sein."

Und Vers 20 „Denn er zweifelte nicht an der Verheißung..."

Vers 21 „und wusste aufs allergewisseste: Was Gott verheißt, das kann er auch tun."

In Vers 13 die Verheißung; Vers 14 - Verheißung; Vers 16 - Verheißung; Vers 17 - Verheißung; Vers 18 - Verheißung; Vers 20 - Verheißung; Vers 21 - die Verheißung.

Meinen Sie, dass die Verheißung wichtig ist? Ja, das ist sie! Und Abraham ist uns ein Beispiel, dem wir im Glauben folgen sollen. Die Bibel spricht davon, in den Fußspuren oder -stapfen Abrahams zu folgen. Und Gott wird Ihrem Herzen einen Stups geben und sie bewegen, sich wieder auf eine Verheißung zu konzentrieren. Es sind Menschen hier, denen Gott bereits Verheißungen in Ihrem Leben gab. Sie müssen sich nur neu auf sie ausrichten.

Ich erinnere mich an eine Zeit, die für mich sehr schwierig war. Es war eine jener Zeiten, wo Probleme aus allen Richtungen auf einen einstürmen und man sich fühlt, als ertrinke man innerlich. Weiß jemand, wovon ich rede? Sie rudern wie wild, haben aber das Gefühl, unterzugehen. David wusste, wie das ist. Er sagte: „Rette mich, Gott, denn Wasser ist bis an die Seele gekommen." Es berührt mein Inneres. Und ich erinnere mich, ich lag eines Nachts in unserem Garten und schüttete Gott mein Herz aus, erzählte Ihm einfach von allem, was los war... und das sollte man ruhig tun. David sagte sogar: „Ich schütte meine Klage vor ihm aus..." Ich erzählte Gott von all den Dingen und dann wurde ich still. Und plötzlich half mir der Heilige Geist. Er flüsterte mir eine Verheißung ins Herz, eine, die wir alle kennen. Philipper 4:13.

Philipper 4:13
„Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht."

Und verbunden damit kam dieses tiefe Vertrauen. Und ich weiß noch: Ich hatte dieses dumme Grinsen im Gesicht, das ich nicht wegkriegte. Äußerlich war alles unverändert, aber all meine Sorgen schienen in einem Moment verschwunden zu sein. Mir ist bewusst, wenn ich heute hier stehe und das erzähle, es scheint nicht viel zu sein. Aber glauben Sie mir, an diesem Abend war das für mich enorm!

Es stärkte mein Herz. Es richtete mich neu auf die Ziele Gottes aus und öffnete einen Kanal, um die Quellen des Himmels zu empfangen. Und es hatte mit einer Verheißung zu tun.

Ich sage Ihnen heute: Gott möchte Ihnen helfen, eine Glaubenssicht zu entwickeln, ganz egal, was los ist. Ob Sie es verstehen oder nicht, Sie sollen wissen, Gott ist für Sie. Er ist nicht gegen Sie. Er wird Sie nicht versäumen noch verlassen. Er kann immer noch Türen öffnen, die niemand schließen kann;

Er kann Türen schließen, die kein Mensch öffnen kann. Spricht Er etwas und tut es dann nicht? Sagt Er etwas und hält es dann nicht? Gott ist kein Mensch, der lügt, kein Menschenkind, das etwas bereut.

Sie können Ihm absolut vertrauen. Aber Er wird Ihr Herz dazu bringen, sich neu auf die Verheißung zu konzentrieren. Er möchte, dass wir eine Sicht des Glaubens haben.

Nun möchte ich zu dem Dritten kommen, wobei Gott uns helfen möchte. Und ich werde heute den Rest der Zeit dabei bleiben. Es geht um Wiederherstellung. Gott möchte Dinge wiederherstellen.

Gott ist ein Gott der Wiederherstellung. Es gibt eine wunderbare Geschichte in 1.Samuel, Kapitel 30.

