Die Kraft des Sauerteiges / Teil 1

28.08.2011

Pastor Bayless Conley

Was machen Sie gerade? Lassen Sie den Abwasch stehen, der kann warten. Setzen Sie sich vor den Fernseher. Wir wollen gemeinsam über Gottes Wort nachdenken, denn es kann Ihr Leben verändern.Sie meinen, es ist ein Zufall, dass Sie gerade eingeschaltet haben? Ich glaube nicht. Ich denke, Gott möchte Ihnen etwas sagen. Hier in der Cottonwood Gemeinde lesen wir zusammen die Bibel durch. Unser gemeinsames Ziel für dieses Jahr ist es, das ganze Neue Testament durchzulesen.Wir lesen ein Kapitel pro Tag, fünf Tage die Woche. Und am Ende jeder Woche versuche ich dann, über einen Abschnitt zu predigen, den wir in der vorangegangenen Woche gelesen haben. Diese Woche ist das auch so. Das Thema heißt: „Sauerteig und anderes Gift" und ich hoffe, es wird Ihnen gefallen. Wenn Sie interessiert sind, dann schauen Sie auf unsere Website, entweder www.bayless-conley.de oder unsere Gemeindehomepage, www.cottonwood.org.

Klicken Sie dort auf „Jahr der Bibel", dann können Sie mit uns die Bibel lesen. Dort finden Sie auch die Predigten, die ich hier halte. Das war jetzt genug von mir. Lassen Sie uns gemeinsam auf Gottes Wort hören.

Heute möchte ich über Sauerteig sprechen. „Sauerteig und anderes Gift". Wenn Sie 2. Mose Kapitel 12 lesen oder Lukas Kapitel 22 und andere Verse, werden Sie sehen, dass das Passahfest in der Bibel auch „Fest der ungesäuerten Brote" heißt. Als die Israeliten aus Ägypten auszogen - und dieser Auszug deutet schon hin auf unsere Erlösung durch Jesus -, da geschahen mehrere Dinge: Sie schlachteten das Passahlamm, strichen das Blut an die Türpfosten und aßen das Passahlamm. Als der Engel des Todes durch Ägypten zog, ging er an jeder Tür vorbei, die mit Blut bestrichen war. In dieses Haus kam der Tod nicht. So ist es auch mit unsrer Erlösung. Wir tragen das Blut des Lammes an unseren Herzen, und der geistliche Tod muss an uns vorbeigehen. Wir erhalten ewiges Leben und alles Gute, was damit verbunden ist. Doch das war nicht das Einzige, was am Passahfest geschah.
Die Israeliten backten und aßen auch ungesäuertes Brot und jeder Israelit musste das ganze Haus auf den Kopf stellen und jede Spur von Sauerteig daraus entfernen.

Wir wissen, dass das Opferlamm ein Hinweis auf Christus ist. Er ist das Lamm, das als Opfer geschlachtet wurde. Christus, unser Passahlamm, wird für uns geopfert, sagt die Bibel. Doch wofür steht das ungesäuerte Brot? Bitte schlagen Sie in Ihrer Bibel 1. Korinther 10:16 auf.

1. Korinther 10:16-17,
dort steht:

„Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht die Gemeinschaft des Blutes des Christus?

Das Brot, das wir brechen, ist es nicht die Gemeinschaft des Leibes des Christus? Denn ein Brot, ein Leib sind wir, die vielen, denn wir alle nehmen teil an dem einen Brot."

Dieses Brot steht für den Leib Christi, für uns als Gläubige. Aber wir sind nicht einfach nur Brot. Wir sollen ungesäuertes Brot sein. Sauerteig ist ein Backtreibmittel. Wenn es mit einem größeren Teigklumpen vermischt wird, durchdringt es den ganzen Teig und verändert ihn. Wer von Ihnen backt, der weiß, dass Hefe auch ein Backtreibmittel ist. Das Wort Sauerteig hat auch eine Nebenbedeutung:
ein Bestandteil, Zusatz oder Einfluss, der eine wesentliche Veränderung bewirkt, etwas, das die Sache, mit der es gemischt wird, schädigt oder verdirbt. Und ich möchte heute über vier verschiedene Arten von Sauerteig sprechen, von denen in der Bibel die Rede ist. Drei davon sind nicht positiv und eine ist sehr positiv. Wir beginnen im 1. Korintherbrief, Kapitel 5... Sauerteig, der unser Leben beeinträchtigen kann.

Die erste Variante ist: offene, ungestrafte Sünde in der Gemeinde. Solche Sünde wird als Sauerteig bezeichnet. 1. Korinther 5:1-8. 1. Korinther 5, die Verse 1-8: Paulus schreibt hier an seine „Kinder im Herrn", Menschen, die er für Jesus gewonnen hatte.

1. Korinther 5:1-8


„Überhaupt hört man, dass Unzucht unter euch ist, und zwar eine solche Unzucht, die selbst unter den Nationen nicht stattfindet: dass einer seines Vaters Frau hat. Und ihr seid aufgeblasen (arrogant) und habt nicht etwa Leid getragen, damit der, der diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte entfernt würde!

Denn ich, zwar dem Leibe nach abwesend, aber im Geist anwesend, habe schon als Anwesender das Urteil gefällt über den, der dieses so verübt hat - wenn ihr und mein Geist mit der Kraft unseres Herrn Jesus versammelt seid - einen solchen im Namen unseres Herrn Jesus dem Satan zu überliefern zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tage des Herrn. Euer Rühmen (euer Prahlen) ist nicht gut. Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja bereits ungesäuert seid! Denn auch unser Passahlamm, Christus, ist geschlachtet. Darum lasst uns das Fest feiern, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit Ungesäuertem der Lauterkeit und Wahrheit!"

Dieser Mann, über den Paulus hier schreibt, lebt öffentlich mit seiner Stiefmutter zusammen und stellt seine Sünde in der Gemeinde zur Schau. Ob seine Stiefmutter nun von seinem Vater geschieden war oder verwitwet oder ob er sie seinem Vater, der noch lebte, einfach „ausgespannt" hat, das steht hier nicht. Aber die Bibel äußert sich ganz eindeutig dazu. 

In 3. Mose 18:8 steht: „Du sollst auch nicht mit einer anderen Frau deines Vaters schlafen, denn auch damit entehrst du deinen Vater."

In 5. Mose 23:1 heißt es, „ein Mann darf eine Frau seines Vaters nicht heiraten; denn er darf das Bett seines Vaters nicht aufdecken."

In 5. Mose 27:20 steht: „Verflucht ist jeder, der mit der Frau seines Vaters schläft."

Und Paulus schreibt: „Diese Sünde gibt es nicht mal unter den Heiden!" Die Gemeinde war in Korinth, der lasterhaftesten Stadt der antiken Welt. In der Antike wurden Prostituierte als „korinthische Mädchen" bezeichnet. Jede Frau mit einem losen Lebensstil wurde „korinthisches Mädchen" genannt.
Es war ganz normal für jeden aufrechten Bürger, in Korinth in den Tempel zu gehen und anzubeten und dort Sex mit den Tempelprostituierten zu haben, mit männlichen und weiblichen. Doch sogar die Korinther, sogar die heidnische Welt, fanden diese Sünde abstoßend. Es war sogar gegen das römische Gesetz, eine Beziehung mit der Frau des eigenen Vaters zu haben. Und Paulus sagt: „Man hört davon." Das griechische Wort, das hier steht, bedeutet, dass von etwas lang und breit berichtet wird.
Innerhalb und außerhalb der Gemeinde wusste jeder, was hier los war. Durch diese Sünde hatte die Gemeinde unter den Ungläubigen bereits ihre Zeugniskraft eingebüßt, weil niemand dagegen vorgegangen war. Alle wussten Bescheid: „Das ist die Gemeinde, wo sie... ihr wisst schon... ähm..."

Dort lief Schlimmeres als in der ungläubigen Welt. Paulus tadelt sie für zwei Sünden: Erstens für die unzüchtige Beziehung selbst und zweitens dafür, dass die Gemeinde sie toleriert. Einige Kirchenväter waren der Ansicht, dass dieser Mann in der Gemeinde ein anerkannter Lehrer war und wegen seiner Redegewandtheit und Begabung waren die Leute bereit, über seine widerliche Sünde hinweg zu sehen.

Leider erinnert uns das an einiges, was heute so in den Gemeinden passiert. „Sagt ja nichts gegen unseren geliebten Bruder. Wenn er predigen kann, ist es egal, ob er hier und da eine außereheliche Affäre hat oder ob er seine Ehefrau wie einen Gebrauchtwagen gegen ein neueres Modell eintauscht. Er ist doch so begabt!" Nein. Die Bibel lehrt uns genau das Gegenteil. In 1. Timotheus 3, wo es um Gottes Maßstäbe für den Dienst in der Gemeinde geht, um Seine Maßstäbe fürs Pastorenamt und jede Leitungsfunktion in der Gemeinde, nennt Paulus fünfzehn Kriterien.