Bitte lesen Sie sie mit mir. Während wir es aufschlagen... David, seine Männer und ihre Familien leben in einer Stadt namens Ziklag. Sie waren im Kampf gewesen und als sie heimkehrten, ist die Stadt niedergebrannt bis auf die Mauern. Es ist nichts übrig als Asche. Ihre Häuser sind zerstört, all ihr Besitz ist fort und alle Familienmitglieder wurden als Gefangene verschleppt... all ihre Frauen, all ihre Kinder, alles ist fort! Wir beginnen in 1.Samuel 30:3.

1.Samuel 30:3-8
„Als David mit seinen Männern zur Stadt kam, sah er, dass sie niedergebrannt und die Frauen, Söhne und Töchter gefangen genommen worden waren. Da brachen David und die Leute, die bei ihm waren, in lautes Weinen aus und sie weinten, bis sie keine Kraft mehr zum Weinen hatten. Auch die beiden Frauen Davids, die Jesreeliterin Ahinoam und Abigajil, die Frau Nabals aus Karmel, waren gefangen genommen worden. David geriet in große Bedrängnis, denn das Volk drohte ihn zu steinigen; alle im Volk waren gegen ihn erbittert wegen ihrer Söhne und Töchter. David aber stärkte sich in dem Herrn, seinem Gott. Er sagte zu dem Priester Abjatar, dem Sohn Ahimelechs: Bring das Efod zu mir! Abjatar brachte das Efod zu David. Und David befragte den Herrn: Soll ich diese Räuberbande verfolgen?

Werde ich sie einholen? Der Herr antwortete: Verfolg sie! Denn du wirst sie mit Sicherheit einholen und deine Leute befreien."

Lesen wir weiter ab Vers 18.

1.Samuel 30:18
„So gewann David alles zurück, was die Amalekiter genommen hatten, auch seine beiden Frauen,

und es fehlte nichts, weder Klein noch Groß, weder Söhne noch Töchter noch Beute noch alles, was sie sich genommen hatten; David brachte es alles zurück."

Sprechen wir diesen letzen Satz gemeinsam aus: David brachte es alles zurück. Gott half David alles zurückzubringen. Und Gott stellt Dinge wieder her. Er rettet verlorene Seelen, stellt Beziehungen, verlorene Hoffnungen und Träume, Besitz und Gesundheit wieder her... Gott ist ein Gott der Wiederherstellung.

Vielleicht verloren Sie Dinge in Ihrem Leben oder der Feind hat Ihnen etwas gestohlen. Ich möchte Ihnen einige Gedanken dieser Geschichte nahbringen, die Ihnen helfen können, mit Gott bei der Wiederherstellung zusammen zu arbeiten.

Erstens: Nehmen Sie sich Zeit zu weinen. In Vers vier steht, dass David und seine Männer weinten, bis sie keine Kraft mehr hatten zum Weinen. Trauer und Leid zu empfinden und auszudrücken ist nicht verkehrt. Es ist normal, besonders, wenn man plötzlich einen persönlichen Verlust erlebte.

David verlor seine Familie, all seinen Besitz. Auch alle anderen Männer, sie verloren alles.

Vielleicht verloren Sie tatsächlich ein Familienmitglied. Vielleicht haben Sie Söhne oder Töchter, die geistlich gefangen, fern von Gott sind oder Menschen, die Sie lieben, sind Gott gerade sehr fern.

Oder vielleicht verloren Sie eine Position oder eine Sache, die Ihnen kostbar war oder etwas anderes, das Ihnen viel bedeutete. Unglücklicherweise wurden einige Menschen, die solch einen Verlust erlitten, eher gestraft oder angefochten als dass sie getröstet wurden. Hören Sie, das letzte, was eine Person, die einen Verlust betrauert, hören muss, ist: „Wo ist dein Glaube? Glaubst Du, Gott lebt nicht mehr oder was?" Man tut fast so, als hätten wir keine Gefühle und als würden uns Dinge, Verluste, gefühlsmäßig nicht berühren. Wissen Sie, Gott versteht das. Gott selbst ist ziemlich emotional. Die Bibel sagt, dass er zornig wird und dass Er lacht; die Bibel sagt, dass Er trauert; die Schrift sagt, dass Sein Herz gebrochen wurde. Wir sind nach Seinem Bild geschaffen! Gott selbst hat Gefühle und Er versteht unsere gefühlsmäßigen Reaktionen. Es ist normal, solche Reaktionen zu haben.