Eine davon ist die Begabung; derjenige muss lehren können. Die anderen 14 Kriterien betreffen alle den Charakter. Vierzehn betreffen den Charakter, eines die Begabung. Aber manchmal scheint das in der Gemeinde genau umgedreht zu sein. „Er oder sie ist begabt und redegewandt und kann die Massen begeistern, da achten wir nicht so auf den Lebensstil. Freunde, das ist nicht richtig. Ich sage es noch einmal: Das ist nicht richtig! Und sie hatten es nicht nur akzeptiert, sie prahlten auch noch damit! Paulus sagt: „Ihr seid arrogant! Euer Prahlen, euer Rühmen ist nicht gut." Andere Ausleger meinen, der Betreffende war vielleicht ein wohlhabender Mann und die Gemeinde war bereit, über alles hinwegzusehen, solange er weiterhin so großzügige Spenden gab.

Ich denke, die Gemeinde prahlte vielleicht damit, weil sie ihn für ein großes Vorbild an christlicher Freiheit hielt. „Wir sind nicht mehr unter dem Gesetz. Wir haben die Gnade. Wir brauchen das jüdische Gesetz nicht mehr. Schaut nur, wie tolerant wir sind!" Verstehen Sie mich bitte nicht falsch.

Ich möchte das ganz deutlich sagen: Jesus starb für alle. Jeder ist in Seinem Haus willkommen.

Aber hier geht es nicht um jemanden mit einem verkorksten Leben, der zu Jesus kommt und um Vergebung bittet und seine Sünde loswerden will und Hilfe sucht. Hier geht es nicht einmal um Glaubensgeschwister, die gegen eine hartnäckige Sünde ankämpfen. Hier geht es um einen unbußfertigen Menschen, der mit seiner Sünde in der Gemeinde hausieren geht und die Gemeinde hat nichts dagegen getan. Und Paulus sagt: „Hört mal, diese Situation und dieser Mensch sind wie Sauerteig. Wenn ihr nichts dagegen tut, wird es auf die ganze Gemeinde übergreifen." Was sollten sie also dagegen tun? Welche Anweisung gibt Paulus? Schauen Sie, was am Ende von Vers 2 steht:
„... damit der, der diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte entfernt würde!" Und weiter in Vers 13:

„Die aber draußen sind, richtet Gott. Tut den Bösen von euch selbst hinaus!"

In der „Amplified Bible" heißt es in Vers 2: „Entfernt ihn aus eurer Gemeinschaft und eurer Mitte",

und in Vers 13, auch in der „Amplified Bible": „Schließt ihn aus der Gemeinde aus."

Dazwischen stehen Verse, in denen Paulus sagt: „Ich bin im Geist bei euch." Das heißt, „Ihr seid nicht allein. Ich habe in dieser Sache bereits eine Entscheidung getroffen und ich stehe hinter euch. Ihr müsst ihn dem Satan ausliefern, damit seine sündige Natur vernichtet wird. Dazu wurde der Betreffende aus der Gemeinde ausgeschlossen, aus der christlichen Gemeinschaft, und der Welt ausgeliefert, die unter Satans Herrschaft steht. In 1. Johannes 5:19 lesen wir, dass die ganze Welt unter dem Einfluss des Bösen steht.

Ich glaube, vielen Leuten ist nicht klar, dass die Zugehörigkeit zu einer Ortsgemeinde, zu anderen Christen, wie ein Schutzschirm ist. Aber so ist es. Die Gemeinde schließt den Betreffenden aus, wie Paulus es angeordnet hat. Sicher ist das hart, aber man kann das nicht ignorieren. Und dieser Mann hat seine Sünde auch nicht eingesehen. Alle innerhalb und außerhalb der Gemeinde wussten Bescheid. Er stellte seine Sünde einfach offen zur Schau. Die Gemeinde hätte darunter gelitten.