Vor längerer Zeit sprach ich mit einer Frau. Sie erzählte mir, dass sie einen geliebten Menschen verlor und ich versuchte, sie zu ermutigen und sagte: „Nun ja, war er gläubig? Kannte er den Herrn?" Sie sagte: „Oh ja, er liebte den Herrn." Und ich sagte: „Oh, das ist ja wunderbar. Wenigstens können wir uns freuen zu wissen, dass er im Himmel ist. Wir verloren etwas, aber er gewann viel mehr hinzu."

Etwas später sprach sie mit mir und sagte: „Wissen Sie, jetzt verstehe ich, aber damals dachte ich, Sie würden etwas anderes sagen. Damals dachte ich, sie meinten, dass es falsch sei, dass ich trauere." Sie sagte: „Ich war sehr verletzt und beleidigt." Das war absolut nicht, was ich gemeint hatte.

Ich denke, es ist richtig und normal zu trauern. Und manchmal muss man einfach die Schleusen öffnen und weinen, bis alles draußen ist. David und seine Männer weinten, bis sie keine Kraft mehr hatten zu weinen. Prediger 3:4 sagt, es gibt eine Zeit fürs Weinen.

Jetzt Nummer zwei: Beschuldigen Sie niemand anders. Vers 6 sagt, David war in großer Bedrängnis, denn alle wollten ihn steinigen. David trauert nicht nur um den Verlust seiner Familie, sondern wird auch noch beschuldigt! Vielleicht sagten sie zu ihm: „Wir hätten nicht gegen die Amalekiter kämpfen sollen. Hätten wir nicht gegen die Amalekiter gekämpft, hätten sie uns nicht bekämpft. Du bist schuld.

Du solltest sterben." Oder: „Du bist schuld, dass wir so lange fort waren. Es ist dein Fehler." Oder:

„Du hättest mehr Männer zum Schutz der Stadt abstellen müssen, als wir fort waren. Es ist dein Fehler, David."

Hören Sie: Gesellen Sie sich nicht zu denen, die immer andere beschuldigen. Ihre Gefühle bekommen dadurch keinen Auftrieb und die der anderen erst recht nicht. Es belastet Beziehungen nur. Ich weiß, unser Fleisch neigt dazu, die Schuld anderen zuzuschieben. Wir haben den Schatz in irdenen Gefäßen. Mein Geist wurde wiedergeboren. Innerlich bin ich ein neuer Mensch, aber ich habe den Schatz in einem irdenen Gefäß. Der Apostel Paulus betonte, besonders in Römer, Kapitel 6 und 7:

„Obwohl ich nach dem inneren Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes habe, ist ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das Gesetz der Sünde und des Todes." Die Sündennatur ist noch in unserem Fleisch. Eines Tages bekommen wir einen neuen Leib, der Seinem verherrlichten Leib gleicht. Bis dahin müssen Sie mit dem auskommen, was Sie haben, genau wie ich auch!. Und es gibt etwas in unserem Fleisch, was die Schuld immer abschieben möchte, das rührt von Adam her.

Nachdem er gegen Gott sündigte, sagte Gott: „Adam, was hast du getan? Hast du von der verbotenen Frucht gegessen?" „Gott, es war die Frau, die Du mir gabst. Es ist nicht meine Schuld. Es war ihr Fehler, mir die Frucht zu geben und Deiner, sie mir zu geben." „Eva, was hast du getan?" „Oh, die Schlange!" Manche wollen sogar Gott beschuldigen. Ich meine... David - betrachten Sie seine Umstände. Er macht das nur durch, weil er Gott dient. Die erlittene Mühsal kam nur zustande, weil er zum Ruf Gottes auf seinem Leben „Ja" sagte. Hätte er Gott nicht geehrt und Saul geschont, wäre er nie in diese Situation gekommen. Er hätte Gott mit erhobener Faust sagen können: „Gott, warum?