Ich war einmal als Gastprediger in einer anderen Gemeinde, deren Pastor ich gut kenne. Er war oft unterwegs und hatte einen Stellvertreter, der oft predigte und eine führende Rolle in der Gemeinde spielte. Der Stellvertreter und seine Frau waren eng mit einem anderen Ehepaar befreundet. Und die beiden Paare stellten fest, dass sie die jeweils anderen Ehepartner haben wollten. Also tauschten sie die Partner, und zwar dauerhaft. Und während der Hauptpastor unterwegs war, verkündeten sie der Gemeinde: „Wir sind ja nicht mehr unter dem Gesetz. Wir sind unter der Gnade. Und wir haben wirklich das Gefühl, dass Gott uns zusammengeführt hat und wir sind Seelenverwandte." Sie sitzen also da in der Gemeinde, alle vier zusammen, aber die Männer haben die falsche Frau im Arm.
Und die Kinder waren ja auch von dem Partnertausch betroffen. Der Hauptpastor kommt zurück, findet alles heraus und sagt: „Du kannst hier nicht mehr Pastor sein. Du bist deines Postens enthoben.
Du musst Buße tun und deine Affäre aufgeben. Was du tust, ist falsch." Aber sie machten einfach weiter. Vielleicht ist ja inzwischen Schluss, aber so viel ich weiß, ist alles noch beim alten. Können Sie sich vorstellen, was passiert wäre, wenn die Gemeinde einfach weggeschaut hätte? Das wäre ein Freibrief für alle gewesen, einfach nach dem Lustprinzip zu leben, wenn sogar ihre Leiter so etwas taten und es noch zur Schau stellten und ihre Sünde nicht einsahen.

Es ist schon einige Jahre her, da gab es in unserer Gemeinde einen Mann, mit dem ich ziemlich gut befreundet war. Er hatte eine Leitungsposition inne. Dann kam uns zu Ohren, dass er in ein paar krumme Geschichten verwickelt war. Seine Frau kam mit einigen anderen Gemeindemitgliedern zu mir und sagte: „Er nimmt unser ganzes Geld und gibt es für Kokain aus und verschwindet tagelang,
und ich weiß nicht, wo er ist. Er lässt mich und die Kinder ohne Geld sitzen. Meine Kinder haben nichts zu essen." Und natürlich brodelte bald die Gerüchteküche in der Gemeinde. Also nahmen wir ihn beiseite und sagten: „Hör zu. Deine Frau war bei uns und hat uns alles erzählt. Auch andere Leute wissen davon. Deine Frau und Kinder haben nichts zu essen. Du verschwindest tagelang. Du nimmst Drogen." Und ich sagte: „Wir beide wissen, dass du noch andere Dinge tust, wenn du nicht nach Hause kommst. Deine Leitungsposition ist Geschichte. Du musst sie niederlegen. Aber wir wollen dir helfen, dein Leben in Ordnung zu bringen. Wir werden Rechenschaft von dir verlangen. Wir werden mit dir beten. Wir wollen dir helfen, deine Familie zu retten." Und er wurde wütend! „Wie könnt ihr es wagen, euch in mein Leben einzumischen? Das geht euch gar nichts an! Ihr seid bloß ein Haufen Diktatoren!" Und er sagte eine Menge schlimme Dinge über mich und die Gemeinde und am Ende trat er aus der Gemeinde aus. Aber wir mussten so handeln, sonst hätte die ganze Gemeinde gelitten.

Jahre später bekam ich einen Anruf von ihm. Er rief mich persönlich an und sagte: „Bayless, ich wollte nur danke sagen. Ich habe mein Leben in Ordnung gebracht. Ich habe Buße getan. Ich bin wieder mit Gott im Reinen und auf dem richtigen Weg." Und er sagte: „Der Anstoß, mein Leben in Ordnung zu bringen, war das, was ihr getan habt. Ihr hattet den Mut, mir entgegenzutreten." Er sagte: „Damals habe ich euch dafür gehasst, aber tief im Herzen wusste ich, dass ihr Recht habt. Das bin ich nicht losgeworden. Und deswegen habe ich Jesus mein Leben ganz neu anvertraut. Ich habe Buße getan und mein Leben in Ordnung gebracht. Dafür danke ich Gott!"

Merken Sie sich diese Bibelstelle, wir kommen gleich darauf zurück und schlagen Sie 2. Korinther 2 auf. Hier geht es um den Mann, den die Gemeinde ausgeschlossen hatte. Was passierte dann?

Ob er krank wurde oder etwas anderes geschah, das wissen wir nicht, aber er tat Buße und kam zurück. Was die Gemeinde getan hatte, auch wenn es sehr hart aussah, half ihm zurecht. Paulus hatte gesagt: „Übergebt ihn dem Satan, damit seine sündige Natur vernichtet und er selbst gerettet werden kann, wenn der Herr wiederkommt." Wenn er so weitermacht, wenn er nicht umkehrt, dann nimmt das kein gutes Ende. Diese Sache wird böse enden. Sie sorgten sich um sein ewiges Leben.