Du weißt, ich bin nicht perfekt, aber von ganzem Herzen wollte ich Dir dienen! Warum lässt Du das jetzt zu? Ich diene Dir nicht mehr!" Aber das tat er nicht.

Kürzlich hörte ich einem Mann zu, dessen Frau und Tochter zu gleichen Zeit im Krankenhaus lagen und deren Leben am seidenen Faden hing. Beider Leben war wirklich in Gefahr, von Frau und Tochter. Und er betet und sucht Gott; und in mancher Hinsicht scheint seine ganze Welt zunichte zu werden. Und der Arzt kommt zu ihm, sieht seine Bibel unter dem Arm und der Arzt sieht ihn an und sagt: „Das klappt bei Ihnen nicht wirklich, oder?" und meint die Bibel. Wissen Sie, er hätte auf Gott zornig werden und sagen können: „Ja, sie haben Recht. Es funktioniert nicht." Er war sogar ein Pastor. Er hätte sagen können: „Gott, ich gab Dir mein Leben. Ich diente Dir. Ich folgte dem Ruf. Und das ist der Dank?!" Aber er verstand etwas, was auch wir verstehen müssen: Gott ist nicht unser Problem. Jesus sagte in Johannes 10:10:

Johannes 10:10
„Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben."

Er zog hier eine klare Grenzlinie. Dinge, die stehlen, schlachten und vernichten, kommen vom Dieb, dem Feind. Gott und der Herr Jesus Christus kamen, um uns überfließendes Leben zu geben.

Es ist so wichtig, dass wir den Unterschied zwischen diesen beiden Dingen verstehen. Tatsache ist: Wir leben in einer gefallenen, zerbrochenen Welt. Nichts funktioniert wie ursprünglich von Gott bei der Schöpfung geplant. Sünde brachte alles durcheinander. Der Teufel hat alles verdorben. Die Selbstsucht der Menschen brachte alles durcheinander. Und Gott versuchte, Dinge zu korrigieren, indem er Seinen Sohn sandte. Das Größte und Radikalste, was getan werden konnte... und Dinge kommen ins Lot in Herzen von Männern und Frauen, die Christus annehmen. Und eines Tages wird Gott alles neu machen. Und alles, was krumm war, wird wieder in Ordnung gebracht, es wird heil und rein werden. Beschuldigen Sie weder Menschen noch Gott!

Drittens: Stärken Sie sich selbst. In Vers 6 sprechen die Männer davon, David zu steinigen. David ist sehr bedrängt, aber er stärkt sich selbst in dem Herrn, seinem Gott. Sie werden sehen, es ist nicht möglich, Gott zu beschuldigen und sich gleichzeitig in Ihm zu stärken. Es ist erlaubt zu weinen, aber danach müssen Sie sich selbst stärken. Ich wiederhole das: Es ist erlaubt, zu weinen. Aber danach müssen Sie sich selbst stärken. Sie können durch Anbetungszeiten gestärkt werden oder durch das Lesen des Wortes oder indem Sie sich erinnern, wie Gott Ihnen in der Vergangenheit half und die Verheißungen aufleben lassen... Ich denke, das ist etwas, was David tat und worauf sich dies vermutlich bezieht. Ich sage das, denn wenn ich in den Psalmen lese, sehe ich, dass er das immer wieder tut. Wenn er durch raue Zeiten geht und alles gegen ihn zu sein scheint, geht er zurück, zitiert die Verheißungen Gottes und die Güte Gottes ihm gegenüber in der Vergangenheit. Und dann stellt er Fragen wie: „Hat Gott mich verlassen?" Nein, hat Er nicht.

Und David hatte eine Gewohnheit, die wir übernehmen sollten. Er sprach zu seiner Seele. Er sprach zu sich selbst! Ich weiß, heutzutage scheint jeder mit sich selbst zu sprechen. Sie haben ihr Headset am Ohr und sie sitzen im Auto und sie sprechen ins Nichts. Sie sprechen im Supermarkt, sie gestikulieren mit den Armen und sie reden. Es irritiert mich immer noch, denn wenn sich früher Leute so verhielten, wusste man, dass etwas nicht stimmte. Und jetzt macht es jeder! Aber davon spreche ich nicht. Ich meine, buchstäblich zur eigenen Seele zu sprechen und die Seele zu ermutigen.