Und wissen Sie was? So schwer das sicher für die Gemeinde war, besonders für diejenigen, die ihn gut kannten, verhielten sie sich genau so und zwar geschlossen als Gemeinde. Und das hatte Folgen!

Über den gleichen Mann schreibt Paulus in 2. Korinther 2:6.


2. Korinther 2:6-8


„Dem Betreffenden genügt diese Strafe von den meisten der Gemeinde, so dass ihr im Gegenteil

vielmehr vergeben und ermuntern solltet, damit der Betreffende nicht etwa durch allzu große Traurigkeit verschlungen werde. Darum ermahne ich euch, zu beschließen, ihm gegenüber Liebe zu üben."

Er hat Buße getan, er ist zurückgekommen und die Gemeinde zögert, ihn wieder aufzunehmen.
Paulus sagte: „Nehmt ihn wieder auf. Ihr müsst ihm vergeben. Seid ihm wieder gut. Lasst ihn wieder an der Gemeinschaft teilhaben." Also nahm es ein gutes Ende. Sein Geist wurde gerettet für den Tag des Herrn Jesus.
Nun schlagen Sie bitte wieder 1. Korinther 5 auf. Paulus schreibt nämlich noch weiter und sagt noch mehr in bezug auf das, wovon wir bisher gesprochen haben. Bitte lesen Sie Vers 9.

1. Korinther 5:9


„Ich habe euch in dem Brief geschrieben, nicht mit Unzüchtigen Umgang zu haben."

Die Amplified Bible übersetzt, „enge und regelmäßige Gemeinschaft haben". Das entspricht dem Originaltext besser. Also, „habt keine enge und regelmäßige Gemeinschaft mit sexuell unmoralischen Menschen." Dann erklärt Paulus:

1. Korinther 5:10


„Nicht überhaupt mit den Unzüchtigen dieser Welt oder den Habsüchtigen und Räubern oder Götzendienern, sonst müsstet ihr ja aus der Welt hinausgehen."

Denn die Welt ist voll von solchen Menschen. Wir waren früher doch auch so, und ich allen voran! Also sagt Paulus: „Ich sage ja nicht, ihr sollt keine Beziehungen haben, um Menschen für Christus zu gewinnen. Der Umgang mit den Menschen draußen in der Welt ist wichtig. Das habe ich damit nicht gemeint." Und dann wird er noch deutlicher. Er sagt: „Ich meine Folgendes:" Schauen Sie in Vers 11:

1. Korinther 5:11


„Nun aber habe ich euch geschrieben, keinen Umgang zu haben (damit ist enger, regelmäßiger Umgang gemeint), wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Unzüchtiger ist oder ein Habsüchtiger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber; mit einem solchen nicht einmal zu essen."

Das müssen wir im Zusammenhang verstehen. Er spricht von einem Menschen, der all das tut,
aber seine Sünde auf die leichte Schulter nimmt, arrogant damit umgeht, keine Buße tut. Derjenige sagt: „Ich bin doch Christ". Er nennt sich nach Christus und trotzdem verhält er sich so oberflächlich und arrogant. Das meint Paulus hier. Er sagt: „Esst nicht mal mit so jemandem. Gebt euch nicht mit ihm ab.  So jemand soll nicht euer bester Kumpel sein." Warum? Weil so etwas wie Sauerteig wirkt.
Diese Einstellung wird auf euch abfärben, diese Gleichgültigkeit gegenüber Sünde und Arroganz wird sich bei euch einschleichen. Und meint nicht, das könne euch nicht passieren. 

Ich war gerade nach Oregon gezogen und wollte meine Klamotten in einem Waschsalon waschen. Ich hatte ein paar Jeans, auf die ich ziemlich stolz war. So was ist wichtig für einen Teenager. Auf meiner Jeans waren lauter Aufnäher, einer mit Micky Maus und dann noch viele andere. Wer aus meiner Zeit stammt, der wird wissen, wovon ich rede. Das war ein wichtiges Symbol. Meine langen Haare und die Flickenjeans. Niemand hatte mir gesagt, dass man ein neues rotes Hemd nicht mit ausgewaschenen alten Jeans in die Waschmaschine steckt. Aber die beiden gerieten zusammen in die Wäsche und sie hatten engen und ständigen Umgang. Und als ich die Jeans rausnahm, war die Farbe aus dem roten Hemd auf die Jeans übergegangen. Jetzt waren sie rosa. Das war eine Krise für einen Teenager! Pinkfarbene Jeans sind einfach nicht cool, jedenfalls damals nicht. - Harrison, in meiner Zeit hättest du Probleme gehabt. - Paulus redet hier von einem Menschen, der das alles nicht so ernst nimmt: Begehren und Gier und sexuelle Unmoral. Und derjenige ist uneinsichtig und nachlässig und arrogant. Wenn wir uns mit solchen Menschen abgeben, wenn wir regelmäßige Gemeinschaft mit ihnen pflegen, wird diese Einstellung auf uns abfärben. Es wird passieren so wie beim Sauerteig. Paulus warnt uns davor.

In 1. Korinther 15:33 heißt es: „Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten."

Auch das Gegenteil ist der Fall. Guter Umgang stärkt gute Sitten und einen gottgefälligen Charakter. Jemand hat einmal gesagt: „Wähle deine Freunde gut aus; denn du wirst so werden wie sie." Da ist was dran.

Ich hoffe, Sie haben etwas aus dieser Predigt mitgenommen. Aber das war noch längst nicht alles!

Schalten Sie einfach nächste Woche wieder ein. Dann geht es um andere Arten von Sauerteig und ihre Wirkung in unserem Leben. Nicht alle davon sind so negativ wie diese mit der unbereinigten Sünde in der Gemeinde. Und wissen Sie, Gott liebt Sünder. Gott liebt Sie; Gott liebt mich. Aber Seine Liebe ist nicht so, dass Er uns in unserer Sünde lassen würde. Er liebt uns aus unserer Sünde heraus.
Er verändert uns. Und wenn es in der Gemeinde Probleme gibt und wir tun nichts dagegen, sondern schauen einfach darüber hinweg, dann ist das nicht gut und verbreitet sich in der ganzen Gemeinde.
Manche Dinge muss man klären. Und von Natur aus gehe ich Problemen lieber in großem Bogen aus dem Weg. Ich gehe nicht gern auf Konfrontation. Natürlich tue ich es, wenn ich muss. Als Pastor oder Leiter kann man nicht erfolgreich sein, wenn man nicht bereit ist, Probleme anzusprechen, wenn es nötig ist.
Darum sollte es also im ersten Teil unseres Themas gehen und ganz sicher wollen Sie nicht den Rest davon verpassen. Es kommt noch besser und besser und besser! Und wenn Sie mich jetzt sehen, wenn Sie bis jetzt zugeschaut haben, dann hat das einen Grund. Sie sind kein Zufallsprodukt.
Ihr Leben ist gewollt. Sie haben einen Auftrag. Gott hat Sie mit einem Ziel erschaffen. Und auch wenn das seltsam klingt, Gott hat jemanden wie mich und meine Fernsehsendung benutzt, um Sie anzusprechen. Gott hat das alles geplant, um Sie auf sich aufmerksam zu machen. Sie haben ein Ziel im Leben. Gott hat einen Plan für Sie. Er liebt sie. Er möchte Sie reinigen. Er möchte Ihnen einen Neuanfang schenken. Er möchte Sie auf den Kurs zum Ziel Ihres Lebens bringen. Und die gute Nachricht ist, Er schickt Sie nicht einfach auf die Straße und lässt Sie dann laufen. Er sagt: „Ich werde dich nie verlassen und nie im Stich lassen." Und wenn Sie Ihr Herz noch nicht für Jesus geöffnet haben, ist vielleicht jetzt der richtige Moment? Wir alle sind durch die Sünde von Gott getrennt. Von selbst können wir nicht zu Gott kommen. Gott kann nicht in Beziehung zu einem sündigen Menschen treten, es sei denn, die Sünde wird bereinigt. Denn Gott ist ein heiliger und gerechter Gott. Doch Er ist auch ein Gott der Liebe. Weil Er gerecht und heilig ist, kann Er unsere Sünde nicht übersehen. Weil Er Liebe ist, kann Er uns nicht übersehen. Er schickte Seinen eigenen Sohn, der an unserer Stelle am Kreuz starb. Er nahm die Strafe für unsere Sünde auf sich. Und als Gottes Gerechtigkeit Genüge getan war, weckte Er Jesus am dritten Tag von den Toten auf.

In der Bibel steht, wenn wir das glauben und Jesus als Herrn bekennen - wenn wir ihm unser Herz öffnen und zu Jesus „Ja" sagen - wird Gott Sie von innen heraus verändern. Sie können gerettet werden.


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