Lassen Sie mich Psalm 42:11 zitieren. David sagt:

Psalm 42:11
 „Es ist wie Mord in meinen Gebeinen, wenn mich meine Feinde schmähen und täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott?"

Ich denke, so ging es David. Der Teufel flüsterte ihm ins Ohr: „Wo ist dein Gott, David? Du hast Ihm gedient. Schau, was es bringt. Wo war Er, als die Amalekiter kamen und dein Haus niederbrannten?

Wo war Er, als sie all deinen Besitz raubten? Wo war Er, als sie deine Frauen nahmen? Du weißt, was gerade mit ihnen geschieht, nicht wahr, David? Wo war Er, als all Deine Kinder schreiend verschleppt wurden, als ihre Häuser brannten? Wo ist Gott?" Davids Antwort - der nächste Vers in dem Psalm - er sagte: „Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken!" Er sprach zu seiner Seele.

Was immer es braucht... vielleicht müssen Sie sich ein paar Tage zurückziehen und fasten, auf und ab gehen, die Verheißungen Gottes lesen und sich selbst ermutigen...  tun Sie das. Sei es, dass Sie auf Ihre Knie gehen, Gott anbeten und Zeit vor Ihm verbringen, tun sie das. Sei es, dass Sie sich mit Freunden treffen, sich mit ihnen im Gebet eins machen und sich Zeit nehmen, um Ihr Herz vor Gott auszuschütten, tun sie das. Stärken Sie sich selbst im Herrn.

Es gibt erstaunlich viele Lektionen, die wir von David lernen können. In dieser tragischen Situation, als er seine Familie und alle ihre Häuser und allen Besitz verlor. Vielleicht fühlen Sie sich, als sei Ihr Leben ruiniert und ein einziger Scherbenhaufen. Aber David jagte hinterher und bekam alles zurück.

Wir hörten an dem Punkt auf, wo er sich selbst stärkte; manchmal gibt es niemand anderen, der Sie stärkt und Sie müssen sich selbst im Herrn ermutigen. Einer der Wege, wie wir das tun, ist, uns selbst zu erinnern - ich glaube ans Aussprechen, das Sprechen über die guten Dinge, die in Gott in uns sind und über die Dinge, die Gott für uns tat. Heute habe ich mich früh morgens mit jemandem getroffen und auf dem Weg dorthin begann ich, Dinge laut auszusprechen, während ich fuhr. Verschiedene Dinge, die Christus in mir tat, dass Er die Hoffnung auf Herrlichkeit ist und in mir wohnt. In Ihm sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen und der Heilige Geist, der Tröster, der Ratgeber, wurde mir gegeben, damit ich alles durch Christus vermag, der mich stärkt. Ich habe einfach die guten Dinge bekannt, die in mir sind. Und wissen Sie was? Ich fühlte Glauben in mir aufsteigen und das ist einer der Schlüssel, um Gebiete wieder zu erobern, wo Sie Verlust erlebten.

Vielleicht müssen Sie sich gerade jetzt ermutigen. Vielleicht - obwohl Bleigewichte an Ihren Händen zu hängen scheinen - müssen Sie diese Hände erheben und Gott preisen, auch wenn Sie sich nicht danach fühlen, ja,  gerade dann. Und Gott wird Ihre Füße auf den Weg der Wiederherstellung lenken.

Hören Sie, es gibt Hoffnung, Sie sind kein hoffnungsloser Fall, Ihre Situation ist nicht hoffnungslos, sie überraschte Gott nicht, Er hat gute Pläne für Sie. Sie müssen das glauben und sich eine Weile im Herrn ermutigen. Und der Heilige Geist, mein Freund, wird kommen und Ihnen helfen. Bis zur nächsten Woche. Gott segne Sie.


 

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